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Die Linken

Gut 48 Stunden ist es her, dass die Grünen über 12 Prozent bei der Landtagswahl holten. Und auch wenn am Wahlabend der Jubel noch groß war - nun heißt es mit kühlem Kopf über Koalitionspräferenzen nachdenken: Münsters Basis steuert dabei auf Rot-Rot-Grün zu - wie die Mitgliederversammlung am Abend verdeutlicht.

Jürgen Rüttgers – und die Sponsoring-Geschichte der nordrhein-westfälischen Christdemokraten. Ein Thema, das den Abgeordneten Rüdiger Sagel (Die Linke) schnell auf die Barrikaden treibt.

Der Vorstoß des linken Landtagsabgeordneten Rüdiger Sagel, eine fünf- bis zehnprozentige Kulturabgabe für Touristen in Münster einzuführen, kommt für die hiesige FDP nicht überraschend.

Optimistisch wirkte sie, besaß letztlich allen Grund dazu – Josefine Paul, Landtagskandidatin der Grünen für Münster-Süd. Auf dem jüngst veranstalteten nordrhein-westfälischen Parteitag kandidierte sie für Listenplatz 19 – und konnte sich den auf Anhieb sichern.

Am Morgen danach: Dass SPD und Grüne in der konstituierenden Ratssitzung zusammen mit den anderen kleineren Parteien den alten Mehrheitsblock ein ums andere Mal übertrumpft hatten, muss die Union schwer irritiert haben. Jedenfalls sah sich Stefan Weber, der neue Parteichef, aufgrund der aktuellen Ereignisse zu einer geharnischten Erklärung veranlasst.

Lange dauerte sie, die jüngste Mitgliederversammlung der Linken. Gab es doch allerhand Gesprächsstoff. So sollen nach dem Willen der Basis Rüdiger Sagel und Ali Atalan mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl aussichtsreiche Plätze auf der NRW-Liste erhalten. Darüber hinaus war die künftige Ratsarbeit der Fraktion ein bestimmender Tagesordnungspunkt.

Der Wahlkampf steckt ihnen noch in den Knochen, aber die Anstrengungen für den Klimapakt gehen über alle Parteigrenzen hinweg weiter: Mit Ruprecht Polenz (CDU), Christoph Strässer (SPD), Maria Klein-Schmeink (Grüne), Daniel Bahr (FDP) und Hubertus Zdebel (Linke) stellen sich die Abgeordneten der fünf stärksten Parteien hinter den Bürgerpakt für den Klimaschutz.

Die Polizeieskorte voran, dahinter vier schwere Luxuslimousinen. So fährt der Konvoi am Prinzipalmarkt vor. Im Nu eilen sie herbei, die Personenschützer und die Gastgeber: Bürgermeisterin Karin Reismann, der künftige OB Markus Lewe sowie Ruprecht Polenz, der örtliche CDU-Repräsentant im Berliner Parlament. Gemeinsam begleiten sie Ehrengast Wolfgang Schäuble ins Rathaus.

Geschlagen hat man ihn, mit Boxhieben traktiert, am Ende soll sogar der Regenschirm als Waffe gegen Theo Knetzger, Wahlleiter der Linken, eingesetzt worden sein. Der behandelnde Arzt stellte inzwischen Prellungen an Nieren und Milz fest.

Am Tag vier nach der Kommunalwahl: „Schwarz-Gelb ist weg – und stellt im Rat keine Macht mehr dar“: Es war jener Satz im Statement des Spitzenkandidaten Gerhard Joksch, der am Abend, zu Beginn der grünen Mitgliederversammlung, am meisten beklatscht wurde.
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