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Welttour in Stavanger: Brink-Abeler und Grün erstmals im Hauptfeld

Angelina Grün wie man sie noch aus der Halle kennt: Nach dem verwandelten Matchball wird ausgiebig gehüpft. [Foto: FIVB]
Der Bann ist gebrochen, der Knoten geplatzt – wie auch immer man es nennen will: Münsters Beachvolleyball-Asse Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün vom USC stehen erstmals seit Beginn ihrer gemeinsamen Karriere Anfang des Jahres im Hauptfeld eines Weltserienturniers.
Beim mit 300.000 US-Dollar dotierten Grand Slam in Stavanger setzte sich das Duo vom USC Münster am Dienstag Vormittag gegen die im Quali-Feld an zwei gesetzten Russinnen Maria Bratkowa und Ewgenia Ukolowa mit 28:26 und 21:16 durch. Am Nachmittag dann ging es gegen die Polinnen Katarzyna Urban und Joanna Wiatr dann um alles. Am Ende jubelten die Deutschen über ein 21:14 und 24:22.
Starke Vorstellung der Münsteranerinnen
Gegen das Russen-Doppel jedenfalls zeigten Brink-Abeler/Grün über weite Strecken eine starke, stellenweise mitreißende Leistung. Vor allem in der Feldabwehr agierten Rieke und Grüni häufig überragend gegen die deutlich höher eingestuften Osteuropäerinnen. Allerdings hatten die Münsteranerinnen im schwer umkämpften ersten Satz auch etwas Glück. Bei Satzball Bratkowa/Ukolowa (21:10) berührte ein Smash Brink-Abelers nur hauchdünn die Seitenlinie, danach wehrten die USC-Akteurinnen vier weitere Satzbälle ihrer Gegnerinnen ab. Beim 26:25 profitierte Brink-Abeler bei einem Aufschlag, der ins Aus gegangen wäre, von einer Fehleinschätzung Bratkowas, die dann bei 27:26 für die Deutschen mit einem Ball ins Aus für den Setgewinn der Münsteranerinnen sorgte.
Grün macht den Matchball weg
Im zweiten Durchgang legten Brink-Abeler/Grün schnell fünf Punkte zwischen sich und die Russinnen (10:5, 12:7). In dieser Phase schlug vor allem Brink-Abeler stark auf, während Bratkowa/Ukulowa ratlos wirkten. Nach 16:11-Führung von Brink-Abeler/Grün kam die Kombination aus Sankt Petersburg und Moskau nochmal auf 15:16 heran. Entscheidend war dann der lange Ballwechsel bei 18:15, den Brink-Abeler zum 19:15 verwandelte. Mit dem zweiten Matchball sorgte Angelina Grün für den Sieg der beiden USC-Spielerinnen.
Formsache
Auf dem Center Court von Stavanger knüpften Rieke und Grüni gegen Urban und Wiatr genau da an, wo sie gegen die Russinnen aufgehört hatten. In allen Elementen überlegen dominierten sie den ersten Set von beginn an, geknackt hatten sie das Polen-Doppel mit einem Ass von Angelina Grün zum 11:8. Und auch im weiteren Spielverlauf passte bei den Münsteranerinnen einfach alles zusammen. Über 16:11 waren Rieke und Angelina bald auf 19:12 vorne, der Rest war für die beiden 30-Jährigen Formsache.
Erfahrung ausgespielt
Im zweiten Durchgang wurde es dann schon enger. Bis zum 11:11 liefen Brink-Abeler und Grün einem knappen Rückstand hinterher, die Polinnen hatten sich vor allem auf die gefährlichen Aufschläge der Deutschen besser eingestellt. Und so wurde der zweite Set doch noch zur Zitterpartie, als Urban/Wiatr tatsächlich bei 20:18 zwei Satzbälle hatten. Doch das USC-Team – vor allem die ehemalige Weltranglistenneunte Brink-Abeler – spielten nun ihre ganze Routine, spirch auch Nervenstärke aus: Zunächst verkürzte Grün mit einem Smash, dann machte Brink-Abeler zwei Punkte hintereinander. Sensationell auch dann die entscheidenden Ballpunkte: Rieke fischte soeben noch einen Smash der Polinnen weg und traf dann selbst. Der letzte Punkt, und damit der Einzug mit 21:14 und 24:22 ins Hauptfeld des Grand Slams, war Grüni vorbehalten. „Wir sind jetzt natürlich super happy“, strahlte Brink-Abeler. Nicht nur, weil die beiden Münsteranerinnen nun ganz locker in die Kür von Stavanger gehen können. Viel wichtiger sind die gesammelten Ranglistenpunkte, die es den beiden in den kommenden FIVB-Turnieren in der Setzliste deutlich einfacher machen werden. Doch erstmal geht es am Mittwoch in die drei Gruppenspiele. Vielleicht sind Rieke und Grüni sogar für eine Überraschung gut...
Lutz Hackmann
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Bedenkzeit
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