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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Böckermann/Urbatzka und Hüttermann/Schumacher gewinnen in Münster die Beach-Tour

Finale

Thomas Kaczmarek schmettert diagonal, Markus Böckermanns Block geht ins Leere. Am Ende gewannen jedoch Böckermann/Urbatzka. [Fotos: Hackmann]

[13.06.2010 | Münster | LUH]

Markus Böckermann mit Mischa Urbatzka und Stefanie Hüttermann mit Anni Schumacher sind die Sieger der Premiere der Smart-Beach-Tour in Münster auf dem Hindenburgplatz.

Böckermann/Urbatzka (FC St. Pauli) setzten sich am Sonntagnachmittag in zwei Sätzen mit 21:16, 23:21 gegen Thomas Kaczmarek und Stefan Schneider vom TV Rottenburg durch. Dritte wurden Nils Rohde und Stefan Köhler, die im kleinen Finale Huth/Lüdike mit 2:0 schlugen. Im Frauenfeld sicherten sich Hüttermann/Schumacher die 1.000 € Siegprämie durch ein 22:20, 21:18 gegen Claudia Lehmann und Chantal Laboureur.

Claudia Lehmann (r.) schlägt am Block von Anni Schumacher vorbei.

USC-Teams auf den Plätzen drei und fünf

Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün vom USC Münster schafften erstmals in ihrer gemeinsamen Zeit den Sprung aufs Podest. Die beiden 30-Jährigen bezwangen im Match um Platz drei Fischer/Großner mit 21:17 und 21:18. Ihre jungen Klubkolleginnen Teresa Mersmann und Cinja Tillmann überraschten mit ihrem besten Karriere-Ergebnis und wurden in Münster Fünfte.

Für das USC-Duo wäre sogar noch mehr drin gewesen. Denn im Spiel um den Einzug ins Halbfinale verlangten Teresa und Cinja Laboureur/Lehmann alles ab. Mit 25:23 gewannen die Münsteranerinnen den ersten Satz, gaben den zweiten dann mit 15:21 ab. Im Tiebreak waren Mersmann/Tillmann bis 12:12 gleichauf. Doch hier machte die Erfahrung von Claudia Lehmann auf der anderen Netzseite den kleinen, aber feinen Unterschied: Mit drei Ballpunkten in Folge zogen Laboureur/Lehmann ins Halbfinale ein, in dem sie dann die nächsten Münsteranerinnen schockten: Glatt mit 2:0 setzten sie sich hier gegen Brink-Abeler/Grün durch.

„Es hat sich in diesem Spiel von Anfang an nicht gut angefühlt“, gestand Brink-Abeler, „wir sind da einfach nicht ins Spiel gekommen.“ Mit einer überzeugenden Leistung erstritten sich die USC-Akteurinnen dann im kleinen Finale die Bronzemedaille. Vor allem im Aufschlag klappte es gegen Rike Fischer und Jule Großner nun deutlich besser, das 21:17 und 21:18 war hoch verdient.

Hüttermann/Schumacher geben nur einen Satz ab

Im Frauen-Endspiel setzte sich mit Stefanie Hüttermann und Anni Schumacher vom Dresdner SC das eindeutig beste und stabilste Team durch. Lediglich einen einzigen Satz gaben die beiden Sächsinnen auf dem Weg zu ihrem ersten Tour-Sieg ab. Im Finale hatten Hüttermann/Schumacher mit Juniorinnen-Nationalspielerin Chantal Laboureur (VCO Berlin) und der erfahrenen Claudia Lehmann (VC Dornbirn/Österreich) zwar mehr Mühe als beim lockeren 21:15, 21:12 am Samstag in Runde drei. Aber nach einem abgewehrten Satzball und drei Punkten in Folge zum 22:20 waren ihre Gegnerinnen geknackt. Nach dem zweiten Seitenwechsel im zweiten Durchgang lagen die späteren Siegerinnen in Front, einen Zwischenspurt von Laboureur/Lehmann konterten Hüttermann/Schumacher und machten mit dem zweiten Matchball alles klar. „Wir hatten eine schwere Vorbereitung, ich hatte im Winter noch eine Schulter-OP“, so Hüttermann, „aber jetzt sind wir definitiv oben angekommen.“ Und Schumacher ergänzte: „Wir sind ganz schön stolz auf uns!“

Freude über den ersten Tour-Sieg: Anni Schumacher (l.) und Stefanie Hüttermann.

"Hat irre Spaß gemacht!"

Das durften dann auch Markus Böckermann und der ehemalige Partner von Jonas Reckermann, Mischa Urbatzka, sein. Auch sie waren im Finale das konstantere der beiden Teams, wenngleich gerade Stefan Schneider auf der anderen Netzseite streckenweise mit spektakulären Aufschlägen und Blockszenen glänzte. Nach souveränem ersten Satz brauchten die beiden St. Paulianer nach 20:17 allerdings fünf Matchbälle, um den Sack endgültig zuzumachen. Mit breitem Strahlen verkündete Urbatzka: „Es hat irre Spaß gemacht, hier unten zu stehen!“

Fell: "Erwartungen mehr als erfüllt!"

Die Premiere der Smart-Beach-Tour auf dem Hindenburgplatz, die seit ihrem Start 1993 noch nie in der Volleyball-Hochburg Münster Station gemacht hat, darf als absolut gelungen betrachtet werden. „Münster hat die Erwartungen mehr als erfüllt. Am Sonntag waren die Tribünen zu klein, so groß war der Zuschauerandrang“, bemerkte WVV- und USC-Präsident Matthias Fell, seines Zeichens eine der treibenden Kräfte, die Tour nach Münster zu holen und hier dauerhaft zu etablieren. „Alle Beteiligten haben ihre Hausaufgaben gemacht, wir haben die Voraussetzungen geschaffen, in den nächsten Jahren wieder her zu kommen.“ Dann allerdings werden die Plätze wohl anders liegen. Der Center Court mit den Tribünen soll weiter in Richtung Straße wandern, die Side Courts dürften dann näher ans Schloss rücken. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Schließlich entscheidet der Veranstalter der Tour erst Ende des Jahres über die Spielorte. Münster allerdings wird sich dann gut gerüstet zeigen.

Lutz Hackmann

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