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Frühjahrsaufschwung lässt die Arbeitslosenquote(n) sinken

8.869 Erwerbslose - das ist die aktuelle Zahl der Agentur für Arbeit im Berichtsmonat April. [Foto: Pixelio/Balzer]
Der Frühjahrsaufschwung, er ließ bedingt durch den langen Winter zunächst noch auf sich warten ließ. Doch jetzt gewinnt er nun zunehmend an Fahrt. 8.869 Bürger ohne Job zählte die Agentur für Arbeit im zu Ende gehenden Monat. Damit wurde nicht nur erstmalig im Jahrtausend in einem April die Grenze von 9.000 Arbeitslosen unterschritten, sondern auch der Wert des Vormonats um 211 Personen reduziert.
Die Erwerbslosenquote sank nach drei Monaten nun wieder und liegt bei aktuell 6,2 Prozent. Die einzelnen Personengruppen profitierten dabei unterschiedlich stark von der günstigen Entwicklung. Vor allem Jugendliche unter 25 Jahren, ausländische Bürger und Schwerbehinderte bauten ihre Quoten deutlich ab. Vergleichsweise gering war hingegen der Rückgang bei den älteren Arbeitslosen ab 55 Jahren sowie bei den Langzeitarbeitslosen. Entgegen dem Trend verzeichnete man hier sogar einen leichten Anstieg.
Beträchtliche Dynamik
„Der deutliche Rückgang bei den Jugendlichen um über sieben Prozent überrascht nicht. Der Arbeitsmarkt benötigt Fachkräfte – damit erhalten diejenigen, die nach dem Bestehen einer Berufsausbildung zunächst nicht übernommen werden können, jetzt ihre Chance“, weiß Reinhold Strunck-Erpenstein, Leiter der münsterschen Behörde. Um 30,3 Prozent stieg gegenüber dem Vorjahresmonat die Anzahl der unter 25-Jährigen, die sich in eine Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt abmelden konnten. Neu erwerbslos wurden nach einer entsprechenden Beschäftigung hingegen 24,5 Prozent weniger als im April 2009.
Geprägt war der münstersche Arbeitsmarkt im Berichtsmonat vor allem durch eine beträchtliche Dynamik. Das Positive vorweg: In keinem April-Monat der vergangenen zehn Jahre konnten mehr Menschen ihre Erwerbslosigkeit beenden als jetzt mit 2.755. Demgegenüber steht allerdings auch eine mit 2.535 vergleichsweise hohe Zugangszahl.
"Auf dem richtigen Weg"
Die Arbeitgeber trugen ihren Anteil zum Frühjahrsaufschwung bei und meldeten 881 Stellen. Noch vor einem Monat waren es 128 weniger, vor einem Jahr sogar 157. Der größte Anteil entfiel mit 307 Offerten auf die Arbeitnehmerüberlassungen.
Weniger Bewerber als im Vorjahr, dafür mehr Angebote – die Schere zwischen Ausbildungsuchenden und Lehrstellen ging weiter auseinander. 1.252 bisher seit Beginn des Berichtsjahres gemeldeten Bewerbern standen 1.776 Ausbildungsplätze gegenüber. Die Relation von 1,42 Offerten je ausbildungsuchendem Jugendlichen kann als günstig bezeichnet werden.
Die Unternehmen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service des AMS und der Agentur für Arbeit dabei 8,0 Prozent mehr Ausbildungsplätze als noch im April des Krisenjahres 2009. „Damit sind wir wieder auf dem richtigen Weg. Vor allem auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ist das Engagement der münsterschen Firmen lobenswert“, findet Strunck-Erpenstein. Wolle man einen künftigen Fachkräftemangel vermeiden, gelte es nämlich bereits jetzt in junge Menschen zu investieren.
Örtliche Flexibilität
„Aufgrund der momentan günstigen Lage kann ich nur jedem Jugendlichen, der noch in diesem Jahr beruflich durchstarten möchte, raten, Kontakt mit unserer Berufsberatung aufzunehmen“, empfiehlt der Agenturleiter. Denn die Aussichten, eine der derzeit noch 787 unbesetzten Lehrstellen zu bekommen, stehen gut. Notwendig sind dafür aber laut Strunck-Erpenstein eine berufliche sowie auch gegebenenfalls örtliche Flexibilität: „Der Blick über den Tellerrand lohnt. Schließlich gibt es auch immer attraktive Alternativen zum eigentlichen Traumberuf. Und Bewerbungen in umliegenden Ortschaften können helfen, die Aussichten spürbar zu verbessern.“
Wer doch in Münster fündig werden möchte, entdeckt dazu am ehesten Lehrstellen für angehende „Kaufleute im Einzelhandel“. Unter den Top 5 der derzeit noch unbesetzten Ausbildungsplätze finden sich darüber hinaus Angebote für künftige „Verkäufer/innen“, „Fachverkäufer/innen – Lebensmittelhandwerk (Bäckerei)“, „Köche/Köchinnen“ und für „Kaufleute – Versicherungen und Finanzen“.
[03.05.2010 | ECHO]Am morgigen Dienstag, 4. Mai, fährt unter dem Motto "Lernen fürs Leben" der WDR-Lehrstellenbus an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) vor. Die Lehrstellenaktion informiert über alle Aspekte von Bildung und Ausbildung in NRW.
- [29.04.2010 | ECHO]
Seit einiger Zeit erhalten Internet-Nutzer immer wieder E-Mails, die lukrative Job versprechen. Meist werden Firmen mit Sitz im Ausland als Ansprechpartner genannt. Die Absender dieser Mitteilungen sind teilweise unklar oder verwenden falsche Identitäten. In einem aktuellen Fall behauptet der Absender sogar, er habe die Daten des Adressaten von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhalten.
[01.04.2010 | ECHO]Die demographische Entwicklung mit als Folge drohendem Fachkräftemangel und erste positive Wirtschaftssignale zeigten Wirkung: Die münsterschen Arbeitgeber setzten im ersten Halbjahr des Berufsberatungsjahres wieder verstärkt auf das Thema betriebliche Lehre.
[18.03.2010 | ECHO]Eine duale Lehre im Betrieb angehen oder doch lieber den Weg einer rein schulischen Ausbildung wählen? Vielleicht ja auch bei einer Behöre lernen – doch wo: im mittleren oder einfachen Dienst? Was macht eine „Destillateurin“ und ist „Fischwirt“ tatsächlich ein anerkannter Ausbildungsberuf? Wieso heißt der „Automobilmechaniker“ jetzt nicht mehr so?
[25.02.2010 | ECHO]Auch im zweiten Monat des Jahres 2010 sieht sich Münster unter den Vorzeichen
steigender Arbeitslosigkeit: 9.147 Erwerbslose zählte die Agentur für Arbeit im Februar – 149 mehr als im Januar. Die Grenze von 9.000 Erwerbslosen wurde damit wieder überschritten.
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