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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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HSP übernimmt die Orga beim Leonardo-Campus-Run

Jütting

Staffelübergabe mit Symbolcharakter (v.l.): Jörg Verhoeven, HSP-Wettkampfleiter Tim Seulen, Prof. Dr. Dieter Jütting und Prof. Dr. Michael Krüger vom IfS. [Fofo: Hackmann]

[07.07.2010 | Münster | LUH]

Ein bisschen Wehmut, das gibt Professor Dr. Dieter Jütting gerne zu, schwingt schon mit. „Doch es ist an der Zeit, den Staffelstab zu übergeben“, bedient sich Jütting passend eines Sprachbildes aus dem Laufsport.

Zehn Jahre lang war der Professor vom Institut für Sportwissenschaft (IfS) das Gesicht des Leonardo-Campus-Runs. Jütting hat ihn erfunden, brachte bei der Premiere im Jahr 2001 620 Sportler in Bewegung – und schaut nun auf einen gewichtigen Sportevent in Münsters Terminkalender, bei dem sich vor drei Wochen 3.300 Aktive auf die Strecke begaben.

Von der Lehrveranstaltung zum Laufevent

Der mittlerweile emeritierte Professor hat mit seinem Organisationsteam vom IfS eine Dekade lang die Vor- und Nachbereitung des LCR federführend gestaltet, seit 2005 mit Unterstützung der Mannschaft des Hochschulsports (HSP). Bei den augenblicklichen Dimensionen des Runs – und nichts spricht dafür, dass die Popularität des größten münsterischen Volkslaufes abnehmen könnte – erscheint es nur sinnvoll, dass das HSP-Team nun die Gesamtorganisation übernimmt. Schließlich hat sich auch der Schwerpunkt des LCR verändert. Was viele nicht wissen: Jütting hatte den Lauf seinerzeit initiiert, um seinen Studierenden eine Möglichkeit zu bieten, mit dem Thema Sport-Event-Management in Berührung zu kommen. Das heißt, dass gerade die Organisation das Ziel Jüttings und seiner Crew war. „Didaktisch sehr wertvoll für die Magister-Studierenden“, sagt auch Prof. Dr. Michael Krüger vom IfS, „ein Erfolgsmodell, das sich nun aber von einer Lehrveranstaltung zu einem viel beachteten Laufevent entwickelt hat.“ Es sei nur logisch, dass das Heft der Organisation nun nach Jüttings Abschied in die Hände des HSP überginge.

Respekt ja, Angst nein

Dass das eine schöne, gleichzeitig aber schwierige Aufgabe ist, weiß Jörg Verhoeven, seines Zeichens stellvertretender Leiter des HSP, natürlich aus eigener Erfahrung. „Wir haben den diesjährigen Lauf daher schon mit anderen Augen gesehen. Wohl wissend, dass das 2011 unsere Gesamtbaustelle sein wird. Da müssen sehr viele Rädchen ganz schön gut geschmiert sein, dass sie entsprechend passend ineinander greifen“, meint Verhoeven. Doch der HSP-Vize macht auch klar: „Selbstverständlich gehen wir mit Respekt an diese Aufgabe heran. Aber Angst haben wir keine!“

Noch optimieren

Durch die Orga-Übernahme des HSP wird sich für die Aktiven nicht viel verändern. Da das augenblickliche Format des LCR von den Sportlern überragend angenommen wird, „werden wir 2011 keine völlig neuen Event präsentieren“, berichtet Verhoeven, „wohl aber werden wir versuchen, den LCR an einigen Stellen noch zu optimieren.“ So ist ein gedruckter LCR-Guide in Planung, es wird über Netto-Zeitmessung nachgedacht und über eine Teilnehmerbeschränkung, die aber durch den Einbau eines weiteren Laufs aufgefangen werden soll. Bei diesen Überlegungen stehen die HSP-ler aber weiter im Dialog mit Jütting. Verhoeven: „Der Dieter ist ja nicht aus der Welt!“

Lutz Hackmann

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