Benutzeranmeldung
Wunderbare Welten

Faszinierende Welt der Makrofotografie: Thomas Holzlehner fotografierte diese Fliege bei der Verdauung. [Foto: Holzlehner]
Wunderbare Welten in kleinem Kosmos – eine Faszination, der sich auch der münstersche Amateurfotograf Thomas Holzlehner nicht entziehen kann: Als Makrofotograf hält er fest, was dem bloßen Auge oftmals verborgen bleibt.
Verstecktes suchen
„Verstecktes suchen, Details beobachten, auf Unauffälligkeiten achten und in Szene setzen“, nennt er seine Motivation. Ästhetik, Schönheit, der richtige Bildaufbau und die korrekte Bearbeitung – kurz: „Das Foto muss den Betrachter fesseln“, fasst der 45-Jährige diese doch recht außergewöhnliche Sparte der Fotografie zusammen. Seine Fotos kommen an: Bei einer Messe in der Halle Münsterland lobte eine Jury bei der Bildbesprechung den geübten Blick Holzlehners fürs „richtige“ Motiv und die technische Umsetzung.
Technisches Equipment
Wer sich diesem Hobby widmet, braucht ein umfangreiches und spezielles technisches Equipment, um solche Bilder überhaupt realisieren zu können. Voraussetzung sind unter anderem ganz bestimmte Objektive, ein Stativ, Zwischenringe und Balgengeräte. Lange Zeit habe er denn auch nur davon träumen können, sich der Makrofotografie zu widmen: „In den Zeiten der analogen Fotografie war es einfach noch zu teuer“, nennt er den Grund, warum wer seinen Wunsch erst mit der Digitalfotografie verwirklichen konnte.
Weniger Kosten
Analog habe man schnell mal viele Filme verschießen müssen, um beispielsweise ein sich bewegendes Insekt ins rechte Licht zu rücken. Hinzu kamen anschließend die Entwicklungskosten. Nun könne er dank Digitaltechnik viele Fotos schießen, ohne Kosten zu verursachen und die Bilder hinterher in aller Ruhe am Computer bearbeiten – auf Papier landen nur noch die wirklich besten Bilder. Der Platz für die Abzüge ist jedoch endlich: „Meine Frau malt, und da müssen wir uns die Wände in der Wohnung halt teilen“, räumt Holzlehner lächelnd ein.
Fotografierfieber
Seit seinem elften Lebensjahr begeistert sich der Diplom-Geologe für die Fotografie – mit einer kleinen Kodak „Ritsch-Ratsch-Klick“ fing der Mecklenbecker an. Sein Vater war gleichzeitig auch sein „Ausbilder“ , weihte ihn in die Geheimnisse der Technik ein und weckte seine Aufmerksamkeit für Motive. Mit 14 Jahren gab´s dann eine Minolta – das Fotografierfieber hatte Holzlehner längst erwischt, intensiv beschäftigte er sich auch mit der Literatur zum Thema.
Leidenschaft
Die Leidenschaft für die Makrofotografie kam bereits mit dem Studium: In Freiburg aufgewachsen, studierte der Familienvater dort Geologie: „Bei vielen Exkursionen, vor allem auch in die Alpen, habe ich dann Gesteine und Fossilien fotografiert“, erläutert er die Anfänge. Der Weg führte ihn über das Diplom in Erlangen schließlich aus privaten Gründen nach Münster, wo er bei Haver & Boecker als Geologe im Vertrieb und in der Projektierung arbeitet. Die Freizeit aber gehört Fliegen, Käfern, Libellen, Blütendetails „und demnächst auch Aufnahmen von Mineralien, Kristallen und Kristallverwachsungen“, kündigt Holzlehner voller Tatendrang an.
Mit der Makroausrüstung unterwegs: Thomas Holzlehner ist begeisterter Makrofotograf. Foto: Wolfram Linke
Durch die Emsauen
Doch wo findet sich diese kleine große Welt? Für seine Bilder pirscht er bevorzugt durch die Emsauen am KÜ bis hin nach Telgte, das Venner Moor „und durch den Truppenübungsplatz in Handorf – aber nur sonntags“, erklärt er schmunzelnd. Besonders schätzt er die Vielfältigkeit der Vegetation dort – denn die Vielfalt sei eine Grundlage der Makrofotografie. Auch Teichlandschaften haben es ihm angetan, weil dort vermehrt Libellen zu finden seien.
Eins sein mit der Natur
Für gute Bilder müsse er mit der Natur verschmelzen, eins sein mit ihr – und allein. Erst dann könne er in aller Ruhe beobachten, auf Motivjagd gehen und schließlich Erfolg haben. Den hat er – unsere Fotostrecke am Ende des Textes liefert davon beredt Zeugnis ab. Weitere Bilder von Thomas Holzlehner sind in der Fotocommunity zu sehen.
Makrofoto-Club
Bislang noch „Einzelkämpfer“, plant er nun, einen münsterschen Fotoclub für Makrofotografen zu gründen. Wer Interesse hat, kann sich bei ihm per E-Mail – thomas.holzlehner@citykom.net – melden. Wolfram Linke
Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren:
[01.06.2010 | LUH]Auf Wacker Mecklenbecks Costa Fetsch kommt eine entspannte Vorbereitungsphase auf die Saison 2010/11 zu: der Trainer der Bezirksliga-Fußballer von Wacker Mecklenbeck hat bereits am 1. Juni seinen Kader für die nächste Serie komplett stehen.
Drei "verlorene Söhne" kehren zurück
[28.04.2010 | ECHO]Die ersten Investoren im Hansa-Business-Park sind münstersche Unternehmer. Die Verwaltungsgesellschaft Hermann Stroetmann GmbH & Co. KG erwarb jetzt ein etwa sechs Hektar großes Grundstück auf dem Amelsbürener Areal. Ende März unterschrieben die Geschäftsführer Lutz und Max Stroetmann die Verträge.
- [30.03.2010 | ECHO]
Die Deutsche Bahn AG führt in der Zeit vom 1. April, 22 Uhr, bis 6. April, 5 Uhr, Gleisbauarbeiten im Ortsteil Münster-Mecklenbeck durch. Aufgrund der vorgesehenen Maßnahmen müssen vom 2. April bis einschließlich 5. April die Züge der Linie RB 63 (Baumberge-Bahn) zwischen Münster und Havixbeck (in beiden Richtungen) durch Busse ersetzt werden.
[19.03.2010 | ECHO]Das geplante Stadtbereichszentrum an der Weseler Straße in Mecklenbeck hat, nachdem die konkreten Pläne des Investors veröffentlicht worden waren, intensive Diskussionen im Stadtteil ausgelöst.
[05.03.2010 | KOE]Senioren-Domizile, Studenten-Heime, betreutes Wohnen: Es gibt sie für viele Zielgruppen. Wohn-Konzepte, bei denen der Nachbar mehr darstellt als nur die letzte Instanz zu sein, wenn einem wieder der Zucker ausgegangen ist. 2004 hatte Rita-Maria Meyer zum ersten Mal von einer Dortmunder Initiative erfahren, die explizit Frauen für das häusliche Zusammenleben suchte.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



