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Marco de Angelis

Senioren-DM: Boulouh knapp an Bronze vorbei

Im April 2009 übernahm Marketing-Mann Christoph Nientiedt (26/Foto/Quelle:SCP) beim SC Preußen eine volle Stelle ein und avancierte beim Viertligisten zum personifizierten Knotenpunkt der Bereiche Hospitality, Merchandising und Ticketing. Der Leiter des U 12-Fanklubs hatte seither gut zu tun. Ende Juni scheidet er nach insgesamt fünf SCP-Jahren überraschend schon wieder aus.

In die dritte Saison der Regionalliga West geht der SC Preußen wie erwartet und am Freitag erläutert mit Trainer Marc Fascher aus Hamburg. Der am 21. März als Nachfolger von Roger Schmidt auserkorene Fußballlehrer erhält an der Hammer Straße einen Vertrag bis Mitte 2011. Steigt Münster auf, darf der 41-Jährige noch ein Jahr bleiben.

Der Mann trägt Münsters Hoffnungen, zu einem großen Teil wenigstens: Stürmer Sercan Güvenisik (30), erst am 22. Dezember vom SC Preußen mit einem Vertrag bis Mitte 2011 verpflichtet, bleibt mindestens ein Jahr länger als bisher ausgemacht. Der Türke verlängerte beim Regionalligaklub bis zum 30. Juni 2012.

Der neue Preußentrainer, dessen Vorstellung der Fan-Stammtisch am Dienstag eigentlich galt, musste eine Weile zurück stehen. Vielen der rund 70 Fußballanhängern des Regionalligisten war nach Vergangenheitsbewältigung – Klubchef Marco de Angelis musste sich stellen und stellte sich auch. Gemeinsam mit Sercan Güvenisik begleitete er Marc Fascher.

In der Trainerfrage hat der SC Preußen schnell reagiert. Marc Fascher ist mit der Aufgabe bis Saisonschluss beauftragt. Damit läuft auch die Bewerbungsphase für den 41-Jährigen – überzeugt seine Arbeit, hat er eine Chance. Ab der neuen Serie kann es für Präsidiumsmitglied Carsten Gockel, den „Vorstand Sport“, im Organigramm des Adlerklubs einen neuen Schwerpunkt geben.

Mit einer neuen Kooperation namens „Tradition trifft Zukunft“ und in Sachen Talentsuche sowie Talentförderung starten der SC Preußen und die Fußballschule Michael Rummenigge am 18. April in der Soccerhalle. Begabte Fußballkids von acht bis zwölf Jahren sollen unter kundiger Trainingsanleitung an zwölf Sonntagen in ihrem Lieblingssport geschult werden.

Dass am Samstag weder im Preußenstadion noch anderswo gespielt werden kann, ist mindestens wahrscheinlich. Die neue Fußballpause kann der SC Preußen nutzen, um intern die „Schockstarre“ (Teammanager Carsten Gockel) zu überwinden und eine Einigung im gemeinsamen Vorgehen zu entwickeln. Erneut müssen sich die Verantwortlichen in der Kunst der klugen Abwägung beweisen.

Die Preußen gehen wieder zur Penne. Am Montag wurde im Beisein von OB Markus Lewe die erste Partnerschaft mit einer Schule besiegelt. Die Fußballer um Klubchef Marco de Angelis hatten in der eh schon dem SCP zugetanen Hildegardisschule ein Heimspiel.

Das Trikot ist schon beflockt, Sercan Güvenisik wird mit der Nummer 80 für den SC Preußen auflaufen. Der 29-Jährige hat sich am Dienstag bis Mitte 2011 an den Fußball-Viertligisten gebunden, dem er seit dem ersten Halbjahr 2006 verbunden ist und mit dem er aufsteigen möchte. Jetzt oder eben später.
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