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„Wir haben uns professionell verhalten“: Polizeipräsident Hubert Wimber über den umstrittenen Einsatz am Hiltruper See

Mit einer Hundertschaft hat die münstersche Polizei am 1. Mai eine Party am Hiltruper See aufgelöst - und steht seitdem in der Kritik der Öffentlichkeit. [Foto: Pixelio/Bachert]
600 Jugendliche, viel Hochprozentiges und noch mehr Müll: Am ersten Mai löste eine Hundertschaft der Polizei das Trinkgelage rund um den Hiltruper See auf – und steht seitdem wegen unangemessener Härte in der Kritik. Nun zeigt Polizeipräsident Hubert Wimber einen Videomitschnitt dessen, was vor Ort geschah.
„Es ist nicht normal, exklusives Beweismaterial der Presse zu zeigen, bevor wir es der Staatsanwaltschaft übergeben“, betont der Behördenchef, bevor er am Gerät die Wiedergabe startet. Aber im Präsidium am Friesenring will man den Anschuldigungen gezielt entgegen treten. Zu sehen auf dem Band sind neben deutlich angetrunkenen Heranwachsenden, ausgestreckten Mittelfingern und heruntergelassenen Hosen auch Beamte, die sich innerhalb der Masse bewegen.
Unmittelbarer Zwang
„Mit gutem Recht“, wie Wimber (Foto rechts) klarstellt. Die Situation sei schon seit etwa 15.30 Uhr eskaliert, Feuerwehr und Ordnungsamt hätten die Lage vor Ort beobachtet. Mit Eintreffen der Hundertschaft gegen 20 Uhr wären die Feiernden per Lautsprecher mehrfach angehalten worden, das Areal zu verlassen. „Es handelte sich um einen Verwaltungsakt, den die Einsatzgruppe mit unmittelbarem Zwang durchsetzen durfte“, erläutert der Behördenchef.
Duldsam vorgegangen
„Unmittelbarer Zwang“, das bedeutet im Amtsdeutsch „körperliche Gewalt“. Doch seine Leute seien „sehr duldsam“ vorgegangen, entschärft Wimber: „Während des gesamten Einsatzes wurde nicht ein Schlagstock gezückt.“ Sich den Weisungen widersetzende und handgreiflich werdende Halbstarke zurückzuhalten, das sei das Minimum gewesen.
Nichts zu verbergen
„Wir haben nichts zu verbergen, weil wir uns professionell verhalten haben“, lautet daher Wimbers Fazit. Die zwei Beschwerden, die bisher bei ihm eingegangen sind, habe er zusammen mit dem 45 Minuten Videomaterial an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet – das Verfahren läuft bereits. „Dafür haben wir ja einen Rechtsstaat,“ meint er ruhigen Gewissens.
Wimbers Einschätzung für die Zukunft: Polizeieinsatz hin oder her, derartige Maibummel seien direkt zu verbieten. Denn laut Gesetzgeber ist öffentliches Grillen und Campieren an Wasserschutzgebieten wie dem Hiltruper See ohnehin untersagt. Das „Schlachtfeld“, das die 600 Angetrunkenen hinterließen, erwähnt er erst gar nicht.
Ulf König
[10.05.2010 | ECHO]Durch unsichere Fahrweise machte sich der Mann verdächtig: Am Sonntagmorgen, 9. Mai, gegen 4 Uhr früh fiel einer Streifenwagenbesatzung an der Kristiansandstraße ein PKW auf, dessen Fahrer offenbar Probleme hatte, dem Straßenverlauf zu folgen. Oder anders: Die Schlangenlinien waren nicht zu übersehen.
Die Ampel an der Brüningheide/Westhoffstraße wechselte von „Grün“ auf
[09.05.2010 | LUH]Was braucht man, um mehr als eineinhalb Jahrtausende in ein Szenario der Vergangenheit zu reisen? Richtig: 600 Jugendliche aus Münster, einen ordentlichen See und den 1. Mai. Und schon sieht es nach ein paar Stunden so aus, wie weiland die römischen Geschichtsschreiber ihre Stadt nach der sprichwörtlichen Plünderung der Vandalen vorgefunden haben.
[08.05.2010 | ECHO]Am Samstag, gegen 00.50 Uhr, war ein 36-jähriger Taxifahrer auf der Voßgasse in Richtung Bült unterwegs. Als er den Kreuzungsbereich Hörster Straße/Alter Fischmarkt passierte, kreuzte plötzlich ein Radler seine Spur. Trotz eingeleiteter Vollbremsung prallte der 18-Jährige gegen die PKW-Front, wurde sodann auf die Motorhaube geschleudert und stürzte anschließend auf die Straße.
[06.05.2010 | ECHO/HDT]Unfallflucht einerseits, Trunkenheitsfahrt andererseits: Am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr befand sich ein 30-Jähriger mit einem Bagger auf der Straße Alter Mühlenweg. Kurz vor der Einmündung in die Straße Auf der Laer kam dem Mann ein Kleinbus entgegen, dessen Chauffeur den Wagen entlang des Mittelstreifen bewegte.
- [06.05.2010 | CKR]
Es ist nicht die erste Anstrengung, die die Polizei gegen Münster Kriminalitätsproblem Nummer eins, den Fahrraddiebstahl, unternimmt: Mit einer Kampagne unter dem Motto „Meins bleibt meins!“ wirbt sie jetzt für eine flächendeckende Registrierung möglichst vieler der schätzungsweise 700.000 Leezen, die in Deutschlands Fahrradhauptstadt unterwegs sind.
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