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"Fiction meets Reality": Benefiz-Talk mit ChrisTine Urspruch zu Gunsten der UKM-Gewaltopferambulanz

Saxofonist Richard Bracht sorgt beim Benefiz-Abend "Fiction meets Reality" zusammen mit "Jazzuniversität" für die gepflegte Unterhaltung. [Foto: Halberscheidt]
Die Zahlen weisen steil nach oben: Im Jahr 2005 verzeichnete das UKM-Institut für Rechtsmedizin 68 Untersuchungen im Auftrag von Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendämtern, in 2009 waren es bereits insgesamt 147. „Ein toller Erfolg für uns – aber vor allem eine große Hilfe für die betroffenen Opfer“, urteilte Prof. Dr. Heidi Pfeiffer, die Chefin.
Sie hat zusammen mit den Kollegen ihres Hauses während der vergangenen Monate von sich reden gemacht, immer im positiven Sinne und auch dank der Unterstützung der Krimiautoren Jürgen Kehrer und Sandra Lüpkes. Beide haben für die Opferambulanz, die im vergangenen Jahr am Institut gegründet wurde, die Patenschaft übernommen. In 2009 boten sie eine Lesung zu Gunsten der Ambulanz an – und mussten gleich eine Zusatzveranstaltung anberaumen, denn die erste Lesung war binnen weniger Tage ausverkauft.
Publikumsresonanz
Das wird diesmal nicht anders sein, hoffen die Initiatoren auf gute Publikumsresonanz. Anlass dazu haben sie: „Fiction meets Reality“ – Fiktion trifft auf die Wirklichkeit - heißt das diesjährige Motto der Veranstaltung, die am 20. Mai um 20 Uhr im LaVie, Diekmannstraße 127 (Gievenbeck) stattfindet. Die Karten sind vorab im WN-Ticketshop sowie in der Buchhandlung „Wunderkasten“ ab dem 3. Mai (Montag) erhältlich.
Und so werden in einem munteren Dialog Jürgen Kehrer auf den Privatdetektiv Bill Trainer, Schauspielerin ChrisTine Urspruch (im Tatort spielt sie „Alberich“) auf Heidi Pfeiffer und Polizeipräsident Hubert Wimber auf den Pantomimen und Zauberer Chistoph Gilsbach treffen. Die Moderation des Abends übernehmen Sandra Lüpkes und Adam Riese, die Musik kommt von den „Zwillingen Jazzuniversität“.
Spuren von Gewalttaten
Alle Einnahmen sind für die Gewaltopferambulanz des Instituts vorgesehen. Mit den Geldern können betroffene Frauen und Männer die Ambulanz kostenfrei in Anspruch nehmen. Im vergangenen Jahr sind 13 Gewaltopfer – ausschließlich Frauen - in das Institut von Heidi Pfeiffer gekommen, um die Spuren der Gewalttat gerichtsverwertbar dokumentieren zu lassen.
„Die Hemmschwelle, uns in Anspruch zu nehmen, ist für betroffene Opfer recht hoch“, erklärt die Fachfrau. Dabei zwinge die Dokumentation der Gewaltspuren die Frauen längst nicht, im Anschluss auch eine Anzeige zu stellen. „Wir bewahren die Unterlagen ohne Zwang auf. Manchmal entschließt sich eine Frau aber auch nach Jahren zu einer Anzeige – dann sind unsere Aufzeichnungen ein wertvoller Beweis, der von Gerichten akzeptiert wird.“
"Kriminelle Abgründe"
Eine Frage, die die Moderatoren ihren Gästen ganz sicher stellen werden, ist die nach dem Realitätsbezug von Krimis, denn der Untertitel der Veranstaltung heißt „Wie gefährlich ist Münster wirklich?“. In jedem Buch von Lüpkes oder Kehrer stirbt mindestens ein Mensch, auch im „Tatort“ gilt es Opfer zu beklagen. Realistisch für eine Region wie Westfalen mit 1,5 Millionen Einwohnern? „Nein“, betont Polizeipräsident Wimber. Laut Statistik geschehen in dieser Region zehn Tötungsdelikte pro Jahr. „Dafür tun sich bei uns andere kriminelle Abgründe auf“, betont Wimber. Welche, darüber wird er ausführlich berichten.
[09.05.2010 | ECHO]Im Jahr 2005 verzeichnete das UKM-Institut für Rechtsmedizin 68 körperliche Untersuchungen im Auftrag von Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendämtern, in 2009 waren es bereits insgesamt 147.
- [28.04.2010 | ECHO]
Es gehört zu den schwersten Aufgaben im Berufsprofil der Polizeibeamten, nachts an einer Haustür zu klingeln und noch verschlafenen, überraschten Eltern mitteilen zu müssen, dass ihre Tochter, ihr Sohn nicht mehr nach Hause kommen, sondern Opfer eines Verkehrsunglücks geworden sind: Münster ist jene Stadt in Nordrhein-Westfalen, die in dieser Rubrik höchste Quoten aufweist.
[22.02.2010 | ECHO]Die traditionellen Fastenpredigten in der Herz-Jesu- und St. Elisabeth-Gemeinde stehen unter dem Jahresmotto der Pfarre: "Gott hat ein Herz für die Menschen". Deshalb werden - beginnend mit dem 26. Februar - an jedem Freitag im Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche Menschen sprechen, für die das "Herz" eine besondere Bedeutung hat.
[08.02.2010 | LUH]Während Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) am Montag in Düsseldorf bei der Vorstellung der Verkehrsunfallzahlen 2009 „einen historischen Tiefstand“ bei den Verkehrstoten (621) präsentieren konnte, sieht es für die Statistik im Bereich des Polizeipräsidiums Münster deutlich weniger positiv aus.
[08.02.2010 | ECHO]In die von Polizeipräsident Hubert Wimber angestoßene "Cannabis"-Diskussion haben sich jetzt die Jungen Liberalen Münster (JuLis) eingeschaltet: Sie begrüßen nach eigenen Worten das jetzt eröffnete Nachdenken über Entkriminalisierung weicher Drogen.
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