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Ist die Familie im 21. Jahrhundert noch ein Ort regionalen Sprachgebrauchs?

Zwar braucht man in Norddeutschland eigentlich kein Wörterbuch, um einander zu verstehen. Aber die Unterschiede in den Dialekten sind derzeit Gegenstand eines Forschungsprojektes. [Foto: Pixelio/Morlok]
Um heraus zu finden, wie der Norden spricht, haben Projektgruppen der Universitäten Bielefeld, Frankfurt/Oder, Hamburg, Kiel, Potsdam und Münster im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Großprojektes "Sprachvariation in Norddeutschland" (SiN) zwei Jahre lang zusammen geforscht.
In 18 Regionen des gesamten norddeutschen Raums haben sie dabei umfangreiche Sprachdaten erhoben.
Konkreter Sprachgebrauch
Im Germanistischen Institut der Universität Münster untersuchen Pamela König, Jens Philipp Lanwer und Daniela Twilfer unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Macha den konkreten Sprachgebrauch in norddeutschen Familiengesprächen. Ziel der Forschungsgruppe ist es, "Sprachbewegungen" im Gesprächsverlauf, das heißt, das Hin und Her im Sprachgebrauch zwischen einerseits niederdeutschen Dialekten und andererseits hochdeutschbasierten, regionalen Umgangssprachen systematisch zu erfassen und zu beschreiben.
Erst regional, dann übergreifend
Im münsterschen Projekt wird untersucht, ob es zu Vermischungen zwischen niederdeutschen Dialekten einerseits und andererseits hochdeutschbasierten, regionalen Umgangssprachen kommt. Zum Anderen stellt sich die Frage, ob Bewegungen zwischen unterschiedlichen Sprachformen willkürlich erfolgen, oder bestimmte, eventuell auch konventionalisierte kommunikative Funktionen im Gesprächszusammenhang erfüllen. Im Anschluss an die zunächst regional ausgerichteten Analysen sollen die erarbeiteten Ergebnisse weiterführend einem überregionalen Vergleich unterzogen werden.
Ziel: Umfassenes Bild
Übergeordnetes Ziel der Forschungsarbeit ist es, in Kooperation mit den anderen Projektstandorten ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen Sprachsituation in Norddeutschland zu skizzieren und somit auch eine Kontrastfolie für zukünftige Untersuchungen der hiesigen Sprachverhältnisse zu schaffen. Der in Münster praktizierte, "sprachgebrauchsorientierte" Zugriff ist in diesem Gemeinschaftsunterfangen ein wichtiger Baustein. Die Untersuchung verspricht Aufschluss darüber zu geben, inwiefern die Familie im 21. Jahrhundert noch ein Ort regionalen Sprachgebrauchs ist und welche Bedeutung der Gebrauch lokal gebundener Sprachformen hier hat.
Zusatzinfos
[16.05.2010 | ECHO]Alle Seminarplätze im Pflichtmodul sind belegt und der Leistungsnachweis kann erst im nächsten Semester gemacht werden? Die Durchfallquote einer bestimmten Lehrveranstaltung ist auffällig hoch? Keine Ahnung, bei wem man sich da beschweren kann?
- [15.05.2010 | ECHO]
Das 2007 gemeinsam vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Münster und der Fakultät für Lehrerbildung der Universität Zagreb gegründete "Zentrum für Europäische Bildung" hat erfolgreich ein neues europäisches Projekt eingeworben.
[15.05.2010 | ECHO]Jörg Niemer hat etwas geschafft, was nur wenigen Autoren vergönnt ist beziehungsweise gelingt: Der promovierte Kunsthistoriker hat, wie die Leiterin des Universitäts-Archivs, Dr. Sabine Happ, betont, eine "echte Lücke" geschlossen.
[14.05.2010 | ECHO]Als ausgebildeter Sänger und Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Phoniatrie und Pädaudiologie erforscht Dr. Ken Roßlau derzeit in einer Studie mit Hilfe der Magnetoenzephalographie (MEG) die bei der Sprach- und Musikverarbeitung ablaufenden Prozesse im Gehirn.
[14.05.2010 | ECHO]Erneut gab es prominenten Besuch am Stand der Universität Münster beim Ökumenischen Kirchentag in München: Nach Erzbischof Robert Zollitsch informierte sich heute Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) dort.
Am Informationsstand des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität würdigte sie die Arbeit des Forschungsverbundes.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



