Benutzeranmeldung
Lebensmittel-Tester müssen die gleich Sensorik-Sprache sprechen

Das FH-Team: Prof. Dr. Guido Ritter, Anne Kochjohann, Dr. Thorsten Sander und Inga Reckmann. [Foto: PR]
„Positive Sinnesempfindungen, die mit körperlichem oder geistigem Wohlbefinden verbunden sind." Was Prof. Dr. Guido Ritter so trocken definiert, meint etwas, das scheinbar gar nicht zu definieren ist - den Genuss.
„Der eine findet den Jogurt zu fruchtig, für den anderen kann es gar nicht erdbeerig genug sein", weiß der Oecotrophologe am Institut für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft (iSuN) der Fachhochschule Münster.
Sinne trainieren
Und dennoch: „Unsere Sinne lassen sich sehr wohl so weit trainieren, dass Prüfer etwa im Auftrag der Lebensmittelindustrie nach festen Kriterien riechen, schmecken, betrachten und fühlen." Genuss werde somit standardisierbar. Deskriptive Sensorik heißt dieses Forschungsfeld, bei dem es eben nicht um persönliche Vorlieben, sondern um wissenschaftliche Standards geht. Wie speziell kleine und mittlere Unternehmen derart geschulte Nasen und Gaumen bei Qualitätskontrollen und der Entwicklung neuer Produkte einsetzen können, war jetzt Thema beim dritten „Praxisforum Nachhaltigkeit" des iSuN.
Objektive Urteile
22 Firmenvertreter erfuhren, dass „der Spagat zwischen individuellem Geschmack der Kunden und Produkteigenschaften, festgelegt durch das Unternehmen, gelingen kann", wie Ritter betonte. Hierbei leisteten Methoden der Oecotrophologie wertvolle Dienste. Ein Beispiel: der sogenannte In-Out-Test. „Eine sensorische Qualitätskontrolle", erklärte Inga Reckmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am iSuN. Prüfer bestimmen dabei, ob ein Produkt den Vorgaben entspricht. Im praktischen Teil des Forums, direkt im Sensoriklabor des Fachbereichs, verdeutlichte die Diplom-Oecotrophologin, wie wichtig es für objektive Urteile über ein Lebensmittel sei, dass alle Prüfpersonen „die gleiche Sprache sprechen und Intensitätsunterschiede verschiedener Produktmerkmale gleich bewerten".
Testergebnisse umsetzen
In weiteren Vorträgen widmeten sich Anne Kochjohann vom iSuN und Dr. Thorsten Sander, Lehrbeauftragter am Fachbereich Oecotrophologie und Inhaber des Marktforschungsinstituts Inspe-ct, den Fragen, wie Firmen die Sensorik in ihre Betriebsprozesse implementieren und Ergebnisse solcher Tests anschließend umsetzen können.
[14.05.2010 | ECHO]Veränderte Konsumgewohnheiten, Klimawandel, Wasserknappheit: Die Ernährungsbranche ist mit großen Herausforderungen konfrontiert. Wie sie ihnen begegnen kann, ist Thema einer „Zukunftswerkstatt".
Das Institut für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft (iSuN) an der Fachhochschule Münster lädt dazu am 16. September ein.
- [12.05.2010 | ECHO]
Eine Stadt ist nie fertig, sondern im Werden. Doch welche Zukunftspotentiale stecken in diesem Vorläufigen?
Dieser Frage widmet der Fachbereich Architektur, die Münster School of Architecture, eine ganze Reihe. „Stadtansichten" beleuchtet bereits seit 2004 einmal im Jahr immer wieder neue, aktuelle Themen der Architektur.
Sechs Vorträge
[10.05.2010 | ECHO]Wahrlich ein Auge fürs Detail hatte Jens Hildenhagen, als er im richtigen Moment auf den Auslöser seiner Kamera drückte.
Denn was der Physiker vom Laserzentrum der Fachhochschule Münster vor der Linse hatte, ist mit bloßen Augen gar nicht sichtbar.
Sieger beim Thema "Nano"
[07.05.2010 | ECHO]Wie funktioniert ein Laser? Was leisten diese Lichtstrahlen und wo werden sie eingesetzt? Um der Magie dieses besonderen Lichts ein weinig näher zu kommen, besuchten 22 Schülerinnen das Laserzentrum der Fachhochschule Münster.
[06.05.2010 | ECHO]Auch für Nicht-Studierende finden sich in den kommenden Tagen wieder interessante Angebote, zu denen die Hochschulen Münsteraner willkommen heißen.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



