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Sterben

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten vor dem Tod noch möglichst normal leben - mit der Familie und Freunden, schmerzfrei, zudem gut versorgt: In Münster ist das möglich dank zahlreicher Dienste und Einrichtungen, die untereinander eng vernetzt sind.

„Ich verstehe unsere Arbeit als eine Lebensbegleitung in einer besonderen Situation“, meint Dr. Sabine Haunhorst, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand der ambulanten Hospizbewegung Münster.

Ehe es das „Brücken-Team“ der Universitäts-Kinderklinik gab, starben 80 Prozent der schwerstkranken Kinder in der Klinik, nur 20 Prozent konnten die letzten Wochen oder Tage ihres Lebens zuhause verbringen. Heute – im vierten Jahr der Arbeit des Fachteams – hat sich Verhältnis genau gedreht.

Beim Bürgermedienpreis 2009 der Landesanstalt für Medien NRW hat die "Ambulante Hospizbewegung Münster" einen 1. Preis erhalten. Ausgezeichnet wurde ihr Beitrag "PatientInnen-Verfügung" in der Kategorie "Lokale publizistische Ergänzung".

“Der November ist mit Allerheiligen, Allerseelen, dem Volkstrauertag, Totensonntag und dem Buß- und Bettag der Monat des Totengedenkens“, erklärt Kulturwissenschaftlerin Katrin Bauer von der Volkskundlichen Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Gleich fünfmal, passend zur tristen Jahreszeit, wird dem Thema Tod gedacht.

Die Broschüre „Abschied nehmen“ mit Informationen für Eltern, deren Kind stirbt, ist in neuer Auflage erhältlich.
Neun Mal hat das Johannes-Hospiz zu Tagen der offenen Tür eingeladen – im zehnten Jahr seines Bestehens bekommt es die Organisation dieser Veranstaltung von Marketing-Profis und Künstlern geschenkt.
Große Erleichterung macht sich beim Palliativnetz Münster breit. „Die Fortsetzung der Arbeit des Palliativnetz Münster ist weitgehend gesichert!“ So kommentiert Dr. Ulrike Hofmeister (Foto) den soeben erfolgten Vertragsabschluss mit den Krankenkassen in Westfalen-Lippe.

Rund 11 000 Stunden haben die 39 Frauen und Männer im Jahr 2008 von ihrer Freizeit gegeben, bekommen keinen Cent dafür, sind stattdessen durchgängig mit emotional stark belastendenden Situationen beschäftigt und sagen dennoch übereinstimmend: „Wir fühlen uns beschenkt“. Die Ehrenamtlichen der Hospizbewegung Münster sind eine ganz besondere Bürgerbewegung.

Es ist der zentrale Satz, den sich Irmgard Bröker immer wieder ins Gedächtnis ruft: „Ich kann dabei nichts falsch machen!“ Ein Satz, der sie seit etwa neun Jahren begleitet und ihr immer neu Sicherheit gibt bei ihrer ehrenamtlichen Aufgabe: Die Handorferin begleitet Sterbende und ihre Angehörige zuhause beim Abschied vom Leben.
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:




