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Auch Holzgreve und Golla bleiben - Mit Cutura "weitestgehend einig"

Macht auch als zweite Libera beim USC Münster weiter: Steffia Golla. [Fotos: Hackmann]
Das waren für den USC Münster zwei Puzzleteile, die noch fehlten: Der Volleyball-Bundesligist gab am Dienstag die Vertragsverlängerungen von Kathi Holzgreve und Steffi Golla bekannt. „Damit sind wir so weit, wie wir Anfang Juli sein wollten“, erklärte USC-Vize Sport, Jürgen Schulz.
Bedenkzeit
Dass die Weiterverpflichtung der beiden USC-Eigengewächse etwas länger als geplant dauerte, hat nachvollziehbare Gründe. Denn beide Spielerinnen sind auf ihren Positionen klar die Nummer zwei und mussten aufgrund dieses Status erstmal in sich gehen. Steffi Golla (24) attestiert der USC-Manager „eine wirklich gute Saison. Aber sie hatte auch Schwächen in der Annahme.“ So reagierte der USC bekanntlich sofort, als eine Spielerin des Formates von Linda Dörendahl auf dem Markt war. „Klar“, räumt Schulz ein, „wir haben Steffi die Linda vor die Nase gesetzt. Aber um uns deutlich zu verbessern, mussten wir zuerst in der Annahme den Hebel ansetzen.“ Golla musste überlegen, ob sie sich mit der Rolle als (ab der nächsten Saison erlaubten) zweiten Libera anfreunden könne – „mit dem Ergebnis, dass sie diesen Wettkampf jetzt angenommen hat und richtig Gas gibt“, formuliert es Schulz.
Fokus ganz auf Volleyball
Die 26-jährige Holzgreve (Foto), die sich im Zuspiel hinter der tschechischen National-Passerin Michaela Jelinkova einordnen muss (und dies 2009/10 bereits sehr zur Zufriedenheit von Trainer Axel Büring und Schulz getan hat), will nun nochmal richtig angreifen. Die Lehramtsstudentin verschiebt ihr Referendariat um ein Jahr nach hinten. Ist bei einer Mittzwanzigerin noch ein Leistungsschub zu erwarten? „Gerade auf dieser Position führt das stetige Wiederholen von Übungen zur Passgenauigkeit“, weiß Schulz – und glaubt an Holzgreve: „Jetzt wird Kathi zweimal am Tag trainieren, da ist noch einiges drin.“ Vom Charakter her schätzt Schulz die Akteurin, die seit ihrem neunten Lebensjahr das USC-Trikot trägt, ohnehin. „Sie hat als Jelinkova-Back-up einen super Job gemacht, ist ein super Typ und immer gut drauf!“
Gerüst steht
So steht also mehr als das Gerüst beim Tabellenachten der letzten Saison. Auf der Diagonalen ist mit der Verpflichtung von Kristin Kasperski ein Coup gelungen. In der Mitte stehen die angehende Nationalspielerin Lea Hildebrand und die belgische Internationale Gwen Horemans. Dazu gesellt sich im Block auch Kapitänin Andrea Berg, die nach zwei Serien Pause (Kreuzbandriss) wieder zu alter Leistungsstärke finden will und soll. Auch der 17-jährigen Marlene Möller traut Schulz bereits punktuell eine Rolle als Ergänzungsspielerin zu. Im Zuspiel führt der USC Jelinkova und Holzgreve, Liberas sind Dörendahl und Golla.
Handlungsbedarf
Lediglich im Angriff ist definitiv noch Handlungsbedarf. Denn hier steht zunächst nur Ines Bathen. Die Youngsters Sina Fuchs, Kim Behrens (beide Angriff), sowie Rebecca „Beccs“ Schäperklaus (alle Jahrgang 1992) sind mit Doppelspielrecht für den USC 1 und die Reserve in der 2. Bundesliga ausgestattet. Bei den Unabhängigen hofft man nun inständig auf die Kroatin Hana Cutura, die vor wenigen Wochen im Probetraining einen vorzüglichen Eindruck hinterlassen hat.
"Wir wollen sie, sie will zu uns"
Doch da ist der USC gebranntes Kind. Schulz erklärt es folgendermaßen: „Wir hatten vor Jahren schonmal mit Ana Popovic eine Kroatin verpflichtet, den Zugang als perfekt gemeldet. Dann hat sich der kroatische Verband quer gestellt.“ Denn bei internationalen Wechseln ist immer ein Transferzertifikat entscheidend. Dieses auszustellen obliegt den nationalen Verbänden. Im Fall Popovic wollte der Verband seine Nationalspielerin im eigenen Land spielen sehen und machte dem Wechsel einen Strich durch die Rechnung. Um Ähnliches nicht wieder zu erleben, hat Schulz nun beim kroatischen Volleyball-Verband um Freigabe gebeten. „Die Spielerin und wir sind uns weitestgehend einig. Wir wollen sie, sie will zu uns. Aber wir müssen diesen Weg jetzt gehen“, so Schulz zum Fall der 196 Zentimeter langen Cutura.
Auch wenn Cutura kommen sollte, die Planungen beim USC gehen weiter. „Unser Ziel ist es, uns weiter punktgenau zu verstärken. Wir werden die Augen offen halten, aber es muss auch der entsprechende wirtschaftliche Rahmen stimmen“, sagt Schulz. Eine Frage der Sponsoren halt.
Lutz Hackmann
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