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Wider den „amerikanischen Raubtier-Kapitalismus“: Mai-Kundgebung im Rathausinnenhof
Mit wehenden Fahnen im Rathausinnenhof: Zum ersten Mai, dem "Tag der Arbeit", versammelten sich zahlreiche Protestler zu den traditionsreichen Kundgebungen. [Fotos: König]
„Der erste Mai ist ein Feiertag – aber kein stiller“, bekannte Markus Lewe, Münsters Oberbürgermeister: Und in der Tat füllte sich am Samstagmittag, erster Mai, der Rathausinnenhof mit Gewerkschaftern und Demonstranten, die der traditionellen Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) lauschen wollten.
Beschäftigung und Sozialpolitik, das sind am Tag der Arbeit naturgemäß die Hauptthemen der Redner. Heinz Rittermeier, DGB-Regionsvorstand für das Münsterland, stellte die Veranstaltung unter das Motto „Wir gehen vor“: Er verlangte von der Regierung „gute Arbeit, gerechte Löhne und einen starken Sozialstaat.“
Gegen die Diskriminierung der Arbeitslosen
„Wir müssen dem amerikanischen Raubtier-Kapitalismus die Zähne ziehen“, verkündete Rittermeier ganz nach Art des Karl-Marx-Plakats im Hintergrund. Die Verursacher der Bankenkrise sollten zur Rechenschaft gezogen werden und die Diskriminierung der Arbeitslosen, sie müsse endlich aufhören: „Ich empfehle Herrn Westerwelle selber für ein paar Monate unter Hartz IV-Bedingungen zu leben“, bemerkte er.

Starke Worte am ersten Mai: OB Markus Lewe (l.) unterstützte den DGB-Kreisvorsitzenden Peter Mai (r.) am Rednerpult.
Auch Lewe setzte auf „ganzheitliche Offenheit“, vor allem gegenüber ausländischen Mitbewohnern. Trotz aller Krisen sehe er aber auch die positiven Entwicklungen: „In Münster geht es uns im Vergleich zu anderen Städten sehr gut“, befand er. Obwohl viele deutsche Kommunen fallende Einwohner- und Arbeitsmarkt-Tendenzen verzeichneten, sei und bleibe das Münsterland stark.
Gespräche am Bierwagen
Peter Mai, Moderator der Veranstaltung und Münsters DGB-Kreisvorsitzender, legte über die politischen Inhalte hinaus auch Wert auf „heimeliges Flair“: Biertische, Kuchenbuffets und Getränkestände haben die Interessierten bei strahlendem Sonnenschein dazu eingeladen, sich mit den gewerkschaftlichen Forderungen zu beschäftigen.
„Fest für Jung und Alt“
Die Mischung aus Tagespolitik und Unterhaltung solle den ersten Mai zu einem „Fest für Jung und Alt“ machen, meinte Mai. So umfasste das Programm auch zwei Live-Auftritte und eine Trommel-Choreografie. Im Rücken der Gastredner vergnügten sich die jüngeren Besucher auf der Hüpfburg, während zu ihrer Linken ein Banner mit dem Gesicht Che Guevaras wehte.
Ulf König
- [14.05.2010 | CKR]
Schon vor der offiziellen Eröffnung des Eurocityfestes 2010 am Freitagnachmittag, 14. Mai, schlenderten zahlreiche Menschen durch Münsters Innenstadt: Dort erwartet sie an diesem Wochenende ein vielfältiges, vor allem phonstarkes Stadtfest-Programm. Oberbürgermeister Markus Lewe und Mitorganisator Steffi Stephan stimmten das Publikum auf eine „rauschende Feier“ ein.
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An Münsters längster Tafel gibt's 6000 Schnittchen: Die Stadt und die Kaufleute bitten zum Hansemahl[07.05.2010 | ECHO/HDT]Keine Schnitte zu haben, diese Sorge muss am Samstag, 29. Mai, auf Münsters Prinzipalmarkt keiner haben, wenn zwischen Rathaus und Lamberti wieder der rote Teppich ausgerollt und die 100 Meter lange Hansetafel gedeckt wird.
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



