Beach-Tour: "Hübi" heute im Sand - bald wieder in der Bundesliga?

224 Länderspiele hat Stefan Hübner - hier bei der Annahme mit seinem Partner Raimund Wenning (r.) - für Deutschland absolviert. In Münster startete der 34-Jährige "just for fun" und wurde 13. [Foto: Hackmann]
Normalerweise spielt Stefan Hübner vor prall gefüllten Zuschauerrängen in einer der besten Volleyball-Ligen der Welt. Seit dem Jahr 2000 verdient der Mittelblocker sein Geld in der italienischen Seria A bei Klubs wie Loreto, Montichiari, Trentino - oder wie bis Ende der abgelaufenen Saison bei RPA Perugia.
Umso erstaunlicher war es für die münsterischen Szenekenner, den Zwei-Meter-Mann auf einmal bei der Smart-Beach-Tour auf dem Hindenburgplatz zu sehen. Am Freitag schaffte Hübner, der am Sonntag seinen 35. Geburtstag feiert, mit seinem Partner Raimund Wenning, vielleicht sogar ein klein wenig überraschend, über die Qualifikation den Sprung ins Hauptfeld. Dort war für den derzeit vereinslosen über 200-fachen Nationalspieler am Samstag nach zwei Matches allerdings Schluss. Am Ende stand Platz 13. „Das ist doch gut, wenn man hier just for fun startet“, grinst der gutgelaunte gebürtige Bielefelder.
"Schöne Abwechslung!"
Was hat Hübner dazu veranlasst, in Münster an den Start zu gehen? Die Tatsache, dass seine Lebensgefährtin Angelina Grün vom USC Münster mit Rieke Brink-Abeler auch auf dem Hindenburgplatz aktiv ist, war nicht der einzige Grund. „Ich finde es eine schöne Abwechslung für mich, hier bei der Beach-Tour dabei zu sein. Ich hatte eigentlich für diesen Sommer ohnehin geplant, mehr im Sand zu machen. Allerdings hatte ich das mit Thomas Kröger vor“, räumt Hübner ein. Doch Letzterer musste verletzungsbedingt den Leistungssport an den Nagel hängen. So steht Hübner ohne festen Partner da – doch mit Rai Wenning hat es dem 34-Jährigen sichtlich Spaß gemacht. An eine feste Beach-Partnerschaft ist da jedoch nicht gedacht. „Wichtig ist für mich jetzt, dass ich mich bewege und fit bleibe“, so Hübner weiter.
Kapitel Italien beendet
Denn auch wenn für den Blocker das Kapitel Italien nun beendet ist – ein Jahr in der Bundesliga will Hübner schon noch dranhängen. Und selbst ein Comeback in der Nationalmannschaft von Raul Lozano mag der sympathische Kölner nicht ausschließen. Fest steht, dass der vierfache Volleyballer des Jahres gerne im Raum Köln bleiben würde. Evivo Düren oder auch die Wuppertal Titans (ab kommender Saison A!B!C! Titans Bergisches Land) kämen da infrage. „Schauen wir einfach mal. Ich würde diese Saison auch gerne schon nebenbei ins Management reinschnuppern“, sagt der Hüne.
Hübner ist in jedem Fall nun auch am Sonntag zu Gast in Münster – Geburtstag hin oder her. Schließlich steht „Grüni“ mit Rieke Brink-Abeler vorm Schloss bereits im Halbfinale. Und Daumen drücken hat noch nie etwas geschadet…
Lutz Hackmann
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