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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Wahlkampf-Bilanz - Münsters FDP-Chef Bahr lobt seine Kandidaten: "Auf die darf man richtig stolz sein!"

FDP-Chef Bahr und Landtagskandidaten

Münsters FDP-Chef Daniel Bahr (2.v.l) war zusammen mit Petra Pabst (l.), Christoph Jauch und Hans Varnhagen (r.) im Wahlkampfeinsatz.. [Foto: PD]

[07.05.2010 | Münster | HDT]

Man merkte es ihm an: Mit der Art der Einlasskontrollen, durch die interessierten Gästen bei der Kundgebung mit Guido Westerwelle der Zutritt zur Halle Münsterland teilweise verwehrt wurde, zeigte sich Münsters FDP-Chef Daniel Bahr nicht ganz zufrieden. „Darüber wird intern noch zu reden sein!", betonte er beim Wahlkampf-Resümee.

So hätten selbst einige Parteimitglieder bzw. Sympathisanten bisweilen draußen bleiben müssen – „zweifellos bedauerlich“, erklärte der Liberale. „Die Verantwortung lag  allerdings nicht bei uns“, fügte er rasch hinzu. Andererseits seien bei den Durchsuchungen des Sicherheitspersonals etliche Reizgas-Dosen, Golfbälle oder sogar Messer gefunden worden – „Beleg dafür, wie notwendig letztlich die intensiven Überprüfungen waren.“

Prominente Redner

Dennoch: „Unterm Strich verbuchten wir erfreulich stark frequentierte Veranstaltungen“ - etwa jene mit dem früheren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement, einst SPD. Darüber hinaus habe man mit dem Außen- sowie dem Gesundheitsminister zwei prominente Redner aufgeboten, die für beachtliche Publikumsresonanz sorgten. 

Ein besonderes Lob galt den hiesigen Landtagskandidaten Petra Pabst und Christoph Jauch ob deren engagierten Einsatzes. „Auf beide“, Bahr schaute anerkennend zu den Tischnachbarn herüber, „darf man richtig stolz sein. Die legten sich ins Zeug, obwohl Chancen auf einen Sitz im Parlament eher gering sind.“   

"Positive Erfahrungen"

Vor Wochen, er verhehlte es nicht, seien die Freien Demokraten insgesamt „etwas  schwerfällig“ gestartet, „spätestens aber nach Ostern entwickelte sich die Stimmung  immer besser - zu unseren Gunsten." Was die beiden Bewerber vollauf bestätigten: Bei den Podiumsdiskussionen beispielsweise oder an den Info-Ständen habe er „sehr positive Erfahrungen“ sammeln dürfen, betonte Jauch.

Das Gewinner-Thema schlechthin: die Bildungspolitik. „Sozialdemokraten und Grüne sind da bei der Forderung nach einer Schule für Alle ziemlich herum geeiert. Wir hingegen“, berichtete Pabst stolz, „konnten deutlich punkten.“ Ihren speziellen Dank richtete sie an das „engagierte Team vor Ort“ für tatkräftige Unterstützung:  „Insofern - da bin ich mir absolut sicher - schaffen wir ein gutes Ergebnis.“

Gefälschte Flyer

„Schwierig diesmal, Prozentzahlen zu nennen, angesichts der schwankenden Umfrageresultate“, bekannte Bahr, der Profi, freimütig. Doch dann wagte er trotzdem eine kleine Prognose: "Am  Ende“ - das Statement klang selbstbewusst - „gibt’s für uns noch den Swing nach vorn.“ Negative Eindrücke? „Unangenehm aufgefallen“, sinnierte der Parlamentarische Staatssekretär, „ist mir die unglaubliche Aggressivität, die uns gelegentlich von politisch Andersdenkenden entgegen schlug“ – und erinnerte an gefälschte Flyer, die gezielt in Umlauf gebracht wurden.  

Und dass Jürgen Rüttgers die Spekulationen um Schwarz-Grün anfangs nicht vehementer zurückgewiesen habe, empfand der 33-Jährige als eher „unglücklich“. Mittlerweile sei die Perspektive ziemlich klar: Die Koalition aus CDU/FDP müsse einfach den 2005 begonnenen Weg fortsetzen. „Damit wir weiterhin Erfolg haben.“

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