Beratungsstelle der WWU feiert fünften Geburtstag

Gratulationen zum fünfjährigen Bestehen der Sozial- und Suchtberatung: Manfred Wiegers (r.), Abteilungsleiter für Personalangelegenheiten, und Leiterin Sabine Kolck. [Foto: upm]
Der Chef ist Choleriker und ein Kollege erscheint jeden Morgen mit Alkoholfahne am Arbeitsplatz. Diese oder ähnliche Probleme kennen die meisten Arbeitnehmer.
Georgskommende
Beschäftigte an der Universität Münster können sich in solchen Fällen an die Sozial- und Suchtberatung der WWU in der Georgskommende 14 wenden. Das unabhängige Beratungsangebot feiert im Dezember sein fünfjähriges Bestehen.
Von Erfolg gekrönt
"Von Erfolg gekrönt" sei die Einrichtung von Beginn an gewesen, so Manfred Wiegers, Abteilungsleiter für Personalangelegenheiten und Organisation der Verwaltung an der WWU. Gegründet wurde die Beratungsstelle im Dezember 2002 für suchtkranke Mitarbeiter. Das Beratungsangebot wurde jedoch ausgeweitet - über die Hälfte aller Ratsuchenden kommt heute in die Georgskommende, wenn Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten auftauchen.
Persönliche Krisen
Auch persönliche Krisen oder die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach langer Krankheit spielen in den Gesprächen mit Sabine Kolck, Leiterin der Sozial- und Suchtberatung, eine Rolle. Darüber hinaus will die Beratungsstelle mit verschiedenen Kursangeboten die Gesundheit der Beschäftigten an der WWU fördern.
1400 Einzelberatungen
Über 1400 Einzelberatungen hat Kolck seit Dezember 2002 durchgeführt. 80 Prozent der Hilfesuchenden arbeiten im nichtwissenschaftlichen Bereich der WWU, 20 Prozent sind als Wissenschaftler tätig. Die Beratungszahlen zeigen, dass Männer zurückhaltender sind, wenn es darum geht, sich Rat von außen zu holen: Zwei Drittel von Kolcks Klienten sind Frauen. In den Beratungen
setzt sie auf das Selbstbewusstsein der Menschen, die zu ihr kommen.
Auf Stärken besinnen
Indem sich Ratsuchende auf ihre Stärken besinnen, sollen sie lernen, Konflikte erfolgreich zu meistern. Nicht nur die Ratsuchenden, auch die WWU profitiert von der Beratungsstelle. "Da kann eine Menge aufgefangen werden", ist sich Wiegers sicher. Denn die frühe Beratung verhindert, dass Mitarbeiter arbeitsunfähig werden. Auch die Bewertung durch ehemalige Klienten gibt der Arbeit der Sozial- und Suchtberatung an der WWU Recht.
Besseres Klima
Für die meisten hat sich nach den Gesprächen mit Kolck viel verändert: Sie berichten über ein besseres Klima am Arbeitsplatz, haben mehr Selbstbewusstsein und gehen anders mit ihrer Arbeit und den Kollegen um. Für die Zukunft plant die Sozial- und Suchtberatung Stressseminare und weitere Aktionen in der Suchtprävention.
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