
Putt, putt, putt - lässt sich Petra von unserer Stattwurst zurück in ihre gute Stube locken? [Foto: Halberscheidt]
Ungewöhnliche Fragen erfordern unkonventionelle Antworten. Wo ist Petra? Keiner weiß, wo die in der Welt bekannte Trauerschwänin sich zur Zeit rumtreibt. Wir auch nicht. Aber, wir helfen bei der Suche nach Münsters Marketing-Königin. Probates Lockmittel - putt, put, putt: die Stattwurst.
Wir würden sie der Treulosen glatt zum Fraße vorwerfen. Schließlich kennt sie die Kost der Menschen. Pommes, Kekse, Schokolade – was hat die zutrauliche Gute nicht schon alles aus Spaziergänger-Hand verköstigt. Da wird sie sich vielleicht auch durch eine stattliche Wurst ködern lassen. Wer weiß.
Ach, wie rührend
Würde sie doch bloß wieder auftauchen. Und am Aasee die Fantasie der Menschen beflügeln oder Marketing-Füchse beglücken. Seit ihrer mittlerweile verblassten Liebe zum brautweißen Tretboot gehört die langhalsige Schönheit doch zu Münster wie der Adler zum Zoo. Ach, wie rührend und werbewirksam, wenn Tiere so menschliche Züge haben. Beim knuddeligen Eisbären Knut hat’s auch funktioniert.
Phantom Petra
Doch Diva Petra hat sich eine neue Rolle ausgedacht. Geistert jetzt lieber als Phantom durch die Gazetten, wie einst Marlene Dietrich. Wo sie nicht überall gesehen worden sein soll. In Xanten, in Carolinensiel am Nordseestrand oder in Lindau am Bodensee – bloß nicht in Münster und Umgebung, wo sie steckbrieflich gesucht wird. Die täglichen Wasserstandsmeldungen reißen nicht ab.
Ein Vogel bleibt ein Vogel
Mal ehrlich, liebe Leute. Bei aller aufrichtigen Sorge und Zuneigung – die Schwänin ist ein Vogel und bleibt ein Vogel, der die Freiheit hat, überall dorthin zu fliegen, wohin es ihn zieht. Und das hat Petra getan. So hat es Mutter Natur eingerichtet. Mit allen Konsequenzen.
Bruni Frobusch