
So soll es einmal aussehen: Modell-Nashörner in der Modellanlage. [Foto: PR]
Die Erdmännchen im Allwetterzoo können sich freuen: Spätestens im nächsten Frühjahr sind sie Nachbarn der Nashörner. Direkt neben der Nashornhalle wird derzeit eine 460 m² große Fläche für die kleinen afrikanischen Raubtiere völlig neu gestaltet.
In der Halle entsteht ein warmes Winterquartier, in das die Erdmännchen demnächst unterirdisch wechseln können, wenn es ihnen draußen zu kalt wird. Das ist ebenso neu wie ein Besucherweg, der mitten durch die Erdmännchen-Anlage führt, so dass man die Tiere direkt vor der Nase haben wird.
Der Weg beginnt am Allwettergang vor der Nashornhalle. Es führt leicht abwärts, links und rechts wird man durch große Scheiben in die Anlage der Erdmännchen sehen können. Schließlich gelangt man in einen überdachten Bereich mit eingebautem Fenster, durch das man in eine Schlafhöhle der Erdmännchen schauen kann. Gleich nebenan wird noch mehr gebuddelt, denn hier entsteht eine zusätzliche Freianlage für die Breitmaulnashörner.
Auf dem jetzigen Baugelände befand sich ursprünglich eine Anlage für
Flusspferde (ab 1974). Sie wurde Anfang der 1980er Jahre geteilt und im
linken Bereich für Zwergflusspferde umgebaut. Seit etwa 1994 lebten
hier verschiedene Tiere, zuletzt Krauskopfpelikane, die jetzt vor dem
Afrikapanorama zu sehen sind. Den rechten Teil bewohnten
Schabrackenschakale, die vor wenigen Wochen in einen niederländischen
Zoo umgezogen sind.
Das Erdmännchen-Reich in Zahlen:
Größe der Freianlage: 460,0 m²
Größe der Innenanlage: 27,5 m²
(alte Anlage am Tropenhaus zum Vergleich: 32 m²)
Und darauf freuen sich die Breitmaulnashörner:
Gesamtgröße der Freianlagen
nach der Fertigstellung: 3.512 m²
(jetzige Anlage zum Vergleich: 2.234 m²)
Fertig und teuer:
Fertigstellung: voraussichtlich im Frühjahr 2008
Ausführung: Architektur-Büro Wolfgang Kantorski, Münster
Bausumme insgesamt: 500.000 Euro
Spende Zoo-Verein für die Erdmännchen: 70.000 Euro