Published on www.echo-muenster.de (http://www.echo-muenster.de)
WDSF reagiert auf verlängerte Betriebsgenehmigung des Delfinariums

Blick ins münstersche Delfinarium

Das Wal- und Delfinschutz-Forum kritisiert auch nach der Betriebserlaubs-Verlängerung weiter den Standort Münster. [Foto: PR]

[14.11.2008 | Münster | ECHO]

Es war bei echo-muenster zu lesen: Die Stadt hat die Betriebsgenehmigung [1] für das Delfinarium im Allwetterzoo für weitere fünf Jahre verlängert. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) reagiert darauf mit einer Medienmitteilung.

Darin bezeichnet es die Auflagen, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) der Stadt gemacht hat,  als "auf Antrag des WDSF" geschehen. Das Landesamt stelle als zuständige Aufsichtsbehörde "üblicherweise" Auflagen bei der fachaufsichtlichen Kontrolle, sieht das die Stadt anders.  

Gutachten zur Verfügung gestellt

Jürgen Ortmüller, Vorsitzender des WDSF: "Es wurden verschiedene Verstöße gegen das sogenannte Säugetiergutachten des Bundesministeriums festgestellt. So wurde die Haltungsanlage vom LANUV stark bemängelt". Dem Wal- und Delfinschutzforum wurde das Gutachten des LANUV zur Verfügung gestellt.  Dass das Hallendach umgebaut werden müsse, um bessere Luft- und Lichtverhältnisse für die Delfine zu gewährleisten, zitiert Ortmüller daraus. Mögliche Hörbeeinträchtigungen durch Umgebungsgeräusche wie z.B. dem lautstarken Applaus der Zuschauer während der Show-Vorführungen und durch die Musikbeschallung müssten laut WDSF noch überprüft werden, weil bisher „keine Messungen der variierenden Umgebungsgeräusche im Delphinarium Münster vorliegen“.

Auch die Seelöwen im Blick

In der Pressemitteilung schreibt Ortmüller weiter: "Nach Ansicht des WDSF war der Neuzugang von drei Großen Tümmlern in Münster aus dem Delfinarium Harderwijk/Holland im September unzulässig". Deshalb werde  das WDSF  beim LANUV beantragen, den Transfer der drei Jungtiere aus dem Delfinarium Harderwijk/Holland rückgängig zu machen. Auch die sechs Seelöwen hat der Delfinschutz-Verein im Auge: "Eine Trennung des männlichen Seelöwen während der Paarungszeit ist bisher unter tierschutzrechtlichen Aspekten nicht gegeben".

Livingpage GmbH & Co. KG
  • Agentur Livingpage: Drupal
  • Impressum
  • Datenschutz
  • RSS

Source URL: http://www.echo-muenster.de/node/46341

Links:
[1] http://www.echo-muenster.de/node/46306