Benutzeranmeldung
Ultraschwimmen erlebt am Kreativkai überzeugendes Comeback

Start über die 1000 Meter: 75 Schwimmer gingen hier auf die Strecke, insgesamt waren es dann 188. [Fotos: Hackmann]
Ein besseres Comeback hätten sich Sportler und Organisatoren wohl kaum vorstellen können: Das Nordenia Ultraschwimmen am Sonntag im Kanal am münsterischen Kreativkai lief praktisch perfekt. Kaiserwetter, optimale Wassertemperaturen, großartige Zeiten und ein überragendes Feedback der Athleten – das alles registrierte Cheforganisator Dieter Rosenbaum vom Ausrichter TriFinish Münster bei Außentemperaturen von 30 Grad hoch zufrieden.
Es war sozusagen die Wiederbelebung eines Formats, das die TriFinisher vor Jahren bereits im Hiltruper Kanal angeboten, und vor geraumer Zeit dann eingestellt hatten. Die neue Location ist jedenfalls für diesen Event, der 188 Teilnehmer anlockte, wie gemacht. Auch wenn TriFinish-Vorsitzer Rosenbaum am Sonntagmorgen um 7 Uhr noch Zweifel daran hatte.
Denn die Partymeile sah verheerend aus. „Es war erschreckend heute Morgen, wie das ganze Kai und auch der Kanal zugesaut waren vom Abend vorher. Das hat uns alle maßlos geärgert“, gestand Rosenbaum, der sich allerdings auf ein über 40-köpfiges Helferteam verlassen konnte. Diese Leute leisteten ganze Arbeit und verhalfen dem Ultraschwimmen zu einem angemessenen Rahmen.
Dickes Lob vom Sieger
„Ich machte diese Ultraschwimmen seit zehn Jahren, habe damals in Hiltrup angefangen. Das war heute super hier, die Organisation war super. Und dass man mal vor Zuschauern, und dann noch so vielen, schwimmt, das habe ich in der Form noch nicht erlebt“, schwärmte der Sieger über die Langdistanz, Roland Klein-Bölting (Foto) aus Bocholt. Klein-Bölting setzte die „zusätzlich gewonnene Motivation“ dann im Wasser auch um: Mit 1:49:23 Stunden lieferte der 43-Jährige eine überragende Zeit ab. Was nicht minder für den Zweitplatzierten, Jan Werges galt: Der Mann von der SGS Münster kletterte nur 44 Sekunden nach Klein-Bölting auf den erlösenden Ponton.
Spitzenzeit
Insgesamt 21 Teilnehmer der Langdistanz waren um 10 Uhr mit den 87 Startern des 4-km-Schwimmens am Hafenplatz ins Wasser gestiegen. Auf den beiden ersten, einen Kilometer langen Runden, legte Klein-Bölting im Übrigen bereits jeweils 12-er-Zeiten vor. „Ich hatte mir als Marke 1:55 Stunden gesetzt“, verriet der Westmünsterländer, „aber bei den optimalen Bedingungen hier habe ich sofort meinen Rhythmus gefunden.“ Auf den ersten beiden Kilometern drückte Klein-Bölting dann ziemlich auf die Tube, auch „um zu sehen, wie das Hinterfeld darauf reagiert“, so der erfahrene Ultraschwimmer.
Bleidißel beste Frau
Mit einer Zeit von 2:11:38 Stunden fand sich mit Martina Bleidißel vom TriFinish auch die schnellste Frau im 8-km-Feld im oberen Drittel der Finisher wieder. „2:15 Stunden wollte ich auf jeden Fall schaffen“, berichtete die 26-Jährige, für die es der erste 8000-Meter-Wettkampf war. Auch Bleidißel fand das Wasser „traumhaft. Im Neoprenanzug war es gegen Ende dann fast etwas zu heiß.“ Auch Bleidißel fand vom Start weg in ihren Rhythmus. „Allerdings waren die Runden sechs und sieben schon ganz schön hart. Der achte Kilometer war dann wieder ganz leicht, weil ich wusste: Gleich hast du´s geschafft!“
Von zur Gathen über 4 km Zweiter
Auch die 4-km-Zeiten konnten sich am Sonntag sehen lassen. Die 200 Meter mehr als auf der Triathlon-Ironman-Distanz schaffte Uwe Kapplhoff (Bayer 05 Uerdingen) in 53:46 Minuten, 30 Sekunden schneller als Verfolger Marvin von zur Gathen von der SGS Münster, der mit seinen erst 16 Jahren einen sensationellen Wettkampf hinlegte. Bei den Frauen siegte über die 4000 Meter die 21-jährige Sarah Rentmeister von den Wasserfreunden Atlantis Lembeck, die als Gesamt-Dritte in 58:45 Minuten eine Top-Marke setzte.

In 12:40 Minuten Erster über die "kurze" Distanz: Der Bielefelder Daniel Gensorowski.
Gensorowski mit 18 Sekunden Vorsprung
Gut frequentiert war am Sonntag erwartungsgemäß auch die 1000-Meter-Distanz, die um 13 Uhr gestartet wurde. 75 Athleten machten sich hier auf den Weg. In der zweiten Rennhälfte setzte sich dann Daniel Gensorowski ein Stück von seinen Verfolgern David Janzen (Borken) und Manuel Reimer (TriFinish) ab. Mit 12:40 Minuten schlug der 22-jährige Bielefelder an, 18 Sekunden später folgte Janzen, Reimer wurde in 13:15 Minuten Dritter. Die schnellste Frau war als Gesamt-Zehnte Doro Haul aus der Regionalliga-Mannschaft von TriFinish, die nach 16:41 Minuten aus dem Wasser stieg.
Lutz Hackmann
[06.07.2010 | TA]Obschon ein Unwetter den Wettkampf unterbrach und die Bedingungen bei den Bezirksmeisterschaften der Schwimmer im Freibad in Marl mindestens grenzwertig waren, bezeichneten die Verantwortlichen der SGS Münster den Saisonabschluss als gelungen. Die 37 Athleten setzten nämlich trotzdem ein paar Glanzlichter.
- [05.07.2010 | LUH]
Mit einem Sieg beim Saerbeck Triathlon hat das Team von Nordenia TriFinish Münster am vergangenen Wochenende die Tabellenführung in der NRW-Liga übernommen. Thorsten Grandke feierte dabei mit einer Zeit von 1:49:47 Stunden den überlegenen Tagessieg. Das Quartett von Wasser+Freizeit Münster landete in Saerbeck auf Rang acht.
Uerdingen erwischt schlechten Tag
[30.06.2010 | TA]Saisonabschluss für die SGS
[22.06.2010 | TA]Bei der Wiederbelebung des Spezialistenwettkampfes im Hafenbecken lässt sich Martina Bleidißel gut vorbereitet wie unbekümmert auf ein Wagnis ein. Die 26-jährige Triathletin hat am Sonntag beim Nordenia-Ultraschwimmen die ganz lange Strecke gebucht. Acht Kilometer am Stück sollen es sein – eine Premiere für die Neugierige.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:




