Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert mehr Anstrengungen der Landesregierung, die Hochschulen sozial zu öffnen und die Arbeits- und Studienbedingungen für die Beschäftigten und Studierenden zu verbessern.
Die chronisch unterfinanzierten Hochschulen benötigen nach Auffassung der Bildungsgewerkschaft GEW mehr Geld aus dem Landesetat, statt es über Gebühren von den Studierenden einzuziehen. "Wir brauchen eine höhere Studierendenquote in NRW, die den internationalen Standards entspricht. Dafür braucht es mehr Studienplätze und einen gebührenfreien Zutritt zum Studium. Bleibt die Landesregierung weiter untätig, werden wir massive Probleme bekommen, vor allem im Doppelabiturjahrgang 2013," so GEW- Geschäftsführer Carsten Peters.
Bedingungen schwieriger
Mit dem Hochschulfreiheitsgesetz und der Umsetzung des Hochschulpakts 2020 in NRW sind aus Sicht der GEW die Bedingungen für Lehrende und Studierende schwieriger geworden. Erste Befragungen unter den Studierenden zeigten die negativen Auswirkungen der Einführung von Studiengebühren. Auch durch das Bundesamt für Statistik wurde zuletzt bestätigt, dass die Studierendenzahlen in Bundesländern mit Studiengebühren zurückgegangen sind, obwohl zeitgleich mehr junge Menschen eine Hochschulzugangsberechtigung erhalten haben. Studiengebühren wirken abschreckend und tragen dazu bei, dass viele Studierwillige von der Aufnahme eines Studiums aufgrund der hohen finanziellen Hürden Abstand nehmen.