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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Bezirksliga: Wacker siegt, Gelmer 0:2 im Spitzenspiel

Abbenhaus

Erwies mit seiner gelb-roten Karte der Mannschaft "einen Bärendienst", so GWG-Trainer Holger Nischk: Mittelfeldmann Malte Abbenhaus. [Fotos: Hackmann]

[16.05.2010 | Münster | LUH]

Zwei Spitzenduelle mit Münsteraner Beteiligung standen am vorletzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga auf dem Plan - für einen Sieg reichte es aber weder für Borussia Münster noch für GW Gelmer. Die Grün-Weißen unterlagen Spitzenreiter Borghorst mit 0:2, Borussia Münster zog beim Tabellenzweiten Burgsteinfurt mit 1:4 den Kürzeren. Damit fällt auch die Entscheidung im Titelkampf erst am letzten Spieltag.

Wacker Mecklenbeck hat den Aufwärtstrend der vergangenen Spiele fortgesetzt und bezwang daheim den 1.FC Nordwalde mit 2:1. Der SC Nienberge beendete seine Pleitenserie und sicherte sich gegen die Sportfreunde Lotte II beim 1:1 zumindest einen Zähler. 

 

SC Preußen Borghorst - GW Gelmer 2:0 (0:0)

Bei lediglich einem Punkt Vorsprung auf Verfolger Burgsteinfurt zählte für die Gastgeber im Kampf um die Meisterschaft nur ein Sieg. Doch der Spitzenreiter agierte im ersten Durchgang über weite Strecken ideenlos. „Borghorst hatte zwar die bessere Spielanlage, war aber insgesamt zu einfallslos“, sah GWG-Coach Holger Nischk seine Abwehrreihe selten in Verlegenheit. Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 55. Minute, als Malte Abbenhaus die Ampelkarte sah. „Damit hat er der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen“, nahm Nischk kein Blatt vor den Mund - auch deswegen nicht, weil er seinen „Sechser“ vorher zur Vorsicht aufgefordert hatte. In Überzahl bekamen die Gäste Oberwasser. Einen Abspielfehler von Robert Marxen nutzten sie schließlich in der 65. Minute zur 1:0-Führung. Wenig später war es erneut der gerade erst nach einer Rotsperre zurück ins Team gekehrte Marxen, der mit seiner zweiten unglücklichen Aktion den zweiten Gegentreffer einleitete (72.). „Nach dem 0:2 drohte ein Debakel“, sah Nischk seine Elf unter Dauerdruck gegen das offensivstärkste Team der Liga. Er stellte um und brachte mit Christian Schmelter und Markus Schürmann zwei Defensivakteure. So blieb es beim 0:2. „Diese Pleite war absolut unnötig“, grantelte Nischk nach der siebten Saisonniederlage.

 

SV Burgsteinfurt - Borussia Münster 4:1 (3:1)

Bis dato hatte die Borussia eine nahezu makellose Bilanz gegen die beiden Topteams der Liga aufzuweisen: Gegen Spitzenreiter Borghorst gab es einen Sieg in der Hinrunde und ein Remis vor drei Wochen zu verbuchen. Und auch Verfolger Burgsteinfurt wurde im Hinspiel deutlich mit 5:2 bezwungen. „Wir wollten heute eigentlich beweisen, dass diese Spiele keine Ausrutscher waren“, war Borussia-Coach Andrea Balderi nach dem Schlusspfiff daher auch etwas zerknirscht. In der Anfangsviertelstunde agierten beide Teams äußerst behutsam mit wenig Risiko. Doch die erste Chance reichte den Gästen schon zur Führung: Borussia-Keeper René Fürstenberg konnte einen Schuss nicht festhalten und der Wind tat seinen Teil dazu bei, dass der Ball zum 1:0 über die Linie trudelte (18.). Im Anschluss blieb der SVB am Drücker und erhöhte durch Treffer in der 33. und 39. Minute auf 3:0. „Wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen“, erkannte Balderi das Hauptproblem seiner Elf in dieser Phase.

Lediglich einigen guten Aktionen von Fürstenberg war es zu verdanken, dass die Tore vier und fünf nicht vielen. Kurz vor der Pause verkürzte der Tabellenvierte dann überraschend auf 1:3 (45.). Zico Hesse (Foto) stieg nach einem Freistoß von Dennis Hater am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf ins Netz. Das Trainerduo Balderi/Speer wechselte in der Pause gleich dreimal und wählte eine etwas defensivere Aufstellung für den zweiten Durchgang. „Aus dieser Ordnung heraus haben wir dann auch besser gespielt“, wertete Balderi. Torchancen für die Gäste blieben aber weiterhin eine Rarität. In der 85. Minute nutze der Tabellenzweite dann einen Konter zum 4:1-Endstand. „Das Ergebnis geht in Ordnung, aber der Verlauf der ersten Halbzeit nervt“, haderte Balderi mit dem Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten.


Wacker Mecklenbeck - 1.FC Nordwalde 2:1 (0:1)

In einer über weite Strecken einseitigen Partie gingen dennoch die abstiegsbedrohten Gäste nach einem Patzer von Wacker-Schlussmann Florian Müsker in Führung (31.). Und trotz deutlicher Überlegenheit der Gastgeber rettete der FCN den Vorsprung in die Kabine. Doch die Truppe von Wacker-Coach Costa Fetsch gab im zweiten Durchgang noch einmal Gas und drehte die Partie. Zunächst egalisierte Nils Möllers die Nordwalder Führung (55.), dann verwandelte Jan Stuhldreier einen Foulelfmeter zum 2:1-Siegtreffer (69.). Zuvor war Möllers im Sechzehner gelegt worden. „Wir waren über 90 Minuten in allen Belangen überlegen und haben daher absolut verdient gewonnen“, ließ Fetsch keinen Zweifel an der Richtigkeit des Ergebnisses aufkommen. Und dass Wacker die Saison im Niemandsland der Tabelle beenden wird, stört den Coach wenig: „Das ist das erste Mal, dass ich die letzten Spieltage der Saison ohne Abstiegssorgen erlebe - das ist ein tolles Gefühl“. 

 

SC Nienberge - VfL Sportfreunde Lotte II 1:1 (0:1)

Nach zuletzt fünf Pleiten in Folge mit einem Torverhältnis von 2:18 gab es für das Team von Uwe Pieper gegen den Tabellenfünften endlich wieder etwas Zählbares. Und dass, obwohl Lotte bereits nach nicht einmal 30 Sekunden in Führung ging. Ein langer Ball unmittelbar nach dem Anstoß genügte, um die SCN-Defensive auszuhebeln. Die Gastgeber ließen sich durch den denkbar schlechten Start jedoch nicht verunsichern und glichen in der 55. Minute verdientermaßen durch Jonas Fastenabend aus. „Wir haben ordentlich gespielt und uns gut verkauft - genau das habe ich von der Mannschaft gefordert“, war Pieper mit dem Auftritt seiner Elf rundum zufrieden.

NIL

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