Preußens U 23 legt los: Barez muss ohne Abwanderer Seidel planen

Kim Sehrbrock, Timo Achenbach, Co-Trainer Sören Weinfurtner, Marko Budalic, Baris Ertugrul (v. l.): Mit der U 23 des SCP in die Westfalenliga. [Fotos (3): Austermann]
Mit einem 20-köpfigen Kader wollte Trainer Arne Barez seine Premierenspielzeit mit der U 23 des SC Preußen angehen. Die neue Westfalenliga-Formation nahm am Montag die Vorbereitung auf – ohne Daniel Seidel.
Der 23 Jahre alte Stürmer hielt sich nicht an seine Zusage und gab einen Tag vor Trainingsstart seinen Wechsel zum Ligakollegen FC Eintracht Rheine bekannt. Das ist nicht die feine englische Art.
Fußballtrainer halten sich mit derlei Nachrichten nicht lange auf. Es würde ihre Arbeit nur blockieren. Barez (Foto r.) ist „enttäuscht“, klar, aber er lässt sich
seine Lust auf den Sprung in den Seniorenbereich von dem Gebaren eines Abtrünnigen nicht vermiesen.
Sechs Youngsters aus der alten U 19
Geblieben aus der einst von Cihan Tasdelen zusammengestellten Elf, die zuletzt im Schlussspurt der Saison unter Interimstrainer Stephan Küsters in sechs Spielen zwölf Punkte gewann und mit 48 Punkten Zehnter wurde, sind Torwart Fabian Otte, Florian Quabeck, Manuel Dieckmann, Christopher Nas, Pascal Koopmann (darf nach Mittelfußbruch noch nicht wieder voll belasten), Timo Woltering, Marco Bensmann, Bekir Kilabaz und Ilhan Islak, der schon im Kader stand, aber lange auf seine Spielberechtigung warten musste. Seidel wäre der Gruppenälteste gewesen und wohl auch prädestiniert für eine Führungsrolle.
Aus der U 19, die aus der Bundesliga abstieg, rücken mit Keeper Nils Wiedenhöft, den Verteidigern Nico Hecker und Tigin Yalioglu sowie den offensiven Ingmar Holtkamp, Arda Nebi und Michael Seifert sechs Youngsters hoch.
Ein Quartett kommt von außerhalb zu U 23: Innenverteidiger Kim Sehrbrock, Rückkehrer von Borussia Dortmunds U 19, Defensivspieler Timo Achenbach aus der U 19 von Arminia Bielefeld, Stürmer Marko Budalic (SG Weser/Diemel, Kreisoberliga Niedersachsen) und Mittelfeldmann Baris Ertugrul (U 19 Hammer Svgg.). Budalic, Auszubildender der Polizei in Münster, ist ein „alter“ Bekannter von Sören Weinfurtner, dem neuen Co-Trainer, der schon mit Küsters Erfolg hatte.

Zuletzt in der U 19 am Ball: Ingmar Holtkamp, Arda Nebi, Michael Seifert, Nils Wiedenhöft, Nico Hecker und Tigin Yaglioglu (v. links).
Zwei „unkomplizierte“ Typen
Barez, bisher an Martin Kasters Seite bei der U 19 tätig, übernimmt erstmals in seiner Karriere eine Seniorenmannschaft und rückt in der Verantwortung ebenso nach vorne wie in der Klubhierarchie. „Ich muss mich auch zurecht finden, ganz klar. Aber es geht doch immer um das Gefühl fürs Team.“ Ebenso wie Weinfurtner, bisher Co-Trainer der Titelabräumer aus der U 13, schätzt er sich als „unkompliziert“ ein.
Der Plan besteht darin, dieser neuen Gruppe schnell eine tragende Mannschaftstaktik zu verpassen – besser gesagt: Ihr zum Erlernen derselben zu helfen. Barez will bestimmende Spielertypen aus seinen Reihen haben und nicht darauf warten, ob und wer aus der Regionalligaformation zum Spiel erscheint. „Unsere Philosophie ist ja zwangsläufig eine andere als die der Ersten. Und unsere Leute müssen sie transportieren.“
Es wird, so Barez, „eine spannende Sache, wie sich das hier entwickelt.“ Einen Kapitän wird er irgendwann bestimmen, eine möglichst „flache Hierarchie“ entstehen lassen. Keine Frage: Auch er wartet darauf, dass sich welche anbieten, die voran gehen.
Kontakt mit Fascher
Mit Cheftrainer Marc Fascher steht er in Kontakt, für Freitag ist ein Treffen geplant. „Bisher ging es nur um Kleinigkeiten des Alltags. Aber jetzt werden wir besprechen, wie die Abläufe auszusehen haben.“ Er sei „ein bescheidener Trainer“, der die herausragende Rolle der Ersten voll und ganz akzeptiere. „Die Ausrichtung hier ist klar und richtig.“ Trotzdem bleibt sein Job wichtig, innerhalb des SCP-Konzepts sehr sogar.
Thomas Austermann
Der VfB Hüls darf nach einem am Montag veröffentlichten Beschluss des Westdeutschen Verbandes in der NRW-Liga weiterspielen. Damit tritt in Kraft, was bei der Staffeleinteilung verkündet worden war: Der FC 96 Recklinghausen wechselt von der Staffel 2 in die Staffel 1 zum SCP und dem 1. FC Gievenbeck. Landesligist TuS Eving-Lindenhorst, in der Aufstiegsrelagtion am FCG gescheitert, steigt nachträglich in die Westfalenliga Staffel 1 auf.
Da LR Ahlen aus finanziellen Gründen seine „Perspektivteam“ genannte Zweite aus der Liga zurückzieht, gehen nur 17 Teams im August ins Rennen der Staffel 1.
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[07.07.2010 | TA]Etwas mehr als ein Jahr nach dem 8:0-Testspielsieg in der Stauseekampfbahn kreuzt der SC Preußen am Donnerstag (18 Uhr) wieder beim TuS Haltern auf. Spielertrainer Daniel Haxter (32) hat die Truppe inzwischen zum Landesliga-Aufstieg geführt und wird es folglich in der Meisterschaft auch mit dem MS-Quartett zu tun bekommen.
[05.07.2010 | LUH]Gerade mal 25 Tage ist es her, dass Maik Weßels und seine Mannen ihr letztes Saisonspiel bestritten. In Herbern, dieses denkwürdige 3:2 gegen den TuS Eving-Lindenhorst, das dem 1. FC Gievenbeck den Aufstieg in die Westfalenliga bescherte. Daran erinnert sich Weßels auch gerne zurück.
[05.07.2010 | TA]Wer ganz vorne landen wollte, musste früh anrücken. Um 7.20 Uhr bezog ein routinierter Preußenfan am Montag bereits Stellung an den Stadionkassen – um 10 Uhr standen rund 350 Kartenkäufer Schlange, um sich ihr Ticket für das DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg zu sichern. Binnen einer Stunde war die Tribüne ausverkauft.
[05.07.2010 | TA]SCP spielt am Donnerstag
[04.07.2010 | TA]Dem Trainer fiel gar kein Superlativ mehr ein. Tatsächlich hat Andreas Schwan mit den U 13-Junioren des SC Preußen etwas Einmaliges geschafft: Der Bezirksliga-Erste und Kreispokalsieger krönte sich und seine fantastische Fußballsaison am Sonntag in Salzkotten mit dem Gewinn der Westfalenmeisterschaft. Mehr geht nicht und vielleicht geht so was auch nie wieder.
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:







