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Der 1. FC Gievenbeck und die Aufstiegsrunde

FCG-Trainer Maik Weßels: Behält der Optimist Recht, oder müssen die Gievenbecker Nachsitzen im Kampf um einen Westfalenliga-Platz? [Foto: Austermann]
Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit hat Fußball-Landesligist 1. FC Gievenbeck nach den zwei Remis in Serie gegen die TSG Dülmen und gestern bei der SpVgg. Vreden den direkten Aufstieg in die Westfalenliga verspielt.
Denn auch wenn FCG-Trainer Maik Weßels noch davon ausgeht, in zwei Wochen Meister zu werden, so sehr ist das doch auch, oder in verstärktem Maße, dem Zweckoptimismus des Gievenbecker Übungsleiters zuzurechnen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Liga-Primus SV Dorsten-Hardt ausgerechnet gegen das schon abgestiegene Schlusslicht Vorwärts Wettringen am 30. Mai nicht gewinnt, konvergiert gegen null.
Tür ist nicht zu
Damit ist die Westfalenliga-Tür für die Münsteraner allerdings nicht zugeschlagen. Denn immerhin hat der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) noch eine Relegation – besser gesagt: Aufstiegsrunde – installiert, in der die Vizemeister der fünf Landesligen ein Ranking ausspielen, nach dem die Spielklasse im Bedarfsfall aufgestockt wird.
Wie diese Spielrunde nun aussieht, das nimmt momentan konkrete Formen an. Wie viele Landesliga-Vizemeister nun im kommenden Jahr die Westfalenliga entern können, ist abhängig von den nordrhein-westfälischen Abstiegen aus der 3. Bundesliga, der Regionalliga West und der NRW-Liga. Wobei es sich oben relativiert: Aus der 3. Liga steigen aus NRW Borussia Dortmund II und der Wuppertaler SV Borussia ab, aus der Regionalliga beschränkt es sich auf die Frage, ob die Düsseldorfer Reserve oder Schalke II „durchs Loch“ gehen. Da aus der Regionalliga also nur ein NRW-Klub in die NRW-Liga runter muss, bleibt es in dieser bei vier Absteigern. Nach augenblicklichem Stand sind das die SG Wattenscheid 09, die Hammer Spielvereinigung, der VfB Hüls und die TSG Sprockhövel. „Wäre es so, dass aus der Regionalliga mehr als ein NRW-Verein absteigen würde, dann würden aus der NRW-Liga fünf Klubs den Weg in die Westfalenliga antreten“, erklärt Gerd Rühlow, Leiter der Landesliga-Staffel 4, in der die fünf Münster-Vereine spielen. „In diesem Falle würde es gar keine Aufstiegsrunde der Landesliga-Zweiten geben.“
FCG kann planen
Dieses Szenario scheint ausgeschlossen, und so können die Gievenbecker schon einmal mit einer Saisonverlängerung planen. Bereits für den 3. Juni ist die Partie zwischen den Zweiten der Staffeln 4 (FCG) und 3 (TuS Hordel oder SW Wattenscheid 08) angesetzt. Der Sieger dieser Partie trifft im Spiel zwei am 6. Juni auf den Vize der Staffel 2 (SV Rothemühle oder TSV Weißtal). Zeitgleich wird der Sieger der Zweiten aus den Staffeln 1 und 5 ausgespielt, der dann am 10. Juni gegen den Gewinner aus Spiel zwei den Sieger der Aufstiegsrunde – und normalerweise einzigen Nachrückerplatz - ermittelt. Im Klartext: Schafft der FCG beim Saisonfinale den Sprung zurück auf Platz eins nicht, muss die Weßels-Elf drei (!) weitere Partien gewinnen, um sich doch noch für die Westfalenliga zu qualifizieren. So oder so: Ein dorniger Weg wird es für die Münsteraner ohnehin.
Lutz Hackmann
[06.07.2010 | TA]Rang zwei nach 800 Kilometern
[05.07.2010 | LUH]Gerade mal 25 Tage ist es her, dass Maik Weßels und seine Mannen ihr letztes Saisonspiel bestritten. In Herbern, dieses denkwürdige 3:2 gegen den TuS Eving-Lindenhorst, das dem 1. FC Gievenbeck den Aufstieg in die Westfalenliga bescherte. Daran erinnert sich Weßels auch gerne zurück.
[04.07.2010 | TA]RW Essen, aus der Regionalliga verbannter Traditionsverein, hat am Sonntag mit einem Fußballerkader das Training aufgenommen. Der noch nicht für die NRW-Liga zugelassenen Mannschaft gehört überraschend der Münsteraner Stephan Tantow (Foto l.) nicht an. Der beim Westfalenliga-Aufsteiger 1. FC Gievenbeck ausgeschiedene 20-Jährige ist bitter enttäuscht.
[29.06.2010 | TA]Diese D-Junioren trotzen dem Stress. Die zurzeit in der Westfalenmeisterschaft geforderten Fußballer der U 13 des SC Preußen haben am Dienstag den Kreispokal gewonnen. Die Auswahl von Trainer Andreas Schwan (Foto/Quelle: SCP) setzte sich beim Bezirksliga-Konkurrenten 1. FC Gievenbeck im Neunmeterschießen durch.
[28.06.2010 | TA]Nach dem Aufstieg ging es gleich in die Warteschleife. Dort verharrt Stephan Tantow, Rückhalt des Relegations-Königs 1. FC Gievenbeck, noch immer. Der 20 Jahre junge Keeper aber hat allen Grund, zuversichtlich zu sein. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er in Kürze den Wettbewerb um RW Essens neue Nummer eins aufnehmen kann.
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