Umsonst und draußen: Hochschulsport-Tag lockt zur Bewegung nach dem Büffeln

Passend ausgerüstet: Philipp Stangier, Jens Felder und Antje Ludwig (v. l.) werben für den Tag des Hochschulsports. Der steigt am 23. Juni in Münster. [Foto: Austermann]
Rund 600 neugierig gewordene Studenten nutzten in 2009 am Tag des Hochschulsports die Angebote. Umsonst und draußen geht es auch am Mittwoch (23. Juni ab 11 Uhr) bei der Zweitauflage zu, die die Lernenden „Rein in die Turnschuhe“ locken möchte, wie auf dem Flyer des Hochschulsports Münster formuliert wird.
HSP-Breitensportchef Jörg Verhoeven hat es schriftlich, warum sich die WWU trotz des bestehenden Riesenangebots an Sportkursen und 11000 Mitmachern pro Semester diese Arbeit macht. „Umfragen aus 2009 besagen, dass unsere Angebote von 80 Prozent der Studentenschaft nicht genutzt werden und 21 Prozent unser Programm gar nicht kennen.“ Verwunderlich, aber wahr.
Klettern auf dem Campus
45000 an Uni und FH studierende junge Menschen wollen also erreicht sein, dafür geht man am besten zu ihnen hin. Das passiert am 23. Juni an drei zentralen Stellen: Vor der Mensa da Vinci auf dem Leonardo-Campus kann sich jeder im (abgesicherten) Kistenklettern üben oder Slacklinen, also auf dem Gurtband balancieren. Vor der Mensa am Coesfelder Kreuz sind für Fußballfans und andere Torschüsse mit Tempomessung möglich, wird eine seltene Laufkonkurrenz gestartet zwischen Flossen- und Bigfoot-Ski-Trägern. In der Unversitätsbibliothek stehen Fachkräfte für eine Massage parat, die gut tun wird nach stundenlangem Büffeln über den Büchern.
Diese Eisbrecherangebote erfahren am Tag selbst ihre Fortsetzung, denn ab 16 Uhr sind 20 Sportarten ohne Anmeldung kostenfrei nutzbar. Von Akrobatik bis Yoga, von Kanupolo bis Prellball. Wer danach Lust hat, bis zu den Semesterferien weiterzumachen, kann das kostenlos machen.
An der Vielfalt festhalten
„Es ist unsere Aufgabe, die Studierenden zu bewegen“, fühlt sich Verhoeven schon berufsmäßig verpflichtet. Dass der Hochschulsport mangels geeigneter Infrastruktur 2000 Interessenten auf Wartelisten erfasst hat, die den von ihnen gewählten Sport gar nicht ausüben können, widerspricht den emsigen wie originellen Bemühungen der Angebotgeber nicht. „Es gibt immer noch Kurse, die nicht voll sind. Und wir halten an unserer Vielfalt fest. Wir machen auch jene Kurs nicht platt, die nur von wenigen genutzt werden.“
Sporttour zu gewinnen
Den Tag des Hochschulsports setzen Jens Felder, verantwortlich seit Januar für den Bereich des Gesundheits- und Beschäftigtensports, und die von Philipp Stangier geführte 20 Köpfe starke Orga-Gruppe mit um. „Am Mittwoch kann jeder mitmachen, ohne sich darauf speziell vorbereiten zu müssen. Also in ganz normalen Klamotten und aus dem Stand heraus“, lockt Stangier zu den Treffpunkten. Oben drauf packt er die Aussicht auf einen Zusatzgewinn, denn erstmals wird unter den Aktiven eine Sporttour verlost (14 Uhr, Mensa am Ring).
Thomas Austermann
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