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Panik-Star Udo macht die Weltmeere unsicher: Steffi Stephan sticht mit Luxus-Liner voller Rockfans in See

Bald wieder mit dem Panikorchester unterwegs: Ab 5. Mai rockt Boss Udo Lindenberg den Luxus-Liner "Mein Schiff" - und Steffi Stephan gehört als Bassist zur Crew. [Foto: Echo-Archiv]
Er ist im Dauer-Stress. Einerseits muss sich Steffi Stephan mit Sohn Marvin um die Organisation des Eurocityfestes 2010 kümmern, andererseits hat ihn Freund Udo Lindenberg für seine bevorstehende „Ocean“-Tour auf dem Luxusliner „Mein Schiff“ gebucht – gebucht als Bassisten und Kapellmeister.
Weil der Jovel-Gründer aus Prinzip nichts dem Zufall überlässt, verzieht er sich – sobald es die Zeit erlaubt - ins heimische Kellerstudio. Und schafft sich vom Erfolgsalbum "Stark wie Zwei" einen Song nach dem anderen drauf. Mit eiserner Disziplin. Denn die letzten Gigs, die er an der Seite der selbsternannten Nachtigall bestritt, sie liegen etliche Zeit zurück. „Da muss man sich erst warm spielen."
"Easy Going"
Mit Beginn der nächsten Woche reist die gesamte Band in den hohen Norden - Richtung Timmendorf, um anschließend gemeinsam zu proben. „Ein Grund mehr, warum ich gut vorbereitet sein möchte“, erzählt der beinahe 63-Jährige. „So gibt es nichts Schlimmeres als mit halbfertig einstudierten Stücken aufzuwarten.“
Das Ausflugsziel an der Ostsee, es scheint den Mannen des Panikorchesters zu gefallen. Dort haben sich die Musiker bereits häufiger versammelt, haben bevorstehende Gastspielreisen untereinander abgestimmt. „Meine Jungs und ich“, verrät Boss Udo höchstpersönlich auf seiner Homepage, „fühlen uns sehr wohl hier. Treiben nebenbei etwas Sport, machen Wellness und gehen nachts auch mal einen durchzwitschern. Alles easy going.“
Illustre Kollegen
Anfang Mai wird’s richtig ernst: Am 2. und 3. des Monats finden im Travemünder Maritim-Hotel öffentliche Test-Konzerte statt, zwei Tage später legt das schwimmende Hotel dann tatsächlich ab.
Devise: Zur Unterhaltung der weit über 1500 Passagiere wollen Lindenberg und Co. die Weltmeere rocken, dabei zusammen mit dem Publikum erkunden, „was hinter den Horizonten alles los ist“. Die Künstler-Gilde umfasst zudem illustre Kollegen „aus der Chef-Etage“ der deutschen Szene, beispielsweise zählt Jan Delay zum Aufgebot. Von Hamburg aus führt die Route nach Dover, England – inbegriffen der Landgang, nebst Sight-Seeing-Bummel durch London.
Hafengeburtstag
Der Ausflug endet schließlich da, wo er gestartet wurde – in der Millionen-Stadt an der Elbe, passend zu den hanseatischen Feierlichkeiten aus Anlass des Hafengeburtstags. „Darauf freue ich mich jetzt schon“, sprudelt es Stephan über die Lippen, „ich werde an der Reling stehen und die Einfahrt plus Feuerwerk genießen.“
Danach gilt es neue Kräfte zu mobilisieren, um als Regisseur für Münsters gigantische Open-Air-Party fit zu sein.
Wolfgang Halberscheidt
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