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Darmzentrum am Franziskus-Hospital erhält Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft

Das Team des Darmzentrums am Franziskus-Hospital im Sommer 2009. Das Bild zeigt Burkhard Nolte, Geschäftsführer (3.v.l.), Dr. Walther Engels (1. v.r.) sowie Prof. Dr. Bernhard Glasbrenner (9.v.r.). [Foto: PD]
Das Darmzentrum am St. Franziskus-Hospital hat das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten. Damit bescheinigen unabhängige Experten, dass die 2009 gegründete Fachabteilung die strengen Qualitätsvorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllt und Patienten mit Darmkrebs auf höchstem medizinischem Niveau versorgt.
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen in der westlichen Welt. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr über 70 000 Menschen daran. Nach dem Brustkrebs der Frau und dem Lungenkrebs des Mannes stellt der Darmkrebs die zweithäufigste Todesursache für beide Geschlechter dar. Dabei hat Darmkrebs – rechtzeitig erkannt – gute Heilungschancen. Voraussetzung ist eine moderne, umfassende Diagnostik, Therapie und Nachsorge.
Tumorkonferenzen
Hierfür werden Patienten mit Darmerkrankungen am St. Franziskus-Hospital interdisziplinär diagnostiziert, behandelt und umfassend betreut. Ärzte aus den Gebieten Gastroenterologie, Viszeralchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie bündeln ihre Kompetenzen. Die Experten arbeiten sektorenübergreifend mit Fachkollegen anderer Institutionen zusammen.
So sind hier z.B. das Universitätsklinikum Münster, mehrere Praxen für Gastroenterologie in Münster und Nordhorn sowie bundesweite Selbsthilfegruppen eingebunden. Für eine ganzheitliche Betreuung sind zudem Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Psychoonkologen und Seelsorger an den Therapieabläufen beteiligt.
In wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen erarbeiten die Mediziner der verschiedenen Disziplinen für jeden Patienten die individuelle, optimale Behandlung und begleiten diese. „Strukturierte Abläufe vom ersten Kontakt bis hin zur Nachsorge geben den Patienten Sicherheit, schaffen zudem Raum und Zeit für die persönliche Zuwendung“, erläutert Dr. Walther Engels, Leiter des Darmzentrums und Oberarzt der Abteilung für Viszeralchirurgie.
Wissenschaftliche Studien
Alle Beteiligten in Klinik und Praxis müssen für eine erfolgreiche Zertifizierung über ausgewiesene Erfahrung bei Diagnose, Therapie und Nachsorge verfügen. Das Zertifikat erlangt nur ein Zentrum, in dem u.a. eine Mindestanzahl von Operationen, endoskopischen Untersuchungen und Interventionen sowie medikamentöser Tumortherapie erfüllt werden.
Zu den zahlreichen weiteren Anforderungen gehört z.B. auch die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien, z.B. der von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) geförderten Mastkrebsstudie, um den Patienten neben etablierten Therapien auch neue Behandlungskonzepte anbieten zu können.
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