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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Verlängerung mit Signalwirkung: Jelinkova bis 2012 beim USC

Michaela Jelinkova

Bleibt zwei weitere Jahre am Berg Fidel: Die USC-Zuspielerin und tschechische Internationale, Michaela Jelinkova (r.), fühlt sich rundum wohl in Münster. [Foto: Hackmann]

[06.05.2010 | Münster | LUH]

Volleyball Bundesligist  USC Münster hat 54 Stunden vor dem Saisonfinale am Samstag (18 Uhr) am Berg Fidel gegen Meisterschaftsaspirant 1. VC Wiesbaden eine eminent wichtige Personalie geklärt. Michaela Jelinkova, Zuspielerin der tschechischen Nationalmannschaft, hat ihren Vertrag bei den Unabhängigen um zwei Jahre bis Mitte 2012 verlängert.

Büring: "Wunschkandidatin"

Am Donnerstagmittag setzte die 24-Jährige Leistungsträgerin in der USC-Geschäftsstelle die Unterschrift unter den neuen Kontrakt. „Ich bin richtig froh“, gestand die Regisseurin. Ein Satz den nicht nur der USC-Vizepräsident Sport, Jürgen Schulz, sondern auch Trainer Axel Büring aus ihrer Sicht voll unterschreiben. Denn die weitere Zusammenarbeit mit der Klasse-Regisseurin, die im Oktober 2009 nach Münster kam, ist nicht nur einfach irgendeine Vertragsverlängerung. Sie kann durchaus als ein Fakt mit Signalwirkung gelten. „Abgesehen davon, dass Micha unsere Wunschkandidatin war, sagt das auch etwas über unsere sportlichen Perspektiven aus. Und über die Qualität, die der Standpunkt Münster und der USC mit seinem Umfeld für international erfahrene Spielerinnen hat“, findet Büring.

Verhandlungsposition verbessert

In der Tat darf als gesichert gelten, dass Jelinkovas Verlängerung auch für andere Leistungsträgerinnen im USC-Kader Wirkung zeigen wird. Beispielsweise für Nationalspielerin Maren Brinker, oder Barbara Degi, die zuletzt bereits andeutete, entgegen vorheriger Überlegungen doch noch weiter zu machen bei den Unabhängigen. Zudem werden wohl auch externe Akteurinnen die Personalie Jelinkova zur Kenntnis nehmen. Was Schulz und Büring in die Lage versetzt, auch mit Hochkarätern Verhandlungen aufzunehmen. Klar scheint, dass der Etat des USC für die Erstligamannschaft in der kommenden Saison nochmal aufgestockt werden kann.

"Kann mich hier weiter entwickeln"

Jelinkova machte am Donnerstag einen sehr entspannten Eindruck. „Ich war sehr zufrieden mit dieser Saison“, sagt die 186 Zentimeter lange Athletin, für die ein spezielles Kriterium im Vordergrund steht: „Mit Axel Büring als Trainer kann ich mich weiter entwickeln. Heutzutage gibt es viele Trainer, gerade in Spitzenteams, die nur fertige Spielerinnen nehmen und daher nichts mehr beibringen. Ich bin noch nicht fertig mit lernen. Daher bin ich froh, einen Coach wie Axel gefunden zu haben.“ Zudem gesteht die Zuspielerin, die bereits fünf Jahre in der ersten franzöischen Liga absolvierte: „Ich bin ohnehin kein Fan von Wechselstress im Sommer. Ich werde im Herbst die WM in Japan mit Tschechien spielen, danach mag ich mich nicht schon wieder in eine völlig neue Umgebung und Mannschaft eingliedern. Daher die zwei Jahre!“

Schnitzler wird Top-Sponsor

Vor dem Hintergrund dieser ersten Verlängerung im USC-Kader passt es, dass Geschäftsführer Detlef von Delft am Donnerstag auch einen neuen Partner aus der Wirtschaft vorstellen konnte. Das Modehaus Schnitzler vom Prinzipalmarkt steigt ab kommender Saison als Top-Sponsor, also direkt unter dem Niveau der Premium-Sponsoren, beim USC ein. Von Delft: „Schnitzler hat in Münster Tradition. Genau wie der USC. Zudem ist man dort vor allem vom Internat angetan.“ Für die Unabhängigen könnte es mit guten Meldungen ruhig so weiter gehen.

Lutz Hackmann

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