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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Schlüsselwerk der romantischen Malerei: Landesmuseum erwirbt Gemälde von Carl Eduard Blechen

Romantische Landschaft mit Ruine

Das Bild "Romantische Landschaft mit Ruine" von dem Romantik-Maler Carl Eduard Blechen konnte jetzt vom LWL-Landesmuseum erworben werden. [Foto: LWL]

[23.04.2010 | Münster | ECHO]

Das Gemälde "Romantische Landschaft mit Ruine" (um 1825) von Carl Eduard Blechen (1798-1840) zählt zu den Hauptwerken in der Sammlung des LWL-Landesmuseums. Nach Leihgabe durch die Bundesrepublik an das münstersche Museum ging es 2009 an die Erben zurück – jetzt, ein Jahr später, konnte es zurückgekauft werden.

Das Bild ist Teil eines Kunstbestandes, dessen Besitzer sich nach dem Zweiten Weltkrieg nicht direkt ermitteln ließen und der in den Besitz des Bundes überging. Mitte der 1960er Jahre ging es als Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland nach Münster. Das Gemälde stammt aus der ehemaligen Kunstsammlung Julius Freund in Berlin. Dank der seit einigen Jahren verstärkt betriebenen Provenienzforschung konnte die Bundesvermögensverwaltung das Gemälde 2009 an die Erben von Julius Freund, dessen Enkel und Urenkel, zurückgeben.

Kontakt zu Erben in Kanada

Nach der Kontaktaufnahme des münsterschen Ausstellungshauses mit den Erben in Kanada hat der LWL das Werk 2010 für die Sammlung des Museums angekauft. Maßgebliche finanzielle Förderer dieser Erwerbung sind die Kulturstiftung der Länder, die Kunststiftung NRW und die NRW Bank. „Neben der finanziellen Unterstützung war insbesondere der sehr sensible Austausch zwischen den Museumsmitarbeitern und der Erbengemeinschaft entscheidend dafür, dass wir dieses herausragende Gemälde weiterhin bei uns präsentieren dürfen. Dafür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar“, sagt LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.

Geplantes "Führer Museum" in Linz

Die Geschichte des Bildes zeigt beispielhaft, wie im Nationalsozialismus ganze Kunstsammlungen aus Notsituationen der Besitzer heraus verkauft werden mussten. So war die NS-verfolgte Familie Freund gezwungen, während des Zweiten Weltkriegs das Gemälde aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Schweiz zu veräußern. Bei einer Versteigerung wurde es zusammen mit circa 30 anderen Kunstwerken aus der Sammlung Freund vom Deutschen Reich für das geplante "Führer Museum" in Linz erworben. Die "Beratende Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter" unter Vorsitz von Prof. Dr. Jutta Limbach sprach 2005 der Bundesrepublik Deutschland die erste Empfehlung aus, das Gemälde an die Erben von Julius Freund zurückzugeben.

Inspiration durch Caspar David Friedrich

Carl Blechens großformatige "Romantische Landschaft mit Ruine" ist ein Meisterwerk aus den Anfangsjahren des in Cottbus geborenen Malers: Es vereint die Prinzipien romantischer Naturauffassung und Interpretation und verrät Blechens Inspiration durch die Kunst Caspar David Friedrichs. Wie dieser schafft er hier durch symbolhaltige Bildelemente und eine scharfe Kontrastierung dunkler und lichtdominierter Bildzonen eine Vorstellung vom Weltverständnis der Romantik, in dem das Schaurige wie das Erlösende und Hoffnungsvolle den Naturphänomenen eingeschrieben sind.

Entwicklung zum Impressionismus

Die "Romantische Landschaft mit Ruine" ist ein Schlüsselwerk der romantischen Malerei im hiesigen Museum. In der Sammlung des 19. Jahrhunderts nimmt die deutsche Landschaftsmalerei hier eine besondere Stellung ein, denn sie stellt die Entwicklung der Gattung von romantisch geprägten Positionen über eine zunehmend realistische Erfassung der Natur hin zu einem frühen Impressionismus vor. Seine künstlerische Qualität macht das Gemälde zu einem für die deutsche Kunst bedeutenden Werk.

  • Zigeunershow im Zirkus Charles Knie
    [11.05.2010 | ECHO]

    Erstmals heißt es für den Zirkus Charles Knie in Münster "Manege frei! Für Menschen, Tiere, Sensationen“. Das Publikum erwartet ein großes Manegen-Spektakel: Alle traditionellen Elemente der Zirkuskunst sind hier im Rahmen einer modernen Choreografie vereint. Am Donnerstag, 20. Mai, startet das Programm mit einer festlichen Abendpremiere auf dem Hindenburgplatz.

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  • Skulptur Paul Wulf
    [29.04.2010 | CKR]

    Perfektes Timing: Wenn sich am Sonntag, 2. Mai, der Geburtstag von Paul Wulf zum 89. Mal jährt, gibt’s für Freunde und Anhänger des bekannt gewordenen NS-Opfers gleich noch einen Grund zu feiern. Die Querelen um die Paul-Wulf-Skulptur, in der Stadtbevölkerung heiß diskutiertes Objekt von Künstlerin Silke Wagner, haben ein Ende, der Rat hat den Ankauf jetzt abgesegnet.

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  • Porträt: Dr. Frank Biermann
    [22.04.2010 | ECHO]

    Auf einer Mitgliederversammlung ist der freie Journalist und Autor Dr. Frank Biermann als Vorsitzender des Ver.di Ortsvereins Münster im Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie einstimmig wiedergewählt worden. In ihren Ämtern als Beisitzerinnen Angelika Osthues, Irmgard Torkler und Jun Zhou bestätigt worden.

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  • [22.04.2010 | ECHO]

    Der 'Mitgliedsbeitrag‘ für die 27 westfälisch-lippischen Kreise und Großstädte im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bleibt bei 15,2 Prozent wie im Vorjahr. Das hat am Donnerstag, 22. April, in Münster die Landschaftsversammlung mit großer Mehrheit bei der Verabschiedung des Verbandshaushalts 2010 beschlossen.

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  • Behindertenparkplatz
    [22.04.2010 | ECHO]

    Was ist zu tun, damit Menschen mit Behinderung von Anfang an selbstverständlich zur Gesellschaft dazugehören und nicht zunächst ausgegrenzt und dann integriert werden? Mit dieser und weiteren  Fragen beschäftigt sich die Tagung "Münster all inclusive" am Samstag, 8. Mai, im Landeshaus des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: