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Weltserie in Gstaad: Rieke und Grüni rutschen ins Feld und gewinnen den Country Quota

Spaß-Gesellschaft: Rieke Brink-Abeler (l.) und Angelina Grün schossen im Country Quota wir vor Wochenfrist Banck/Günther aus dem Turnier. [Foto: Hackmann]
Im Augenblick dürften Geeske Banck und Anja Günther von ihren gelegentlichen Trainingspartnerinnen Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün die Nase gestrichen voll haben. Wie vor genau einer Woche in Stavanger scheiterten Banck/Günther auch im Grand Slam von Gstaad im vorgeschalteten Country Quota an den Münsteranerinnen, die ihrerseits nun am Dienstag in der Qualifikation zum 24-er-Hauptfeld stehen.
Auf Verdacht angereist
Auf Verdacht waren Rieke und Grüni in die Schweiz gereist, waren für das Turnier nicht zugelassen, respektive auf Platz drei der Nachrückerteams eingestuft. Noch um 12 Uhr Mittags wusste Brink-Abeler nicht, ob sie überhaupt zum Zuge kommen würden beim mit insgesamt 600.000 US-Dollar dotierten Grand Slam. „In den letzten 20 Minuten haben dann tatsächlich drei Teams abgesagt“, berichtete Brink-Abeler gegenüber echo-muenster.de. Und so war es nicht fünf vor zwölf, sondern fünf vor halb eins, als die USC-Akteurinnen die frohe Botschaft vernahmen.
Sechs Satzbälle
Bereits 90 Minuten später standen Brink-Abeler/Grün dann auf dem Feld in Gstaad, eben gegen Banck/Günther. Es dauerte eine Weile, bis die rot-schwarz gedressten Münsteranerinnen die Kontrolle über das Spielgeschehen erlangten. Denn über 3:1, 6:3 und 11:8 gaben erstmal die Kielerin Banck und ihre Berliner Kollegin Günther den Ton an. Mit zwei guten Aktionen waren Rieke und Angelina dann wieder dran an den Rivalinnen, die unter anderem mit Grüns Sprungaufschlägen Probleme hatten. Wie aus einem Guss erspielten sich die USC-Akteurinnen einen 20:16-Vorsprung. Doch Banck/Günther retteten sich mit vier Punkten in Folge in die Satzverlängerung. Erst nach zwei Fehlern von Günther war das 24:22 für die Münsteranerinnen in trockenen Tüchern.
Zweiten Satz dominiert
Im zweiten Durchgang allerdings führten Brink-Abeler/Grün von Beginn an. 5:2, 8:4 und schließlich 13:8 stand es, erst gegen Satzende kamen Banck/Günther nochmal auf 18:19 heran. Allein, es sollte der Kombination aus Kiel und Berlin nicht mehr reichen. Brink-Abeler wuchtete aus eigener Annahme einen Smash zum 20:18 in die gegnerische Hälfte, den ersten Matchball verwandelte ihre Partnerin, die nach dem feststehenden Einzug in die Quali wieder den berühmten „Grün-Flummi“ sprang.
Risiko belohnt
„Auf jeden Fall hat sich unser Risiko, hier auf blauen Dunst hinzufahren, gelohnt“, atmete Brink-Abeler nach der Partie auf, „obwohl ich eigentlich nicht dran geglaubt hatte, dass wir hier noch reinrutschen.“ Nun geht es – wie in Stavanger – wieder in die Qualifikation, Weltranglistenpunkte sind so garantiert.
Lutz Hackmann
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Bedenkzeit
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