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Preußen gegen zehn zweite Mannschaften

Ausnahmsweise reisten Ende Mai 2009 tausende BVB-Fans nach Münster - um am Spielende den Aufstieg zu feieren. In der Regel bringen die Zweiten kaum Fans mit. [Foto: Austermann]
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sorgt auf Antrag des DFB-Spielausschusses für einen Schiefstand in den drei Fußball-Regionalligen. Die am Montag veröffentlichte Staffeleinteilung gruppiert zehn zweite Mannschaften in die West-Gruppe ein. 25 Profiklub-Anhängsel mussten untergebracht werden.
Neun von ihnen spielen im Süden, sechs in der Nordgruppe. Eigentlich sollen die Reserve-Teams laut DFB-Spielordnung gleichmäßig verteilt werden – davon kann nun keine Rede mehr sein. Sortiert wurde alleine nach geografischen Gesichtspunkten. Die Gruppen im Überblick.
Fünf neue Gegner für den SCP
Dem Antrag von Wormatia Worms auf Eingruppierung in den Süden wurde
entsprochen. Sportlich waren die Nibelungenstädter ebenso abgestiegen wie Eintracht Trier und die Zweite von Borussia Mönchengladbach. Da aber mit RW Essen, Waldhof Mannheim und dem Bonner SC drei Klubs die Lizenzhürden nicht überspringen konnten, wurden gleich drei Plätze im Nachhinein frei.
Preußen Münsters Gegner sind demnach die Absteiger Borussia Dortmund II, Wuppertaler SV Borussia und die Aufsteiger SC Wiedenbrück, Arminia Bielefeld II sowie der FC 08 Homburg/Saar. Wie gehabt sind Sportfreunde Lotte, VfL Bochum II, 1. FC Köln II, SV Elversberg, 1. FC Kaiserslautern II, SC Verl, Fortuna Düsseldorf II, FC Schalke 04 II, Bayer 04 Leverkusen II, FSV Mainz 05 II, Borussia Mönchengladbach II und Eintracht Trier die weiteren Gegner. Zwischen dem 6. und 8. August geht es los.
Unattraktive Partien
Die Liga wird deutlich unattraktiver – einem Traditionsklub wie dem SCP fehlt das Westderby gegen RWE auch in der Einnahmekalkulation. Essen verzeichnete mit 5955 Besuchern den besten Zuschauerschnitt in allen drei Regionalligen. In der West-Staffel kamen in der abgelaufenen Serie im Durchschnitt 1667 Zuschauer pro Match zum Gucken – im Norden waren es 1221, im Süden 1204.
Dass die U 23-Teams in der Regel auch noch gut sind, ist ein anderes Problem. Münsters Bilanz aus dem Vorjahr ist keine gute: Von den 16 Duellen gegen die Zweiten wurden nur sechs gewonnen, acht gingen verloren und zwei Mal wurden die Zähler geteilt. In der neuen Spielzeit kommen noch vier weitere Partien hinzu – nur wer sich wirklich aufstellen kann gegen das taktische wie spielerische Format der Zweiten, hat in der Klasse eine Chance.
Preußentrainer Marc Fascher hat seinen Kader nicht zufällig mit Akteuren bestückt, die ihm die notwendige sportliche Aggressivität versprechen. Faschers Überzeugung, kämpferische Tugenden vor allem müssten in den Wettbewerb geworfen werden, kann man an den Neuzugängen festmachen.
Thomas Austermann
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