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Promenaden-Baumkinder bekommen Extra-Schluck aus der Wasser-Pulle

Wässern der jungen Bäume

Josef Eichholt ist mit dem Wasserschlauch fast einen ganzen Tag lang mit den jungen Linden im Schlossabschnitt der Promenade beschäftigt. [Fotos: Hänscheid]

[27.07.2008 | Münster | HH]

Rudolf Koolwaay ist zufrieden mit seinen Schützlingen. „Man kann sehen, dass sie sich mühen“ lobt er die rund 200 jungen Linden, die seit diesem Frühjahr den durch Kyrill kahl geschlagenen Promenaden-Abschnitt am Hindenburgplatz begrünen.

Permanent erleben er, das Grünflächenamt, aber auch die betreuenden Gärtner und jetzt auch echo-muenster Anfragen nach dem Wohlergehen der jungen Linden, die als „Bürgerbäume“ gestiftet wurden und den Münsteranern offenkundig sehr am Herzen liegen. „Die sehen momentan richtig schlapp aus“, so rief eine echo-Leserin besorgt in der Redaktion an und bat, doch einmal nachzuhorchen, warum die Kleinen zu schwächeln scheinen.

Sommer ist Stress für die jungen Bäume

Tun sie nicht, beruhigt Koolwaay, der Leiter der Fachstelle Neubau im Grünflächenamt.  „Aber natürlich bedeutet ein Sommer wie dieser für die frisch gepflanzten Bäume Stress“. Doch die große Mühe, die man sich bei Auswahl und Ankauf der Neuen ebenso gemacht habe wie bei der Vorbereitung der Pflanzstellen seit dem vergangenen Winter zahle sich aus. „Und natürlich bekommen die alle bei solch trockenem und warmem Wetter ihren regelmäßigen Schluck aus der Pulle!“.

Zufüttern nötig

Denn im Gegensatz zu ihren wenigen schon erwachsenen Geschwistern, die das Kyrill-Massaker überlebten, müssen die Kleinen neben dem Niederschlags-Nass „zugefüttert“ werden.

„Wir lassen wässern“, so sagt Koolwaay und berichtet von der eine Vegetationsperiode dauernden Fertigstellungspflege durch die Telgter Gartenbaufirma, die im Frühjahr für die Pflanzaktion verantwortlich war. „Und da klar ist, dass die Promenade als Kleinod unter ständiger liebevoller Beobachtung der Münsteraner steht und wir natürlich den Bürgerbäumen einen guten Start in ihr Leben am neuen Standort geben wollen, ist eine weitere zweijährige „Entwicklungspflege“ vereinbart worden“.

Einmal in der Woche

Entwicklungshelfer ist beim echo-Besuch vor dem Schloss dieses Mal Josef Eichholt. Der Telgter  Gärtner hat den langen Wasserschlauch ausgerollt und sorgt – „mindestens einmal in der Woche, bei extremer Trockenheit öfter“ – dafür, dass die Baumkinder keinen Durst leiden müssen. Zwei Minuten lang berieselt der kühle Strahl den Pflanzgrund rund um die kleinen Stämme, dafür braucht man bei den etwa 200 Erfrischungs-Hungrigen fast einen ganzen Tag – inclusive Schlauch-Umstecken an den Hydranten.

Bis die Bürgerbäume die Größe ihrer älteren Geschwister haben werden, wird noch viel Zeit vergehen. Aber: "Sie geben sich Mühe beim Anwachsen", so sagt das Grünflächenamt.

Auch "007" geht es gut

Keine Sorge also, liebe echo-Leserinnen und Leser: Der Baum-Kindergarten ist in guten Händen. Übrigens auch der echo-Baum: Denn die Nummer „007“ haben zum Start unseres Online-Portals Redaktion und Sponsoren als Bürgerbaum erworben. Er lässt schön grüßen und – wie wie oben gesagt: Er gibt sich Mühe beim Wachsen.

Heike Hänscheid

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