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Eine Uni gesucht und einen Klub dazu gefunden: Stephan Carduck zum UBC

Carduck (l.), Stuckenholz

Stephan Carduck (l.), UBC-Manager Helge Stuckenholz: Den Erstkontakt stellte der Jura-Student per Internet her. [Foto: Austermann]

[07.08.2009 | Münster | TA]

Nach Max Schulze Pals, Rückkehrer Patrick Ogiermann und dem US-Amerikaner Hayden Heiber hat der UBC Münster mit Stephan Carduck einen vierten neuen Basketballer verpflichtet. Der Erstregionalligist, der am 12. September daheim gegen BBV Hagen startet, verstärkt den Kader mit einem 1,98 m großen Flügelspieler, der durch die richtige Schule gegangen ist.

Der 22-Jährige Jura-Student aus Eschweiler hat fünf Jahre lang in Rhöndorf gespielt und das Sportinternat Schloss Hagerhof besucht. „Guter Klub, gute Schule“, wertete Carduck am Freitag gegenüber echo-muenster. „Da lernt man, im Team zu spielen, fürs Team zu spielen und die Verteidigungsarbeit voran zu stellen.“ Das passt haargenau zur Philosophie des UBC-Trainers.

Kontaktformular bahnt den Weg

Götz Rohdewald lernte den Neuen am Telefon kennen, lud ihn zum Training ein und nahm ihn mit offenen Armen auf. Carduck hat bis zuletzt wie seine Freundin Katharina Müller in Freiburg studiert, beiden stand der Sinn nach einem Ortswechsel. „Wir wollten unbedingt gemeinsam entscheiden, welche Stadt und welche Uni passt.“ Für den Basketballer war zudem klar, „dass es dort einen Verein geben muss, der ambitioniert spielt.“

Also recherchierte er im Breisgau sitzend am PC, fand den UBC, las dessen Geschichte und füllte das Kontaktformular aus. Danach war es für Manager Helge Stuckenholz leicht, den Kandidaten zu locken. „Das passt hier alles bestens. Wir können studieren und ich spiele bei einem guten Verein.“ Schon die zweite Wohnung, die sich die beiden Ortswechsler ansahen, wurde genommen.

In Köln der Bundesliga ganz nahe

Rohdewald machte sich seinerseits schlau, telefonierte mit Fachleuten in Rhöndorf und ließ sich Videos schicken. „Stephan ist gut ausgebildet, verfügt über Übersicht, hat ein großes Spielverständnis und kommt uns auch aufgrund seiner Größe gelegen.“ Denn an Länge mangelt es dem neuen Kader noch. Und ein neuer Center ist noch immer nicht in Sicht. Stuckenholz: „Es ist zurzeit nicht leicht, an die Mittel zu kommen, die wir aufwenden müssten.“

Eine Etage höher

Eine Etage oberhalb des UBC hat Carduck zuletzt gespielt, für den USC Freiburg. In der letzten Pro-B-Serie, der zweiten Stufe der Zweiten Liga, kam er durchschnittlich auf 15 Minuten Spielzeit, sechs Punkte und zwei Assists.  Nach dem Abi im Schlossinternat schloss er sich zunächst Rhein Energie Köln an (06/07), fiel in der dortigen Regionalliga-Zweiten auf und rückte in den Blickpunkt der Erstliga-Ersten. Dann warf ihn eine böse Blessur für Monate zurück. „Ein Syndesmoseband im Sprunggelenk war gerissen. Das Thema Bundesligachance war keines mehr.“ Die Freiburger, die er jetzt verlässt, schlossen die Pro-B-Serie als 13. ab und rücken trotzdem jetzt in die Pro-A-Liga auf.

Carduck macht durchweg den Eindruck, als könne er sich problemlos akklimatisieren: „Ich schaue nicht so sehr auf meine Statistiken, ich spiele lieber in einem Team, das auch als solches auftritt.“

Thomas Austermann

In der neuen Saison müssen die UBC-Fans flexibel sein. Es gilt nicht mehr wie bisher, dass der Klub seine Heimspiele stets an einem Samstag austrägt. Unter anderem prägen  Doppelspieltage (Freitag/Sonntag) die Saison. Deshalb spielt die Rohdewald-Truppe auch am 27. September (Sonntag, 16 Uhr) gegen Schalke, am 4. Oktober (Sonntag, 16 Uhr) gegen Wulfen, am 13. November (Freitag, 20 Uhr) gegen SVD Dortmund und am 11. Dezember (Freitag, 20 Uhr) gegen Schwelm.

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