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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Stattwurst für die Kommunikationspanne der Verwaltungsspitze

Featurebild: Stattwurst

Innerhalb von nur 24 Stunden mussten Münsters Kommunalpolitiker jetzt über das Erlassen von Gewerbesteuern bei Sanierungsgewinnen befinden: Stattwurst für die Kommunikationspanne im Rathaus. [Fotomontage: Wladimir Ruf ]

[02.05.2010 | Münster | HDT]

Sie ist beileibe keine Scharfmacherin. Auch niemand, der die Verwaltung ohne triftigen Grund kritisieren würde. Doch wenn schon Carola Möllemann-Appelhoff, die Liberale,  in  öffentlichen Diskussionen das „enttäuschende“, „wenig stilbildende“ Procedere moniert, dann muss etwas gewaltig schief gelaufen sein. Sonst hätte die FDP-Frau nicht solche pointierten Formulierungen gewählt.

Was war geschehen? Eine Informationspanne ersten Grades. Innerhalb von 24 Stunden mussten Münsters Abgeordnete während der vergangenen Woche bestimmen, ob sie dem finanziell angeschlagenen Karstadt-Konzern mit  hiesiger Filiale die Steuern auf so genannte Sanierungsgewinne in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro erlassen. So wurden die Parteien am Dienstag offiziell über den Vorstoß des Insolvenzverwalters aufgeklärt,  aber bereits am Mittwochabend sollten sie die weiteren Schritte definitiv entscheiden.  Denn am 24. Mai  enden Fristen in der Sache -  und die nächste Ratssitzung, sie findet nicht vor Mitte Juni statt.

Vertrauensvolle Runde

Dabei lag die betreffende Anfrage, wie sich während der jüngsten Sitzung schnell herausstellte, seit Monaten  in den Amtsstuben auf dem Tisch. Im Februar, konnte man hören, soll das Schreiben eingegangen, dann Anfang April mit der Bitte um notwendige Gremienbeschlüsse erhärtet worden sein.

Zeit, die durchaus hätte genutzt werden können, um das Thema mit den finanzpolitischen Fachleuten in einer vertrauensvollen Runde offen zu bereden. Zeit, die überdies sinnvoll gewesen wäre, um mit Parlamentariern aus anderen, die gleiche Problematik erörternden Städten den Meinungsaustausch zu suchen. Kein Wunder daher, dass die Sprecher der größeren Fraktionen – abgesehen von der CDU – die Überrumpelung heftig kritisierten.

Man habe anfangs, rechtfertigte Dezernentin Helga Bickeböller den plötzlichen Termindruck, die aktuelle Entwicklung des Insolvenzverfahrens beobachten wollen, habe zudem – wie sonst üblich - auf die Benachrichtigung des örtlichen Betriebsfinanzamtes gewartet. Diese Mitteilung sei allerdings ausgeblieben. Warum jedoch die Post aus dem Unternehmen nicht früher weiter gereicht wurde, hierzu erhielten Möllemann-Appelhoff und Kollegenschar keine schlüssigen Auskünfte. Auch der Hinweis auf die Erkrankung eines wichtigen Mitarbeiters der Kämmerei vermochte die Frage nur unzureichend beantworten.

Prinzip Verantwortungsgemeinschaft

Okay – dass Dinge im Eifer des Geschäfts übersehen werden, kann passieren. Aber: 1,2 Millionen Euro Steuer-Verzicht angesichts einer ohnehin kniffligen Materie sind kein Pappenstiel. Und zweitens: Eine Administration, die bekanntermaßen das Prinzip der "Verantwortungsgemeinschaft" propagiert, darf sich derart peinliche Kommunikationsfehler nicht erlauben. Wir sagen deshalb: Stattwurst!

Wolfgang Halberscheidt

  • Rollschuh-Show Nistorov
    [16.05.2010 | ECHO]

    Am Pfingstsamstag, 22. Mai, weht Zirkusluft durch Karstadt Münster: Artisten des Zirkus Charles Knie, der vom 20. bis 30. Mai auf dem Hindenburgplatz gastiert, zeigen auf einer Aktionsfläche in der dritten Etage ihr Können. Verlost werden zudem Eintrittskarten für das bunte Showprogramm im Festzelt.

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  • Müll
    [09.05.2010 | LUH]

    Was braucht man, um mehr als eineinhalb Jahrtausende in ein Szenario der Vergangenheit zu reisen? Richtig: 600 Jugendliche aus Münster, einen ordentlichen See und den 1. Mai. Und schon sieht es nach ein paar Stunden so aus, wie weiland die römischen Geschichtsschreiber ihre Stadt nach der sprichwörtlichen Plünderung der Vandalen vorgefunden haben.

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  • Karstadt Münster
    [04.05.2010 | CKR]

    Als „angespannt, aber gefasst“ beschreibt Karstadt Münster-Chef Thomas du Buy die Stimmung seiner Belegschaft. Zusammen mit dem stellvertretenden Betriebsratschef Burkhard Langhorst und einer Ver.di-Vertreterin hat er am Dienstag, 4. Mai, die 150 Beschäftigten in einer Versammlung über den aktuellen Stand der Verhandlungen über die insolvente Warenhauskette informiert.

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  • Karstadt-Filiale Münster
    [26.04.2010 | CKR]

    Sollte der angeschlagene Karstadt-Konzern von dem Finanzinvestor Triton übernommen werden, könnten 4.000 Stellen gestrichen werden – so kündigen es aktuelle Medienberichte an. Münsters Filialgeschäftsführer Thomas du Buy bringt diese Meldung nicht aus der Fassung: „Noch wissen wir ja gar nicht, was passieren wird“, erklärt er im Gespräch mit echo-muenster.de.
     

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  • Stattwurst
    [18.04.2010 | LUH]

    Es kommt in unseren Zeiten mittlerweile so oft vor, und doch ärgert es jedesmal wieder maßlos: Nur weil eine Minderheit sich benimmt wie eine offene Hose, müssten alle anderen, die sich ordentlich benommen haben, darunter leiden. Stichwort Sippenhaft. Nun hat es auch den Flohmarkt erwischt.

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