4. Brooks Münster-City-Run: Starterbestmarke und Streckenrekord durch Kenianerin Rebby Koech

Die Schnellsten am Sonntagabend in der City: Rebby Koech (l.) und Elias Sansar plaudern bei einem Getränk. [Fotos: Hackmann]
Die Rekorde purzelten beim 4. Brooks Münster-City-Run in der Innenstadt am Sonntagabend: Nie sind mehr Aktive über die Strecke im Schüler-Lauf (1,2 km) und Hauptlauf (10 km) gegangen. Insgesamt 961 Athleten zählten die Organisatoren der Laufsportfreunde Münster (LSF). Gerade bei den Youngsters bis 1995 waren es exakt 401 Starter – eine Steigerung zur 3. Auflage von mehreren 100 Prozent.
Auch an der Strecke, besonders auf dem Prinzipalmarkt und der Salzstraße, war eine Zuschauer-Bestmarke zu registrieren. Weit über 1000 Schaulustige säumten den Parcours allein in Münster Guter Stube. Lediglich der Streckenrekord bei den Männern wollte sich über die 10.000 Meter nicht einstellen. Doch wer schon einmal gelaufen ist, der weiß, dass bei gut 25 Grad Celsius irgendwann die Beine sehr, sehr schwer werden.
Sansar leichtfüßig
Im Verhältnis allerdings gilt das für Sieger Elias Sansar von der LG Lage Detmold nicht. Zwar verfehlte der Ostwestfale die Bestzeit von Vorjahresgewinner Ezekiel Chebii, der 2009 exakt 30:00 Minuten gebraucht hatte, um fast zwei Minuten (31:53). Doch wie leichtfüßig der Detmolder im Vergleich zur Konkurrenz unterwegs war, war schon ohne Zeitnahme zu erkennen. Genau zwei Minuten Vorsprung vor Sven Serke (LF Bönen), der den LSF-Läufer Steffen Schnieders (Foto) im Endspurt um zwei Sekunden auf Rang drei verwies, standen für Sansar am Ende zu Buche.
„Okay, es hätte gut und gerne fünf, sechs Grad kühler sein dürfen für mich“, so Sansar unmittelbar nach der Zielankunft, „aber die Strecke ist sehr gut. Dadurch, dass eine Runde genau zwei Kilometer sind, kann man sich das Rennen super einteilen“, lobte der Schnellste Mann. Dass heute ein Sieg drinsitzen könnte, registrierte der Detmolder schon vor dem Start: „Ich habe gesehen, dass die Konkurrenz zu schlagen ist“, so Sansar mit einem Blick auf seine 10-km-Bestzeit von 30:25 Minuten. Und das Gefühl, dass es klappen würde, stellte sich auch auf der Strecke schnell ein: „Ab Kilometer drei war ich sicher, dass die anderen mein Tempo nicht mithalten können!“
Koech 93 Sekunden unter dem Rekord
Auch im Frauenfeld zeichnete sich schnell ab, dass die spätere Siegerin nicht zu stoppen sein würde. Die kleine Kenianerin Rebby Koech schnitt geschmeidig durchs Feld, am Ende nahm sie ihrer härtesten Widersacherin Nina Stöcker von der LG Ratio Münster bei 35:30 Minuten genau 60 Sekunden ab und unterbot dabei den Streckenrekord aus 2009 von Peggy Lange-Austrup, die als Dritte finishte (36:41) um 93 Sekunden. Mit Sandra Lüring als Vierter und Nina Schüler als Sechster (beide ESV) liefen drei Münsteranerinnen unter die Top-Sechs.

Punkt 19 Uhr: Die Schülerinnen starten.
RiK macht das Rennen
Weniger um Zeiten als um den Spaßfaktor und Quantität ging es bei den Schüler-Läufen, die Lauf-Sponsor Brooks zur Suche nach der „Laufschule Nummer Eins“ deklariert hatte. Um über 300 Prozent steigerte sich der Zuspruch gegenüber 2009, für Organisator Michael Holtkötter selbstredend ein großartiges Ergebnis. „Unser Ziel ist es mit diesem Lauf ja, die Kinder in den Schulen zur Bewegung zu bringen, und dass sie merken, dass Laufen Spaß macht. Bei vielen Schulen haben sich da die Lehrer sehr engagiert. Es ist gigantisch, was hier los ist“, frohlockte der LSF-Trainer.
Wie schon beim Leonardo-Campus-Run tat sich die Realschule im Kreuzviertel startermäßig besonders hervor. Die „RiK“ sicherte sich den Titel der Laufschule Nr.1 mit knappem Vorsprung aufs Pascal-Gymnasium. Bei über 400 jungen Leichtathleten waren die LSF-Macher gezwungen, den eigentlich als einen Lauf vorgesehenen Wettbewerb zu splitten. So gingen 232 Mädels und 169 Jungs auf die 1200 lange Strecke. Das Format des Brooks-Münster-City-Runs passt also nicht nur bei den Erwachsenen.
Lutz Hackmann
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