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Großeinsatz in Roxel: Schüler versprühen Reizgas – 51 Kinder verletzt

Wegen eines Reizgas-Anschlages in der Droste-Hauptschule in Münster Roxel ist die Feuerwehr am Dienstagmorgen zum Einsatz ausgerückt. [Foto: Halberscheidt]
Weil mehrere Jungen Reizgas in den Fluren der Droste-Hauptschule versprüht hatten, rückten am Dienstag, 10.50 Uhr, 20 Feuer- und Rettungsfahrzeuge mit rund 60 Einsatzkräften der Feuerwehr und der städtischen Hilfsorganisationen zu einem Einsatz nach Münster Roxel aus. 51 Kinder und Jugendliche wurden verletzt, sechs von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Zusätzlich zur Alarmierung von Feuerwehr und und Rettungsdienst wurden die Krankenhäuser über die mögliche Anzahl der Verletzten informiert. Unmittelbar stellten die Kliniken eine größere Anzahl von Versorgungsplätzen zur Verfügung. Bei Ankunft der Einsatzkräfte war bereits eine große Anzahl von Schülern ins Freie und zu einer Sammelstelle geführt worden. Weitere Räume der Hauptschule sowie der Realschule wurden aus Sicherheitsgründen ebenfalls evakuiert.
Unwohlsein, Atemnot und juckende Augen
45 Schüler wurden in der Sporthalle des Schulzentrums von Notärzten betreut: Sie klagten über Unwohlsein, Atemnot und juckende Augen. Die Eltern wurden benachrichtigt, um ihre Kinder abzuholen und deren Kleidung zu wechseln, um weitere Hautreizungen zu vermeiden. Diejenigen, die nicht betroffen waren, wurden vorübergehend in der hauseigenen Mensa untergebracht und von Lehrern wie Polizisten betreut. Auch drei Sozialarbeiter waren vor Ort, um die verängstigten Kinder zu versorgen.
Ruhige und zeitnahe Abwicklung
Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte die Feuerwehr bei dem Einsatz in Roxel mit drei Rettungswagen und einem Notarzt-Einsatzfahrzeug. Durch die enge Zusammenarbeit aller eingebundenen Kräfte – Lehrer, Hausmeister, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst – konnte der Einsatz „ruhig, besonnen und zeitnah abgewickelt werden“, bestätigt Polizeisprecherin Evelin Kösters.
Ermittlungen des Jugendkommissariats
Mehrere tatverdächtige Jungen werden derzeit von Beamten aus dem Jugendkommissariat vernommen. „Da das Gas nicht in den Klassenräumen, sondern auf dem Gang versprüht wurde, kann ein Unfall ausgeschlossen werden“, erklärt Kösters. Die Motive sind bislang unklar, die Ermittlungen dauern an.
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