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Stattwurst

Was braucht man, um mehr als eineinhalb Jahrtausende in ein Szenario der Vergangenheit zu reisen? Richtig: 600 Jugendliche aus Münster, einen ordentlichen See und den 1. Mai. Und schon sieht es nach ein paar Stunden so aus, wie weiland die römischen Geschichtsschreiber ihre Stadt nach der sprichwörtlichen Plünderung der Vandalen vorgefunden haben.

Sie ist beileibe keine Scharfmacherin. Auch niemand, der die Verwaltung ohne triftigen Grund kritisieren würde. Doch wenn schon Carola Möllemann-Appelhoff, die Liberale, in öffentlichen Diskussionen das „enttäuschende“, „wenig stilbildende“ Procedere moniert, dann muss etwas gewaltig schief gelaufen sein.

Es kommt in unseren Zeiten mittlerweile so oft vor, und doch ärgert es jedesmal wieder maßlos: Nur weil eine Minderheit sich benimmt wie eine offene Hose, müssten alle anderen, die sich ordentlich benommen haben, darunter leiden. Stichwort Sippenhaft. Nun hat es auch den Flohmarkt erwischt.

Es ist Sonntag und unsere Wurst muss weg – dieses Mal allerdings in zwei Hälften. Denn der Orden von echo-muenster.de für ausgemacht peinliche Aktionen muss diesmal auf zwei Kandidaten verteilt werden, die sich an der Spitze der Bewerber ein totes Rennen lieferten.

Wer den Schaden hat, so sagt man, spottet jeder Beschreibung. Doch manchmal ist es nicht nur Pech, das dem Opfer widerfahren ist. Sondern Naivität und mangelnde Vorstellungskraft – vielleicht sogar eine gewisse Gier. Und manchmal kommt die Echo-Redaktion dann nicht daran vorbei, solche Fehlleistungen mit der Stattwurst zu veredeln.

Denken Sie sich das auch manchmal: „Was machen so viele Würste im Kraftverkehr auf unseren Straßen?“ Naja, das Warum können wir an dieser Stelle auch nicht liefern, immerhin aber einen Erklärungsversuch: Es sind auch ein paar echo-Stattwürste dabei. Heute zum Beispiel. Da sind es gleich 351 Kraftfahrzeugführer, die sich den Peinlichkeitsorden der Redaktion teilen.

Nix für ungut liebe Wildkaninchen. Aber in dieser Woche verleihen wir euch unsere Stattwurst. Nicht etwa, für hochnotpeinliches Verhalten, wie es sonst bei echo-muenster Brauch ist. Schließlich versucht ihr nur, den Überlebenskampf in einem harten Winter zu gewinnen.

Eingeladen waren sie, die Damen und Herren aus der Politik und der Verwaltung - eingeladen Mitte Januar von Claudia Schöppner, Chefin der Erich-Klausener-Realschule. Während einer Ortsbegehung am 23. Februar sollte gemeinsam mit dem Kollegium, den Eltern und Jugendlichen die äußerst schwierige Raumsituation innerhalb der Bildungseinrichtung beleuchtet werden.

Seien wir doch mal ehrlich. Wenn wir gewusst hätten, welchen Preis die Weiße Weihnacht hat, dann würden wir im Nachhinein doch lieber umtauschen. Für ein bisschen Nostalgie, gedämpfte Geräusche, strahlende Kinderaugen und das lustige Knirschen des Neuschnees unter den Schuhen um Jesus´ Geburtstag herum, müssen wir jetzt schon seit der zweiten Dezemberhälfte leiden.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Autofahrer ihre Lizenz zum Führen eines Kraftwagens interpretieren. Selbst in Münster. Und ab und an bringt es welche von ihnen sogar zu einer Auszeichnung – wenn´s auch nur die Stattwurst, der allseits beliebte Peinlichkeitsorden von echo-muenster.de ist.
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:




