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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Hundertschaft der Polizei beendet Trinkgelage mit 600 Jugendlichen am 1. Mai in Hiltrup

Featurebild: Polizei

1. Mai-Auswüchse: Mit Hilfe einer Hundertschaft wurde das Trinkgelage von rund 600 Jugendlichen am Hiltruper See kurzerhand aufgelöst. [Foto: Pixelio/Tommy S]

[02.05.2010 | Münster | ECHO]

Ein unkontrolliertes Trinkgelage am 1. Mai ließ die Polizei häufiger zum Hiltruper See ausrücken, bis schließlich die Party mit Hilfe einer Hundertschaft aufgelöst wurde. Rund 600 Leute hatten sich hier versammelt. Bereits am Nachmittag musste mehrmals ein Rettungswagen dorthin entsandt werden, um offiziellen Angaben zufolge völlig betrunkene Minderjährige zu versorgen.

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, wurde gegen 17.30 Uhr dann eine größere Schlägerei gemeldet. Die hinzu gerufenen Beamten konnten zunächst erfolgreich einschreiten, meldeten aber hernach eine stets anwachsende Zahl alkoholisierter Jugendlicher. Im weiteren Verlauf schließlich mussten immer öfter Streifenwagen mit dem gleichen Einsatzziel losgeschickt werden, galt es doch, neue Auseinandersetzungen zu schlichten.

Wachsender Promillepegel

Der gestiegene Promillepegel verstärkte das inzwischen hohe Aggressionspotenzial der Feiernden erheblich, so dass kurzfristig entschieden wurde, mit Hilfe einer Hundertschaft die Spontan-Fete aufzulösen. Das geschah u.a. in Form von Platzverweisen und Räumung des Veranstaltungsortes. Über Lautsprecher wurde das Treffen vorab als beendet erklärt.

Die meisten Teilnehmer verließen angesichts der plötzlichen Präsenz der Ordnungshüter rasch das Gelände, einige Unbelehrbare kamen den Weisungen aber nicht nach. Es wurden Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt. Sechs Unentwegte landeten am Ende auf der Wache. Gegen 21.15 Uhr kehrte Ruhe ein. "Ein Schlachtfeld voller Unrat", kommentierte einer der Einsatzleiter die Szenerie, "so etwas habe ich noch nie gesehen."

Ansonsten ereigneten sich über das Wochenende die üblichen anlassbezogenen Vorkommnisse. Von insgesamt 374 (367, die Werte des Vorjahres) Alarmierungen entfielen 26 (28) auf Körperverletzungen, 22 (18) randalierenden Personen musste Einhalt geboten werden, es gab überdies 7 (15) Sachbeschädigungen und 62 (46) Ruhestörungen. Die sonstigen Straftaten schlugen mit 25 (32) zu Buche.

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