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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Teil 2: CDU-Mann wollte Gysi-Plakat vor weiteren Rowdys bewahren ...

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[07.05.2010 | HDT]

Alles ist aufgeklärt: Plakatfrevel? Nein – vielmehr war es der Versuch, das auf dem Boden dümpelnde Transparent nicht weiter kaputt trampeln zu lassen. Aber lesen Sie selbst.

Als Christoph Brands, Geschäftsführer der Union, am Freitagmorgen seine E-Mails checkte, ließ ihn die Nachricht nicht ruhen. Kaum hatte er nämlich erfahren, dass nach Darstellung der beiden Linken Rüdiger Sagel und Dirk Habermann ein „hochrangiges Mitglied des CDU-Kreisverbandes“ dabei erwischt worden sein soll, wie es sich auf der Windthorststraße an einem Veranstaltungshinweis für Gregor Gysi vergriff, ging er der Angelegenheit nach. Immerhin existierte ja eine eidesstattliche Versicherung des Augenzeugen, und außerdem verlangte das Duo Sagel/Habermann eine rasche Erklärung - plus Entschuldigung.  

Nach wenigen Telefonaten hatte der Büro-Leiter die Sache schon rekonstruiert – doch mit einer völlig überraschenden Wendung: Demnach hielt der Parteifreund an jenem Morgen das Poster tatsächlich in den Händen. Allerdings nicht, um es zu beschädigen, sondern um es vor neuem Rowdytum zu beschützen. 

Leezen-Chaos

„Mein Kollege“, erzählte Brands den Vorfall daraufhin aus seiner Sicht, „entdeckte die bereits demolierte Werbetafel mitten in der Fußgängerzone. Da flog sie zwischen Rädern herum, die kreuz und quer verstreut lagen. Weil ihn dies ziemlich ärgerte, hob er die Leezen auf – und schob auch das arg ramponierte Schild wieder an den richtigen Platz. Was vielleicht von weitem nach Verschandeln aussah“, nahm der Sprecher den Vorfall am Ende eher von der lustigen Seite, „war letztlich genau das Gegenteil.“ Und löblich obendrein: Da strich doch wahrlich ein Christdemokrat das Konterfei des politischen Kontrahenten glatt! 

Später griff Brands dann zum Hörer, teilte das Ergebnis der internen Recherchen offiziell  den Linken mit, die den Vorgang ihrerseits schnell als erledigt betrachteten. Passiert eben nicht so häufig, dass jemand aus dem konservativ-bürgerlichen Lager derart pfleglich mit ihnen umspringt …

Wolfgang Halberscheidt

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