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Volleyball-Nationalmannschaft: Guidetti will Hildebrand mit nach Brasilien nehmen

Rackert mit Bundestrainer Guidetti bis zum 14. Juli in Kienbaum, um danach mit der Nationalmannschaft nach Brasilien zu fliegen: USC-Blockerin Lea Hildebrand. [Foto: Hackmann]
Lea Hildebrand darf wiederkommen. Hat der Bundestrainer gesagt. Die Bundesliga-Volleyballerin vom USC Münster, die bereits bis vergangenen Sonntag bei einem Lehrgang in Schwerin erstmals bei DVV-Frauen-Coach Giovanni Guidetti vorspielte, ist vom Italiener auch für die nächste Maßnahme der Nationalmannschaft eingeladen worden.
Seit heute hat Guidetti alle Akteurinnen aus dem Stamm und dem erweiterten Kader nach Berlin in die Sportschule Kienbaum zitiert. Am 4. Juli nimmt Guidettis Co-Trainer Felix Koslowksi dann ein Dutzend Spielerinnen mit nach Russland, wo das DVV-Ensemble beim Jelzin-Cup in Ekaterinburg mit Russland, China, Italien, den Niederlanden und Weißrussland auf absolute Weltklasse-Teams trifft.
"Muss noch viel arbeiten"
Lea Hildebrand dagegen ist vom Bundestrainer auserkoren, mit elf anderen Akteurinnen weiter in Kienbaum unter seiner Ägide zu arbeiten. Für Lea eine gute Lösung: „Ich freue mich echt darüber, dass ich auch nach Berlin eingeladen worden bin. Aber Giovanni hat mir sachlich klar gemacht, dass es für mich noch viele Elemente gibt, an denen ich arbeiten muss.“ Und auch USC-Trainer Axel Büring sieht eine Chance für die 186 Zentimeter große Mittelblockerin: „Häng dich rein, hat er mir gesagt“, grinst Hildebrand, die am Montag ihren 22. Geburtstag feierte.
Vier Länderspiele gegen den Olympiasieger
Aller Wahrscheinlichkeit nach, so ließ Guidetti (Foto) gegenüber Lea durchblicken, geht es für die Münsteranerin unmittelbar nach Ende der Maßnahme am 15. Juli auf nach Brasilien. Dort stehen bis 26. Juli im Rahmen eines gemeinsamen Trainingslagers gleich vier Länderspiele gegen den Olympiasieger auf dem Programm. Am Zuckerhut wäre dann wohl das Länderspieldebüt von Hildebrand zu erwarten.
"Hätte ich mir nicht träumen lassen!"
Für die 22-Jährige, die am Montag auch noch erfolgreich ihre Ausbildung zur Versicherungskauffrau beendet hat, ist die Entwicklung traumhaft. „Zum Lehrgang in Schwerin bin ich schon mit einem mulmigen Gefühl gefahren. Aber ich bin mit den Spielerinnen super klargekommen, man hat mich sehr nett aufgenommen“, so Hildebrand. Die Trainingsarbeit sei zwar „total anstrengend“, aber auch richtig gut gewesen. „Das alles hätte ich mir vor einem Jahr nicht träumen lassen“, frohlockt Lea, die aber auch um die starke Konkurrenz auf ihrer Position weiß: „Wenn Christiane Fürst und Berit Kauffeldt nicht verletzt bis August ausfallen würden, dann wäre ich vielleicht nicht dabei…“ Doch diese Art von Konjunktiv kann momentan ruhig mal unter den Tisch fallen.
Lutz Hackmann
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Bedenkzeit
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