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Münstersche Kernkraftgegner zeigen Flagge: "Die Demo in Ahaus ist erst der Anfang!"

Über 200 Kernkraftgegner aus Münster demonstrierten vor dem Zwischenlager in Ahaus: Sie forderten die sofortige Stillegung sämtlicher Atomanlagen in NRW.
Über zweihundert Kernkraftgegner machten sich am Morgen aus Münster auf den Weg nach Ahaus: Vierzehn Tage vor den NRW-Wahlen forderten sie zusammen mit mehreren tausend Demonstranten - die Veranstalter zählten knapp 7000 Akteure - den sofortigen Atomausstieg sowie die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen in Nordrhein-Westfalen.
Weitere Anliegen: der verbindliche Stopp für Atommülltransporte ins Zwischenlager Ahaus, die Schließung der Urananreicherungsanlage Gronau sowie der Richtungswechsel hin zu erneuerbaren Energien. An der größten Kundgebung seit den Castor-Protesten 1998 nahmen auch Akteure aus den Niederlanden, Frankreich und Russland teil. Aufgerufen zu der Veranstaltung hatte ein breites gesellschaftliches Bündnis aus 155 Initiativen, Verbänden und Parteien.
"Massive Unzufriedenheit"
Matthias Eickhoff, Sprecher der hiesigen SOFA-Initiative, sprach von einer "wunderbaren" Resonanz: „Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden – verteilt über alle Altersgruppen haben sich die Menschen beteiligt", bilanzierte er den Verlauf auf Anfrage von echo-muenster.de.
Die Demonstration, auf der es nach Eickhoffs Worten keinerlei Zwischenfälle gab, sei als Ausdruck der massiven Unzufriedenheit über die Umweltpolitik im Lande zu bewerten. Er plädierte für rigoroses Umsteuern: „Wer erneuerbare Energien will, muss aus der Atomenergie aussteigen. Andernfalls werden die Aktionen der Anti-Atom-Bewegung weiter zunehmen. Die Demonstration heute ist erst der Auftakt."
Von den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen im Mai - Eickhoff machte daraus keinen Hehl - erwarte man eindeutige Stilllegungsbeschlüsse. Michael Harengerd vom BUND sowie Josef Tumbrinck vom NABU verlangten ihrerseits eine klare Umorientierung: Die NRW-Atomanlagen müssten vom Netz genommen werden, zudem dürften keine neue Kohlekraftwerke als Klimakiller gebaut werden.
Erinnerung an Reaktorkatastrophe
Im Mittelpunkt der Proteste stand zunächst das Gedenken an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986. Rashid Alimov von der russischen Umweltorganisation Ecoperestroika und Gertrud Roth von den Katholischen Frauen Deutschlands erinnerten an den Super-GAU und dessen tödliche Folgen. Kernenergie, unterstrichen sie mehrfach, ließe sich nicht beherrschen.
[19.05.2010 | TA]1954 fuhr der Bus mit dem Stern von Baiersbronn bis Spiez am Thuner See, am Mittwoch von Münster nach Bielefeld. Das 90 PS starke Neoplan-Original, mit dem Fritz Walter und die Nationalmannschaftskollegen einst gen WM-Triumph chauffiert wurden, wird als Werbelokomotive für die Eröffnung der Deutschen Fußball-Route NRW eingesetzt.
[11.05.2010 | ECHO]Nach dem Einzug der Linken in das Düsseldorfer Parlament wurde der Münsteraner Rüdiger Sagel (MdL) am Dienstag auf der konstituierenden Sitzung seiner Landtagsfraktion zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
[11.05.2010 | HDT]Drei Tage nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen ist der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit, Daniel Bahr, zu Gast bei "Hart aber fair". Das Thema der von Frank Plasberg moderierten TV-Sendung lautet "Keine Macht für niemanden - wer führt Deutschland in der Krise?" Ausgestrahlt wird der Beitrag mit dem münsterschen FDP-Mann am Mittwochabend, 12.
[11.05.2010 | ECHO]"Die Wahlen in Nordrhein-Westfalen waren auch ein klares Votum für den Atomausstieg und für eine eindeutige Energiewende": Mit diesen Worten interpretiert der Münsteraner Matthias Eickhoff, Sprecher der SOFA-Initiative (Sofortiger Atomausstieg), das aktuelle Ergebnis beim Urnengang am 9. Mai.
[10.05.2010 | CKR]Die NRW-Landtagswahl 2009 ist vorbei, die Analyse der Wahlergebnisse indes geht weiter: Auch in Münster ergibt die Verteilung der Voten ein spannendes Gesamtbild. echo-muenster.de hat bei den Erststimmen genauer hingesehen: Wo gibt es „Ausreißer“ nach oben, wo nach unten? Wo tummeln sich die Anhänger, wo die Gegner der jeweiligen Parteien?
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