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Münsterland-Racing-Team: Hockenheim vor der Tür – Titel Nummer acht vor Augen

Der Sport, in dem Schieflage erwünscht ist: Mark Monhof pilotiert in Hockenheim eine Honda CBR 1000 RR. [Fotos: PD]
Allmählich wird es Zeit für Mark Monhof und seine Kollegen vom Münsterland-Racing-Team (MRT), ihre Maschinen wieder in den Bulli, respektive auf den Hänger zu laden. Am 11. Juli steht der zweite Meisterschaftslauf des German Endurance Cups (GEC) in Hockenheim für die beiden MRT-Teams auf dem Programm.
Monhof ist – trotz seiner erst 38 Lenze – ein alter Haudegen im Motorrad-Langstrecken-Geschäft. Sieben Deutsche Meistertitel hat der Münsteraner seit 1998 geholt, sein langjähriger Weggefährte Heiner Große-Westhues aus Nienberge war sechs Mal mit im Team.
Neues Format
Anno 2010 fahren die beiden allerdings nicht mehr gemeinsam, wenn auch beide für das MRT: Monhof startet in einem neuen Format, der sogenannten Mehrmotorrad-Wertung. Was nicht heißt, dass diese Maschinen ein Quantum mehr Motorrad als andere wären. Monhof erklärt: „Wir fahren mit einem Dreierteam, nur pilotiert jeder Fahrer sein eigenes Motorrad.“ Wohingegen Comebacker Große-Westhues sich in der Einmotorrad-Wertung mit Wolfgang Pütz die KTM 990 R Superduke teilt.

Die drei 49-er: Der Münsteraner Mark Monhof (r.) mit seinen Teamkollegen Andreas Hänke und Thorsten Bammann.
"Die sind schneller als ich"
Monhof, im letzten Jahr noch mit Ansgar Tönnissen in der Einer-Wertung erfolgreich unterwegs, sah sich zu Saisonbeginn gezwungen, nach anderen Partnern Ausschau zu halten. Tönnissen legt erstmal eine Pause ein. „Bei den 1000 Kilometern von Hockenheim habe ich mich mit Thorsten Bammann und Andreas Hänke unterhalten. Wir waren schnell einig, dass wir das zusammen machen wollen“, berichtet Monhof über seine beiden 36-jährigen Teammates. Und gleich im ersten GEC-Rennen war klar: es funktioniert, die Mischung stimmt. Gemeinsam raste das Trio in Oschersleben im 30-er-Feld gleich auf Rang eins der Klasse. Monhof grinst: „Ich muss ehrlich sagen: Thorsten und Andreas sind schneller als ich. Eine Situation, die für mich neu ist.“ Und komfortabel, denn das Potenzial ist da: „Für uns geht es ganz klar darum, den Titel zu holen. Nicht nur in der GEC, sondern auch beim vom DMSB ins Leben gerufenen Deutschen Langstrecken-Cup.“
Bestens aufgestellt
Am kommenden Sonntag will das Trio beim 6-Stunden-Rennen auf dem Hockenheimring den Vorsprung auf die Konkurrenz ausbauen. Alle drei fahren eine Honda CBR 1000 RR, über 190 PS bringen diese Race-Bikes auf den Asphalt. Große-Westhues und Pütz als MRT 2 – in der Box wie das MRT 1 unterstützt von Alfons Niemann und Peter Schulte-Wien – bescheiden sich mit ihrer KTM reglementsbedingt mit 136 Pferdestärken. Was beim Auftakt im Mai in Oschersleben zu Platz zwei führte. Das Münsterland-Racing-Team scheint jedenfalls für Hockenheim bestens aufgestellt zu sein.
Lutz Hackmann
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