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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Im Zuschauerstrom der aktuellen Spielzeit: Wolfgang Borchert Theater auf Erfolgskurs

Szene aus "Non(n)sens"

Einer der Kassenschlager in der aktuellen Spielzeit am Wolfgang Borchert Theater: Das "himmlische" Musical "Non(n)sens". [Fotos: WBT]

[11.05.2010 | Münster | ECHO]

Gut zweieinhalb Monate vor Ende der aktuellen Spielzeit zieht das Wolfgang Borchert Theater jetzt sein (Rekord-)Ergebnis der vergangenen Saison: Hatten in der Spielzeit 2008/09 noch 18.845 Zuschauer 253 Vorstellungen besucht und für eine Auslastung von 76,5 Prozent gesorgt, so kamen in der laufenden Saison bereits 19.335 Besucher in 234 Veranstaltungen im WBT.

Die Auslastung liegt bei 85,4 Prozent, im Mai wird der 20.000te Gast erwartet. Zahlenmäßig erfolgreichste Produktionen sind drei Neuinszenierungen: das himmlische Musical „Non(n)sens)“, das Schmitt-Schauspiel „Der Besucher“ und das Kinderstück „Eine Woche voller Samstage“, das allerdings nicht mehr im Programm ist. „Blind Date III“, die poetisch-theatrale Reise durch Münster, ist begehrt wie nie: Sechs der acht Vorstellungen sind bereits einen Monat vor der Premiere am 4. Juni ausverkauft, nur noch wenige Restkarten sind übrig.

Die Grönholm Methode

In den vier Spielzeiten unter der Intendanz von Meinhard Zanger (Foto rechts) kamen insgesamt 68.841 Zuschauer zu 1.059 Veranstaltungen. Die Gesamtauslastung von anfänglich 49,2 Prozent konnte auf 69,1 Prozent gesteigert werden. „Die Grönholm Methode“, „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“ und „Kleine Eheverbrechen“ bilden nach Anzahl der Zuschauer die “Top 3“ des Repertoires.

Schmitt-Festival 2010

Neben den sieben Neuproduktionen blickt das Haus auch auf sein erfolgreiches, europaweit einziges Schmitt-Festival 2010 im März zurück, das das WBT anlässlich des 50. Geburtstages von Éric-Emmanuel Schmitt veranstaltete. Vier der fünf Inszenierungen seiner Stücke waren zu sehen, Schmitt selbst begegnete dem münsterschen Publikum im Rahmen einer Matinee, die binnen kürzester Zeit ausgebucht war. Seit 2006/07 gehören die Werke des französischen Dramatikers zum festen Bestandteil des WBT-Spielplans.

Deutschsprachige Erstaufführung

Im Rahmen der Matinee lasen Schauspieler des Ensembles sein neuestes Stück „Kiki van Beethoven“. Darin geht es um eine Frau, in der Seniorenresidenz “Zum Fliederbusch“ zuhause, die auf einer Parkbank in Paris auf einen jungen Outlaw trifft. Aus dieser Begegnung entwickelt sich eine schmerzvolle, aber auch schwungvolle Reise zum eigenen Ich und in die wunderbare Welt der Musik von Beethoven. Wenige Tage nach Ende des Festivals erteilte Schmitt dem WBT die Aufführungsrechte für die deutschsprachige Erstaufführung. Die Premiere von Meinhard Zangers Inszenierung findet Anfang Dezember 2010 statt.

Verbesserter Besucher-Service

Acht Neuproduktionen und zwölf Stücke des Repertoires werden in Zangers fünfter Saison am WBT zu sehen sein. Zur Spielzeit-Eröffnung 2010/11 am Freitag, 17. September inszeniert Monika Hess-Zanger Ödön von Horváths “kleinen Totentanz“ „Glaube Liebe Hoffnung“. Nora Düding schlüpft in die Rolle der jungen Elisabeth, als “wandelnde Ich-AG, die in einem Teufelskreis von Armut und Kriminalität steckt“, wie die Regisseurin erklärt. Der komplette Spielplan wird Ende Mai veröffentlicht. Auch der Besucher-Service soll weiterhin verbessert werden: Ab September können Karten auch direkt via Internet gekauft und zu Hause ausgedruckt werden. Der Probelauf zum neuen Ticketing geht im Juni an den Start.

Archiv

Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar: