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6. PSD-ADAC Kiepenkerl-Klassik: Vorfahrt für Oldtimer

Die Motoren der Kiepenkerl-Klassik (v.l.): Ralf Schmidt-Abbenhaus, Michael Brauer, Nicola Hinder (PSD-Bank) und ACM-Präsident Wolfgang Husch. [Foto: Hackmann]
Die Lust am klassischen Fahrzeug, respektive die Lust, seinen Oldtimer auch zu bewegen, ist – ganz im Bundestrend – auch in Münster ungebrochen. Das kann Michael Brauer vom Automobil-Club Münster im ADAC auch mit Zahlen belegen.
„Es stimmt, die Resonanz steigt weiter“, hat Brauer im Rahmen der Vorbereitungen zur 6. PSD-ADAC Kiepenkerl-Klassik beobachtet. Für die Oldtimer-Rallye, die der Klub am 21. und 22. August nun erstmals über zwei Tage ausrichtet, hat Brauer bereits 30 Nennungen. „Soviel wie noch nie“, bestätigt der Rallye-Fahrtleiter, der auch das Limit bereits im Auge hat: „Mehr als 135 Autos sind nicht händelbar“, weiß das ACM-Vorstandsmitglied. Schon im letzten Jahr war diese Melde-Grenze erreicht, nachdem die Erstauflage anno 2005 mit 50 Wagen gestartet war.
Viel Herzblut
Dass die Kiepenkerl-Klassik so gut angenommen wird, spricht für die Konzeption und Organisation des ACM, deren Mitglieder viel Herzblut investieren, um die Rallye über die Bühne bringen zu können. Das Resultat: Der Klub hat es geschafft, diese Veranstaltung im deutschen Oldtimer-Kalender zu etablieren. Das nimmt der Vorstand um Wolfgang Husch nicht ohne Stolz zur Kenntnis, und deshalb haben die Verantwortlichen für die Ausgabe 2010 auch ein weiteres Register gezogen: Extra für die Kiepenkerl-Klassik ließ der ACM vom renommierten Maler und Illustrator Lothar Krebs ein Bild entwerfen und malen. Das Kunstwerk, mit Porsche 356 Carrera und Kiepenkerl als tragendem Motiv - soll der optische Anker der sechsten Auflage sein, die Corporate Identity repräsentieren. „Wir wollten uns damit weiter professionalisieren. Schließlich bewegen wir uns mit unserer Rallye auf einem gehobenen Niveau“, sagt Brauer.
Rallye am Sonntag
Rein sportlich gesehen können die Oldtimer-Piloten am 22. August (Sonntag) zwischen touristischer oder tourensportlicher Fahrt wählen, wobei letztere selbstredend an die Chauffeure und ihre Franser die höheren Anforderungen stellt. Ob touristisch oder tourensportlich – die jeweils zwei Etappen sind natürlich identisch und erstrecken sich über 60 Kilometer. Um 9 Uhr morgens startet der erste Oldie auf dem Hafenplatz, um 11.30 Uhr wird das Starterfeld nach einem Abstecher ins Umland auf dem Domplatz erwartet. Ziel ist gegen 16 Uhr wieder der Hafenplatz, der an diesem Wochenende ohnehin ganz im Zeichen der historischen Fahrzeuge steht.
Großes Rahmenprogramm
Denn fahren ist das eine, gucken und plaudern das andere Element, das ein Oldtimer-Treffen ausmacht. Der ACM bietet auf dem Hafenplatz zwei Tage lang einen bunten Rahmen. Im Vordergrund des Interesses dürfte eine Präsentation „60 Jahre Porsche-Rennsporthistorie“ stehen, hier stellt Brauer ausgesprochen exklusive Erzeugnisse aus der Zuffenhausener Sportwagenschmiede in Aussicht. Natürlich gibt es schon am Samstag den obligatorischen Oldtimertreff, einen zweistündigen Prolog mit 30 ausgewählten Autos, einen Fahrer- und Beifahrerlehrgang – und am Abend auch Live-Musik mit der Band „Kontiki“. Nach der Zieleinfahrt der Teilnehmer am Sonntag steht auch noch ein Concours d´Elégance auf dem Programm. Als Moderator gewannen die ACM-Macher mit Georg Meyering, der ja auch bei den Münster Classics durchs Programm führt, eine anerkannte Oldtimer-Koryphäe.
Wer nicht bis zur PSD-ADAC Kiepenkerl-Klassik warten möchte, um sein historisches Kulturgut im Konvoi zu bewegen, kann – quasi als warm-up – schon am 9. Mai beim Oldtimer-Frühschoppen am Restaurant Maikotten (Maikottenweg) vorbeischauen. Dort wird am Wahltag dann über Hubraum und PS anstatt über Politik gesprochen. Eine erfreuliche Alternative, oder?
Lutz Hackmann
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