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Nach dem Aufstieg in der Warteschleife: Tantow sieht Perspektive bei RWE

Stephan Tantow will nach dem Aufstieg mit dem FCG den nächsten Schritt machen, am liebsten in Essen für RWE. [Fotos (2): Austermann]
Nach dem Aufstieg ging es gleich in die Warteschleife. Dort verharrt Stephan Tantow, Rückhalt des Relegations-Königs 1. FC Gievenbeck, noch immer. Der 20 Jahre junge Keeper aber hat allen Grund, zuversichtlich zu sein. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er in Kürze den Wettbewerb um RW Essens neue Nummer eins aufnehmen kann.
Am Montag hat RWE-Geschäftsführer Kai-Erik Stütz die Lizenzunterlagen für die NRW-Liga in Duisburg beim Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) abgegeben. Jetzt prüft der Ausschuss und will in spätestens drei Wochen eine Aussage treffen. Wichtiger noch ist der andere Termin – bis Mittwoch muss das Insolvenzverfahren eröffnet werden.
Gleiche Liga
Wie berichtet hatte sich FCG-Schlussmann Tantow nach seinem herausragenden Sportjahr im Probetraining an der Hafenstraße vorgestellt. Und hatte beste Chancen, als dritter Tormann in den Regionalligakader aufgenommen zu werden. Spielpraxis wäre in der U 23 wohl garantiert gewesen – in der NRW-Liga, deren letzte Serie die RWE-Zweite auf Rang fünf sah. Die Spielklasse wird nun im günstigsten Fall die Ebene für Tantow bleiben – aber dann steht er im Kasten des rot-weißen Flaggschiffes.
„Ich bin sozusagen im Standby-Modus“, urteilte Tantow, der sein FSJ beim FCG beendet hat, gegenüber echo-muenster.de. Er war zumal in der Aufstiegsrelegation einem erheblichen Druck ausgesetzt ob der ungewissen Zukunft, aber er hat diese schwere Situation gemeistert und am Ende in Herbern befreit jubeln dürfen. „Das war alles supernervig. Aber ich glaube, jetzt sieht es gut aus für mich.“
Kommt es zum Vertrag, kann es gut sein, dass Tantow schon Anfang nächster Woche antreten muss. Er will in Münster wohnen bleibe und pendeln. Die berühmten Schleichwege kennt er schon.

Bauarbeiten anderer Art stehen jetzt in Essen im Mittelpunkt - da ist das Stadion an der Hafenstraße nicht oben auf der Prioritätsliste.
Torwarttrainer pro Tantow
Roland Böckmann hält für Tantow Kontakt zum Traditionsklub, der offen und ehrlich mit der Lage umgeht. „Wir werden stets auf dem Laufenden gehalten.“ Den kürzesten Draht haben die beiden zu Torwarttrainer Thorsten Albustin (36), der verlängern soll. Albustin hat Tantow im Probetraining gesehen und für stark befunden. Mit Damian Jamro ist der Teammanager des möglichen Fünftligisten längst gefunden, in Waldemar Wrobel der Coach, der zuletzt die U 23 trainierte.
Mit 2,2 Mio. Euro für den Gesamtverein statt zuletzt 6,8 Mio. Euro plant Essen die Zukunft. Die erste Mannschaft soll inklusive Spielbetrieb mit 900.000 Euro auskommen. Interessant, dass RWE für die Juniorenabteilung rund 500.000 Euro veranschlagt und die A-Junioren zurück in die Bundesliga führen will.
Fünf Spieler haben einen Vertrag für die nächste Serie, mehr werden noch nicht genannt. Wrobel und Jamro werkeln hinter den Kulissen am Kader, der laut Etatplan 3000 Fans pro Heimspiel anlocken soll.
Thomas Austermann
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