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Brink-Abeler/Grün schon im Halbfinale – Mersmann/Tillmann können noch folgen

Keine Chance hat Hella Jurich, den Smash von Angelina Grün abzuwehren. Grün und Rieke Brink-Abeler zeigten am Samstag Klasse und stehen im Halbfinale. [Fotos: Hackmann]
Auch wenn die Sonne erst gegen Abend die Wolken durchbrach, die tagsüber gar einiges an Regen über dem Hindenburgplatz ausschütteten – aus dem Blickwinkel der Münsteraner und USC-Fans im Publikum bei der Station der Smart-Beach-Tour vorm Schloss war es ein perfekter Tag.
Denn im Hauptfeld der Frauen hätte es aus Sicht des USC nicht besser laufen können. Nicht nur Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün, die am Freitag über die Qualifikation den Sprung ins 16-er-Feld geschafft hatten, sind am Sonntag mit von der Partie, wenn es in die Entscheidung geht. Auch die Youngsters Teresa Mersmann und Cinja Tillmann dürfen morgen mittun.
Startschwierigkeiten
Brink-Abeler und Grün hatten zwar im ersten Match gegen Rike Fischer und Jule Großner, gegen die sie in dieser Saison auch schon im Country Quota der Weltserie gespielt hatten, Schwierigkeiten. Nach 21:18 kam der 12:21-Rückschlag. Doch den Tiebreak verbuchten die beiden Münsteranerinnen dann klar mit 15:10 für sich. Schon im nächsten Spiel gegen Riekes Ex-Partnerin Karla Borger (mit Britta Büthe) lief es etwas besser. Knackpunkt war das 24:22 im ersten Set, den zweiten gewann das USC-Doppel souverän mit 21:14.
Highlight gegen Gernert/Jurich
Das Highlight in der Frauen-Konkurrenz kam aber erst noch: Im Match um den direkten Einzug ins morgige Halbfinale gegen Hella Jurich, mit der Rieke 2004 Deutsche Beach-Meisterin wurde, und deren Partnerin Melli Gernert, lieferten die beiden USC-Beacherinnen eine Klasse-Leistung ab. Vor vollen Rängen auf dem Center Court setzten sich Brink-Abeler/Grün nach 6:6 ab und verwandelten den vierten Satzball zum 21:19. Was die beiden Münsteranerinnen im zweiten Durchgang zeigten, war wirklich erste Sahne. Mit 21:14 machte Angelina Grün den Sack zu. „Wir hatten keine Chance, wir konnten die gar nicht unterbrechen“, gestand Hella Jurich, für die die zunehmende Spielstärke ihrer beiden Ex-Teamkolleginnen nicht überraschend ist. „Außerdem wünsche ich mir nichts mehr, als dass Rieke hier in Münster jetzt den Durchmarsch macht. Gerade zu Hause vor eigenem Publikum.“ Und auch Brink-Abeler war zufrieden. „Wir haben gut in Block und Abwehr agiert, nur am Ende des ersten Satzes haben wir es mit der Brechstange versucht. Im zweiten Set hatten wir Melli gut im Griff. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert.“ Und Grün ergänzte: „Wir haben es uns gewünscht und vorgenommen, hier heute mit drei Spielen ins Halbfinale zu kommen.“

Schon mindestens Fünfte: Cinja Tillmann (l.) und Teresa Mersmann vom USC Münster.
Mersmann/Tillmann: Bestes Ergebnis der Karriere
Deutlich erstaunlicher als der glatte Weg von Brink-Abeler/Grün war am Samstag aber die Leistung von Teresa Mersmann (20) und Cinja Tillmann (19). Nach vier Spielen und nur einer Niederlage gegen die Norderney-Gewinnerinnen Gernert/Jurich (17:21, 21:13, 10:15) waren Teresa und Cinja zwar geschafft, aber extrem glücklich. Bereits jetzt sind die beiden Schützlinge von Trainer Christoph Kesselmeier Fünfte und haben ihr bestes Ergebnis ihrer jungen Karriere schon in der Tasche. Doch gegen Chantal Laboureur und Claudia Lehmann ist sogar noch das Halbfinale möglich. „Es läuft derzeit gut“, strahlte Tillmann, „auch wenn die beiden letzten Spiele nicht die tollsten waren. Wir haben uns zwar keine Ziele für dieses Turnier gesteckt. Aber wenn, dann hätten wir es jetzt schon übertroffen“, freute sich die 19-Jährige.
Sollten Mersmann/Tillmann siegen, stünden sie im Semifinale Brink-Abeler/Grün gegenüber. Für das münsterische Publikum sicher der Idealfall. Ebenfalls bereits in der Vorschlussrunde stehen die an drei gesetzten Stefanie Hüttermann und Anni Schumacher.
Herrenfeld ohne Überraschungen
Bei den Herren verlief der Tag ohne große Überraschungen, nimmt man die Setzliste als Bemessungsgrundlage. Böckermann/Urbatzka und Köhler/Rohde lösten das Halbfinal-Ticket mit den optimalen drei Spielen. Die topgesetzten Tilo Backhaus und Alexander Walkenhorst, (0:2 gegen Köhler/Rohde) und Italien-Profi Markus Popp mit Tom Götz (0:2 gegen Böckermann/Urbatzka, jeweils im Viertelfinale) müssen noch nachsitzen, können am Sonntag gegen 10 Uhr morgens den beiden Semifinal-Teams folgen.
Lutz Hackmann
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Bedenkzeit
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