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Trainingsauftakt beim TuS: Fuchtmann startet mit 24 Kickern – Aufstieg 2011 „keine Plficht“

Erste Ansprache: Der neue TuS-Trainer Thomas Fuchtmann (M.) begrüßte 24 Aktive beim Trainingsauftakt am Osttor. [Fotos: Hackmann]
Konkurrenz, besagt eine Volksweisheit, belebt das Geschäft. Aus dieser Perspektive heraus gesehen, scheint Thomas Fuchtmann in einer beneidenswerten Situation zu sein. Denn schon beim Trainingsauftakt begrüßte der neue Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Hiltrup am Donnerstagabend 24 Akteure auf dem Kunstrasen der Glasurit-Arena.
Verletzte und Kurzurlauber noch dazu gerechnet, wird der neue Chef am Osttor 28 Akteure in der Vorbereitungsphase zur Verfügung haben. Mit Neuzugang Björn Schunke, der Nummer 29, kann Fuchtmann in den nächsten Wochen und Monaten erstmal nicht planen, denn der Pechvogel, der vom SV Emsdetten 05 zum TuS stieß, muss mit Knöchelbruch erstmal länger aussetzen.
Fuchtmann plant mit 20-er-Kader
Bei Schweiß treibenden 33 Grad konnte sich Fuchtmann dann auch schon einmal ein Bild machen, wer in der Sommerpause fleißig war. Das waren einige, aber nicht alle. „Wer heute schon Probleme hatte, beim Laufen mitzuhalten, hat bereits eine Chance vergeben“, stellte der Leifken-Nachfolger, der vom Landesliga-Konkurrenten VfL Wolbeck zum TuS ging, bestimmt, aber sachlich fest. Schließlich haben Fuchtmann und sein Co-Trainer Frank Plagge (Foto, l.), der als alter Wegbegleiter des Chefcoaches von der SG Telgte ans Osttor kam, eine klare Vorstellung: „Wir planen mit einem 20-er-Kader. Bis zum Ende der Vorbereitung wird klar sein, wer dabei ist“, verspricht Fuchtmann. Für einige wird da die Luft dünn.
Neun Neue zu integrieren
Neun neue Kicker muss, respektive darf der TuS-Coach in die Truppe integrieren, die besonders in Münsters größtem Ortsteil schon für gehörige Aufmerksamkeit gesorgt hat. Nicht nur Trainingskiebitze, auch Klubvertreter sprechen von der „besten Hiltruper Mannschaft seit Jahren.“ Gerade die hochkarätigen Neuzugänge, neun an der Zahl, verhelfen dem Kader zu dieser Qualität. Sieben von denen haben bereits Westfalen- oder Landesliga gespielt, Tim Hagedorn, der schon im ersten Training einen unheimlich präsenten Eindruck hinterließ, hat mit dem SC Verl schon Regionalliga gespielt.

Alles neu: Die Trainer Plagge (r.) und Fuchtmann mit den neun Zugängen beim Landesligisten.
Oben angreifen
Und so muss auch Fuchtmann einräumen: „Es ist klar, dass die Konkurrenz uns im Aufstiegsrennen auf dem Zettel hat.“ Doch Platz eins ist in dieser Saison noch kein Muss – erst in der Serie 2011/2012 will man beim TuS den Weg zurück in die Westfalenliga gepackt haben. „Natürlich“, meint Fuchtmann, „wollen wir schon jetzt oben angreifen und uns in die Reihe der Top-Teams vorarbeiten. Aber wir müssen ja auch viele Neue integrieren. Daher ist der Aufstieg in diesem Jahr noch keine Pflicht.“ Aber wohl doch eine schöne Kür.
"Nicht teurer als ketztes Jahr!"
Das der als bester TuS der letzten Jahre geltende Kader auch der teuerste der Dekade ist, will Fuchtmann so nicht stehen lassen. „Die Mannschaft ist nicht teurer als im letzten Jahr“, betont der Ex-Wolbecker, der in Hiltrup seine Fußball-Philosophie etablieren möchte. Will heißen: „Wir wollen mit attraktivem Fußball begeistern und Erfolg haben“, so Fuchtmann. Und damit auch wieder etwas mehr Leben am Osttor entfachen: „Es geht auch darum, unsere potenziellen Fans wieder zu begeistern und ins Stadion zu locken.“
Sonntag gegen die Preußen
Ein Anfang könnte das erste Testspiel am Sonntagabend (17 Uhr) gegen den Regionalligisten SC Preußen Münster sein. Die Neugier, die Fuchtmann im Umfeld registriert hat, dürfte bei diesem attraktiven Gegner schon einiges (auch an TuS-Anhängern) in die Glasurit-Arena locken. Der sportliche Wert ist für den Landesligisten allerdings überschaubar. „Das ist sicher schwierig, wir haben jetzt ein Mal trainiert“, bremst Fuchtmann die Erwartungen. Spannend für Münsters Fußball-Fans wird diese Partie allemal – genau wie das, was Fuchtmann mit seinem neuen Klub vorhat.
Lutz Hackmann
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