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Wie konnte eine Sozialamtsakte auf der Straße landen? Die Stadt ermittelt in eigener Sache

Eine Sozialamtsakte wurde auf dem Bürgersteig an der Wolbecker Straße aufgefunden - nun prüft die Verwaltung, wie es zu diesem "bedauerlichen Zwischenfall" kommen konnte. [Foto: Pixelio/Plumbe]
Die Akte lag an der Wolbecker Straße, mitten auf dem Bürgersteig unweit einer Kneipe. Sie enthielt private Daten, zudem Angaben über die Lebensumstände und das Einkommen einer Münsteranerin, die Anfang des Jahrtausends offenbar Sozialhilfe bezogen hatte. Wie der Ordner aber dorthin gelangte, niemand vermag es derzeit zu sagen. Ein Passant entdeckte den Vorgang, informierte hiesige Medien.
Wie Joachim Schiek, Leiter des kommunalen Presseamtes, mittlerweile recherchieren konnte, wurden am vergangenen Freitag alte, hinsichtlich ihrer Aufbewahrungsfrist längst abgelaufene Behörden-Unterlagen entsorgt. Untergebracht werden die in einem extern angemieteten Gebäude - mit derart engen Bunker-Gängen, dass zwei städtische Mitarbeiter die aussortierten Dokumente nach und nach zu einem draußen postierten Sammel-Behälter transportierten.
Reißwolf
Ein dritter Kollege "überwachte" derweil den Container, um zu vermeiden, dass sich Unbefugte an den Inhalten vergriffen. Später wurde die Ladung Richtung Reißwolf weiter befördert.
Wie es trotz aller Vorkehrungen zu diesem "höchst bedauerlichen Vorkommnis" kam, wird derzeit verwaltungsintern eruiert. Für Schiek steht aber jetzt schon fest: "Notwendig ist jetzt die aufrichtige Entschuldigung gegenüber der betroffenen Person, darüber hinaus gilt es, was das Malheur als solches anbelangt, Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen."
Für den Nachmittag hat die Stadt eine genauere Erklärung angekündigt. "So etwas", der Amtsleiter betont es abschließend mit Nachdruck, "darf einfach nicht passieren."
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