
SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer [Foto: PD]
„Das ist eine humanitäre Tragödie auf offener Bühne. Der nordrhein-westfälische FDP-Innenminister Wolf muss endlich die Abschiebung der Roma aussetzen, hierzu gibt es keine Alternative“: Mit dieser Forderung unterstützt Wolfgang Heuer für die SPD-Ratsfraktion die Initiative des Ausländerbeirates mit dem Ziel eines Abschiebstopps für die in Münster lebenden Roma.
In Münster, führt der Sozialdemokrat aus, seien demnach ca. 300 Angehörige der Roma aktuell von einer zwangsweisen Abschiebung in den Kosovo bedroht, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. "Diese kennen die Heimat ihrer Eltern nicht, würden nach allgemein anerkannter Einschätzung so gut wie keine Ausbildungs- und Berufschance besitzen", betont Heuer. Der Kosovo gelte als das ärmste Land in Europa, das mit der Integration von Flüchtlingen völlig überfordert sei. „Die Aufhebung des bisherigen Abschiebestopps in Nordrhein-Westfalen nimmt auf diese Tatsachen keine Rücksicht, sie ist unter humanitären Gesichtspunkten unverantwortlich.“
Da einzelne Abschiebungen im Münsterland offenbar bereits
angeordnet wurden, sei dringender Handlungsbedarf gegeben. „Ich erwarte hier auch vom scheidenden Oberbürgermeister Dr. Tillmann eine rasche Initiative in Richtung Düsseldorf. Dabei setze ich auf die Unterstützung durch eine breite Mehrheit im Rat der Stadt, für die der Resolutionstext des Ausländerbeirates eine gute Grundlage bildet.“